Haßfurt

Haßfurter "Hawks" laufen weiter ihrer Form hinterher

Der ESC Haßfurt verliert auch seine dritte Partie in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga.
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An einem von nur drei Haßfurter Treffern war Michael Breyer (vorne) bei der heftigen 3:10-Klatsche der "Hawks" beim ESV Buchloe beteiligt. Für den 23-Jährigen war bei der höchsten Auswärtsniederlage seit langer Zeit "einfach der Wurm drin". Foto: Ralf Naumann
An einem von nur drei Haßfurter Treffern war Michael Breyer (vorne) bei der heftigen 3:10-Klatsche der "Hawks" beim ESV Buchloe beteiligt. Für den 23-Jährigen war bei der höchsten Auswärtsniederlage seit langer Zeit "einfach der Wurm drin". Foto: Ralf Naumann

Nach Ausreden suchte der zunächst "etwas sprachlose" Volker Hartmann nicht. Sachlich analysierte der Trainer der Haßfurter "Hawks" nach unruhiger Nacht die bittere 3:10-Schlappe seiner Eishockeycracks am Freitagabend beim ESV Buchloe. "Die Wahrheit liegt im eigenen Drittel. Wer da die Zweikämpfe gewinnt, der wird auch das ganze Spiel gewinnen", ist er überzeugt. "Gerade im eigenen Drittel haben wir die Zweikämpfe eben nicht angenommen und waren oft überfordert. Buchloe war uns überlegen. Der Sieg war hochverdient." ESV Buchloe - ESC Haßfurt 10:3

(4:0, 6:3, 0:0) Ehrliche Worte des Bayreuthers, der von einer "getrübten Stimmung" auf der Heimfahrt sprach. Kein Wunder, denn die Haßfurter hatten sich nach den Niederlagen zu Beginn der Bayernliga-Aufstiegsrunde gegen Moosburg und in Kempten "wirklich viel vorgenommen". Doch es kam in der "Sparkassen-Arena" in Buchloe "ganz anders, als wir es uns gedacht haben". Hartmann und die knapp 30 ESC-Fans vor Ort mussten einen von den "Pirates " verursachten "Wirbelwind" über sich ergehen lassen. "Buchloe war aggressiver als wir, hat die Scheibe laufen lassen und uns schlicht überrannt", lautete sein Fazit.

Dabei hatten der für den verletzten Christian Dietrich zum Ersatz-Kapitän bestimmte Georg Lang und seine Teamkollegen zu Beginn trotz nicht wegzudiskutierender Schläfrigkeit auch Chancen zur Führung. Letztlich war das 1:0 aber den Hausherren vorbehalten, die sich nach dem Treffer von Maximilian Schorer (6. Minute) in einen Rausch spielten und - was für Hartmann noch schlimmer war - nur wenig Gegenwehr zu spüren bekamen.

Dabei nutzten sie vor allem auch "dumme Strafzeiten" gegen die "Hawks" gleich fünf Mal aus. Die Gegentore von David Franek zum 5:1 (22.), von Michael Breyer zum 9:2 (39.) sowie Jan Trübenekr zum 10:3 (40.) waren Ergebniskosmetik. Daran änderte auch eine Auszeit der "Hawks" nichts. Zumindest war der Angriffs- und Torwirbel der Ostallgäuer nach einem 4:0-Anfangs und 6:3-Mitteldrittel vorzeitig zu Ende, denn während der letzten 20 Minuten passierte nichts mehr.

"Das war der einzige Lichtblick, dass wir kein Tor mehr kassiert haben", meinte Hartmann. Die zahlreichen Ausfälle im Team, in dem mit den verletzten Alexander Stahl, Christian Dietrich, Michael Stach sowie dem privat verhinderten Pascal Marx vier Spieler fehlten (zumindest Adrian Persch gab nach vielen Monaten Verletzungspause sein Comeback), sowie den nahezu kompletten Buchloer Kader wollte er nicht als Entschuldigung anfügen. "Auch wenn ich nur 13 Feldspieler hatte, muss von diesen 13 Feldspielern einfach ein bisschen mehr kommen. Vielleicht hat auch der letzte Wille gefehlt, sich dagegen zu stemmen." Eine richtige Erklärung hatte Verteidiger Michael Breyer ebenfalls nicht. Nur so viel: "Wir waren jedesmal mindestens zwei Schritte zu spät und hatten einfach keine Chance. Die anderen haben wahrscheinlich einen Lauf, bei uns war der Wurm drin. Dann kommt so ein Ergebnis zustande", meinte der 23-Jährige.

Der Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga ist zwar noch immer möglich, bei den "Hawks" aber aktuell kein Thema. "Das wird jetzt natürlich schwer mit dem vierten Platz. Mit solchen Leistungen reicht es einfach nicht. Jetzt müssen wir einen Lauf starten", fordert Hartmann eine deutliche Steigerung. ESC Haßfurt: Jung, Hildenbrand - Hora, Thebus, Masel, Breyer - Hornak, Kohl, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Zürcher, Kratschmer / Zuschauer: 326 (davon 30 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: 5:1 (24.) Franek (Masel, Lang), 9:2 (39.) Breyer (Franek, Babkovic), 10:3 (40.) Trübenekr (Hornak, Breyer) / Strafzeiten: Buchoe 8 / Haßfurt 16

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