Haßfurt
Eishockey

Haßfurter in Vilshofen ohne Zug zum Tor

Die "Hawks" um Trainer Volker Hartmann müssen ihre erste Niederlage in dieser Saison ausgerechnet mit dem 1:2 beim ESC Vilshofen hinnehmen.
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Nur Daniel Hora war erfolgreich. Sein Treffer zum 1:1-Ausgleich, gleichzeitig der einzige der Haßfurter "Hawks", war am Sonntagabend freilich zu wenig, um beim ESC Vilshofen zu bestehen. Mit dem 2:1 kassierte der Spitzenreiter seine erste Niederlage in dieser Saison. Foto: Ralf Naumann
Nur Daniel Hora war erfolgreich. Sein Treffer zum 1:1-Ausgleich, gleichzeitig der einzige der Haßfurter "Hawks", war am Sonntagabend freilich zu wenig, um beim ESC Vilshofen zu bestehen. Mit dem 2:1 kassierte der Spitzenreiter seine erste Niederlage in dieser Saison. Foto: Ralf Naumann

Der Wille war da, ebenso das Bemühen. Auch die Chancen, um genügend Tore zu erzielen. Letztlich reichten den "Hawks" des ESC Haßfurt aber alle drei Voraussetzungen für einen weiteren erfolgreichen Eishockey-Abend in der Landesliga, Gruppe 1, nicht. Nachdem sie zuvor sieben "Dreier" in Folge eingefahren hatten, gingen sie am Sonntagabend erstmals leer aus. Ausgerechnet beim ESC Vilshofen nahm sich die bisherige Tormaschinerie eine unfreiwillige Auszeit, der ESC unterlag mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:1). ESC Vilshofen - ESC Haßfurt 2:1

(0:0, 1:1, 1:0) Immerhin hatten die Haßfurter die "Wölfe" im Hinspiel drei Wochen zuvor noch mit 12:1 aus dem heimischen Eisstadion gefegt. Doch schon während der Partie warnte "Hawks"-Trainer Volker Hartmann damals vor dem zweiten Aufeinandertreffen, in dem die seinerzeit personell arg dezimierte Mannschaft seines Kollegen Robert Suchomski kein Gradmesser war. Und dass die äußeren Bedingungen im Vilshofener Freiluftstadion aufgrund von Dauerregen zum wiederholten Male "sehr bescheiden" waren, wollte er dabei nichts als Entschuldigung gelten lassen für die knappe 1:2-Niederlage. "Das war sicher nicht der Hauptgrund", sagte der Bayreuther.

Nein, es war vielmehr - ebenfalls zum wiederholten Male - die mangelnde Umsetzung der Großchancen in Tore. "Es ist leider nichts rein", brachte es Hartmann auf den Punkt. "Wir waren auch nicht clever genug, haben nochmals einen Querpass gespielt, waren einfach zu verspielt und haben nicht den direkten Weg zum Tor gesucht - einfach einmal ein dreckiges Tor machen." Gleichzeitig lobte er den Schlussmann der diesmal weitaus besser besetzten Gastgeber, Alexander Krenn, der "seine Leistung gebracht" habe.

Dabei stand die "Null" bis zur 25. Minute, ehe Alexander Schwarz erstmals für die bis dato sieglosen "Wölfe" erfolgreich war. Da alle Gäste-Angreifer spätestens unmittelbar vor dem Gehäuse oder bei Krenn mit ihrem Latein am Ende waren, sprang wieder Daniel Hora in die Presche: In Überzahl zog der tschechische ESC-Top-Verteidiger von der blauen Linie ab und drosch den Puck unhaltbar zum 1:1 in die Maschen (29.) - sein 24. Scorerpunkt. Die 20 Haßfurter Schlachtenbummler unter den offiziell nur 88 Zuschauern hofften vergeblich auf ein "Jetzt geht's los" beim bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter.

Im Gegenteil: Mit seinem Tor zum 2:1 - vorausgegangen war einer von mehreren individuellen Fehlern der "Hawks" - machte Philip Sterz bereits in der 47. Minute die Überraschung und den ersten "Dreier" für die Niederbayern perfekt. "Es hat sich halt gerächt, dass wir zuvor nicht getroffen haben. Und wer in 60 Minuten nur ein Tor erzielt, der kann ein Auswärtsspiel eigentlich nicht gewinnen", gratulierte er fair seinem Vilshofener Trainerkollegen.

Für Hartmann war der "Schuss vor den Bug nicht einmal so verkehrt, weil einige vielleicht gedacht haben, es geht immer so weiter. Nein, jeder Sieg muss hart erarbeitet werden, egal wo, egal gegen wen." Es gelte nun das Motto "Aufstehen und Mund abwischen". Und angesichts der nächsten Aufgabe in fünf Tagen gab sich ESC-Coach Hartmann unmittelbar nach "einem gebrauchten Abend" wieder kämpferisch. "Ich erwarte wieder einen Fight auf Augenhöhe", begannen für ihn noch während der Heimfahrt die Vorbereitungen auf das Gipfeltreffen mit dem Tabellenzweiten ERSC Amberg am Freitag. ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx -Trübenekr, Stach, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Breyer / SR: Altmann, Rozsa / Zuschauer: 88 (20 aus Haßfurt) / Tore: 1:0 (25.) Schwarz (Neupert, Zillinger), 1:1 (29.) Hora (Franek, Breyer) 4-5, 2:1 (47.) Sterz (Toth, Gomov) / Strafzeiten: Vilshofen 20 plus Disziplinarstrafe gegen Zillinger / Haßfurt 10

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