Haßfurt

Haßfurter Hawks verschlafen den Start

Der ESC Haßfurt kassiert beim VfE Ulm/Neu-Ulm im sechsten Spiel der Aufstiegsrunde zur Bayernliga seine fünfte Niederlage.
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Trotz bester Chancen erzielten die Haßfurter Hawks um den enttäuschten Michael Stach beim Auswärtsspiel beim VfE Ulm/Neu-Ulm keinen einzigen Treffer.  Foto: Ralf Naumann
Trotz bester Chancen erzielten die Haßfurter Hawks um den enttäuschten Michael Stach beim Auswärtsspiel beim VfE Ulm/Neu-Ulm keinen einzigen Treffer. Foto: Ralf Naumann

Aus Sicht der Haßfurter Hawks war es wieder einmal zum Verzweifeln: "Wir hatten Chancen über Chancen. Es hat teilweise lichterloh vor dem Tor der Gastgeber gebrannt. Aber wir haben das Ding nicht über die Linie bekommen." Für Haßfurts Trainer Volker Hartmann wäre jedenfalls "wieder einmal viel mehr möglich gewesen." Sei es wie es will: Zwei Tage nach der knappen 2:3-Heimniederlage gingen die Kreisstädter am Sonntagabend in der Eishockey-Aufstiegsrunde erneut leer aus.

VfE Ulm/Neu-Ulm - ESC Haßfurt 4:0 (3:0, 0:0, 1:0)

Mit 4:0 siegte der VfE Ulm/Neu-Ulm, sodass nach sechs Partien weiterhin nur drei magere Pünktchen auf dem Guthabenkonto der Hawks stehen.

Dabei befanden sich die Gäste, die erneut nur zwölf Feldspieler an Bord hatten - neben David Franek fehlten aus verschiedenen Gründen auch Christian Masel, Pascal Marx, Michael Breyer sowie Martin Hildenbrand - wie schon in Kempten oder Buchloe anfangs noch nicht wirklich auf dem Eis in der mit 650 Zuschauern gut gefüllten Eissporthalle am "Donaubad". 31 Sekunden dauerte es diesmal, ehe es erstmals im Kasten hinter Timo Jung klapperte, weil Joschua Eckmann für die aggressiv ins Spiel gegangenen Ulmer gut gezielt hatte (1.).

Und bis zur 13. Minute hatten er und sein Teamkollege Peter Ceslik die Führung bis auf 3:0 ausgebaut (7./13.). "Es ist halt leider sehr schwer, auswärts immer einem deutlichen Rückstand hinterherzurennen", ärgerte sich Hartmann maßlos über dieses Manko, den wiederholten Fehlstart. Dieser kostete den Hawks letztlich die ersten Auswärtszähler.

Hawks sind spielerisch auf Augenhöhe

Nach dem ersten Seitenwechsel nämlich agierte der Meister der Landesligagruppe 1 beim Meister der Gruppe 2 auf Augenhöhe. "Wir waren wirklich nicht schlechter. Minimum ebenbürtig", bekräftigte der Bayreuther und sah ebenso wie die 30 mitgereisten Schlachtenbummler "fünf, sechs 100-Prozentige."

Doch selbst acht Überzahlsituationen führten zu keinem zählbaren Ergebnis. Und weil nur Treffer zum Erfolg führen und möglicherweise die notwendigen Punkte bringen, war der Frust nicht nur bei der Mannschaft, die "wirklich alles versucht hat", verständlich.

Mehr Glück hatte derweil die Mannschaft von Hartmanns Trainerkollegen Robert Linke, die nach einem torlosen zweiten Abschnitt fünf Minuten vor dem Ende auf 4:0 erhöhte und die letzten Haßfurter Hoffnungen zunichte machte (Torschütze war Niklas Dschida, 55.). Nicht zu vergessen ist Ulms Keeper Maximilian Güßbacher. Dieser erwischte - da waren sich beide Übungsleiter einig - einen Sahnetag und hatte ebenfalls viel Glück.

Für Hartmann einerseits eine "irgendwie kuriose Situation. Momentan bekommen wir nicht mehr ganz so viele Gegentore, auf der anderen Seite schießen wir keine mehr. Ich weiß es nicht, warum die Jungs Ladehemmung haben." Doch gerade das ist auch sein derzeit größtes Ärgernis. "Wir müssen einfach einmal eines vorne reinmachen. Wenn das 1:3 gefallen wäre, dann wäre vielleicht wieder ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. So gilt: Wenn du auswärts den Start verpennst und nicht einmal ein Tor erzielst, kannst du auch nicht gewinnen."

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Thebus, Stahl - Hornak, Stach, Kohl, Persch, Trübenekr, Babkovic, Dietrich, Zürcher, Kratschmer / Schiedsrichter: Eisenhut - Männlein / Zuschauer: 650 (davon 30 aus Haßfurt) / Tore: 1:0 (1.) Eckmann (Schirmacher, Synek), 2:0 (7.) Ceslik, 3:0 (13.) Eckmann (Synek, Schirmacher) 5-4, 4:0 (55.) Dschida / Strafzeiten: Ulm/Neu-Ulm 16 / Haßfurt 10.

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