Haßfurt
Eishockey

Haßfurter Hawks schenken in Kempten den Sieg her

Der ESC Haßfurt verliert auch sein zweites Spiel in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Vor allem offensiv lässt die Mannschaft von Trainer Volker Hartmann zu viele Chancen aus.
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Drei Tore steuerte Haßfurts Jan Trübenekr beim Auftritt der HaßfurterHawks beim ESC Kempten bei. Die insgesamt sechs Treffer waren letztlich zu wenig, denn die Sharks siegten mit 8:6 und sorgten somit für die zweite Niederlage der Kreisstädter im zweiten Aufstiegsrundenspiel. Ralf Naumann
Drei Tore steuerte Haßfurts Jan Trübenekr beim Auftritt der HaßfurterHawks beim ESC Kempten bei. Die insgesamt sechs Treffer waren letztlich zu wenig, denn die Sharks siegten mit 8:6 und sorgten somit für die zweite Niederlage der Kreisstädter im zweiten Aufstiegsrundenspiel. Ralf Naumann

Der Start war vielversprechend. Ebenso das "Comeback" noch vor der zweiten Drittelpause. Doch im Schlussabschnitt trafen nur noch die Hausherren. Und deshalb gingen die Haßfurter Hawks zwei Tage nach der Auftaktniederlage in der Aufstiegsrunde gegen den EV Moosburg erneut leer aus.

ESC Kempten - ESC Haßfurt 8:6 (3:2, 3:4, 2:0)

Mit 6:8 unterlagen die Kreisstädter am Sonntagabend beim ESC Kempten. Doch das hätte absolut nicht sein müssen. "Es war viel mehr drin. Es war keine Übermannschaft", war bei ESC-Trainer Volker Hartmann am Ende eine Mischung aus Ärger und großer Enttäuschung zu verspüren.

"Chancen ohne Ende, die wir einfach nicht gemacht haben. Wir waren oft alleine vor dem Kemptener Tor, haben diese leichtfertig versiebt. Und dann haben wir dumme Gegentore kassiert", musste der Bayreuther feststellen, der von zwei ebenbürtigen Mannschaften sprach. Pure Enttäuschung gab es auch bei den gut 40 mitgereisten Schlachtenbummlern, welche die weite Fahrt ins Allgäu auf sich nahmen, um die Mannschaft vor Ort zu unterstützen.

Hawks legen früh vor

Was sich über weite Strecken auch rechnete, denn bereits nach sechs Minuten lag der Vorrundenspitzenreiter der Landesligagruppe 1 beim Tabellendritten der Gruppe 2 mit 2:0 in Führung. Noch einige Sekunden früher als am Freitag brachten die seit Wochen blendend aufgelegten Michal Babkovic sowie Michael Breyer die Hawks nach vorne (2./6.). Und Möglichkeiten für eine noch deutlichere Führung waren reichlich vorhanden. Stattdessen aber kamen die Sharks immer besser in Fahrt - auch dank der unfreiwilligen Mithilfe der Unterfranken. Angetrieben von knapp 900 eigenen Fans lagen sie nach dem ersten Abschnitt plötzlich mit 3:2 in Führung, nachdem der ehemaligen Haßfurter Michel Maaßen (7./13.) sowie der Schwede Adrian Kastel-Dahl mit einem verwandelten Penalty (8.) getroffen hatten.

Moral der Haßfurter stimmt

Die Moral und der Wille der Gäste, die auf die verletzten Michael Stach, Alexander Stahl, Kapitän Christian Dietrich sowie immer noch auf Adrian Persch verzichten mussten und deshalb nur zweieinhalb Spielreihen aufbieten konnten, war jedoch wie schon zwei Tage zuvor wieder glänzend.

Im turbulenten Mittelabschnitt holten sie dank eines Jan Trübenekr (26.) und dem letztjährigen Shark David Hornak (32.) erst einen Zwei-Tore-Rückstand wieder auf, ehe erneut Trübenekr die Hawks sogar wieder nach vorne brachte (38.). Ärgerlich aus Haßfurter Sicht, dass Kemptens Last-Minute-Neuzugang Daniel Jun in dem torreichen Mittelabschnitt nur 14 Sekunden nach dem Haßfurter Torjubel der erneute Ausgleich zum 6:6 gelang (38.). "Da hätten wir einfach einmal mit einer Führung in die Pause gehen müssen, haben uns aber wieder ein dummes Tor gefangen", war dieser erneute Gegentreffer für Hartmann nicht unerheblich für den weiteren Verlauf.

Trotzdem: Es wäre immer noch mehr möglich gewesen, hätte nicht Georg Lang den Puck nach dem Wiederbeginn durch Unachtsamkeit Michael Maaßen quasi auf den Schläger serviert. Tatsache ist, dass der Kemptener Topscorer dankend annahm und mit seinem dritten Treffer zum 7:6 verwandelte (43.). Mit dem Treffer zum 8:6 machte der 37-Jährige in der 58. Minute seinen "Viererpack " voll und stellte gleichzeitig den Endstand her.

"Das sind geschenkte Tore. Das kann man sich auswärts nicht erlauben. Das geht nicht", gab Hartmann zu Protokoll. "Schade. Wir haben sechs Auswärtstore erzielt, hätten mehr machen können und haben trotzdem nichts geerbt. Ich würde nichts sagen, wenn Kempten ein gutes Spiel gemacht und die Tore herausgespielt hätte. Aber von den acht Gegentoren haben wir bestimmt vier selbst verursacht."

Hartmann ist weiter optimistisch

Ganz nach dem Motto "aufstehen und Mund abwischen" schwört der ESC-Trainerseine Mannschaft jetzt auf das kommende Wochenende ein. In Buchloe und gegen Dingolfing sollen beziehungsweise müssen die ersten Zähler geholt werden. "Sonst schaut es natürlich duster aus", weiß Hartmann, der aber nach wie vor überzeugt ist, in der Endabrechnung unter die besten vier Teams zu kommen, die sich für das Halbfinale qualifizieren und die zwei Bayernligaaufsteiger ausspielen. "Das ist ein Gegner, den man auf alle Fälle schlagen kann", gibt er sich zudem optimistisch für das zweite Aufeinandertreffen mit dem ESC Kempten im letzten Aufstiegsrundenheimspiel am 23. Februar. "Wir waren ebenbürtig."

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung, Hildenbrand - Hora, Thebus, Masel, Marx, Breyer - Hornak, Kohl, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Zürcher, Kratschmer / Schiedsrichter: Eisenhut - Egger/Merk / Zuschauer: 924 (40 aus Haßfurt) / Tore: 0:1 (2.) Babkovic (Franek), 0:2 (6.) Breyer (Thebus), 1:2 (7.) Maaßen (Henkel, Jun), 2:2 (8.) Kastel-Dahl - Penalty, 3:2 (13.) Maaßen (Ziegler), 4:2 (24.) Kastel-Dahl (Weigant, Oppenberger), 4:3 (26.) Trübenekr (Hora), 5:3 (30.) Rukajärvi (Vaitl) 5-4, 5:4 (32.) Trübenekr (Masel, Kohl), 5:5 (37.) Hornak (Babkovic, Hora), 5:6 (38.) Trübenekr (Babkovic, Franek), 6:6 (38.) Jun (Maaßen, Henkel), 7:6 (44.) Maaßen (Vaitl, Jun), 8:6 (48.) Maaßen (Vaitl, Newkook) / Strafzeiten: Kempten 16 / Haßfurt 16 plus 10 gegen Breyer.

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