Haßfurt
Eishockey

Haßfurter Hawks lassen beim EV Dingolfing einen Punkt liegen

Der ESC Haßfurt macht es beim Gastspiel in Dingolfing unnötig spannend und gewinnt erst mit 7:6 nach Verlängerung.
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Erzielte in der Verlängerung den 7:6-Siegtreffer für die Hawks in der "Marco Sturm"-Eishalle des EV Dingolfing: Daniel Hora. Der tschechische Verteidiger, der insgesamt sechs Scorerpunkte markierte, sorgte somit für den sechsten Auswärtssieg der Haßfurter Puckjäger. Foto: Ralf Naumann
Erzielte in der Verlängerung den 7:6-Siegtreffer für die Hawks in der "Marco Sturm"-Eishalle des EV Dingolfing: Daniel Hora. Der tschechische Verteidiger, der insgesamt sechs Scorerpunkte markierte, sorgte somit für den sechsten Auswärtssieg der Haßfurter Puckjäger. Foto: Ralf Naumann

Die Gefühlslage zu beschreiben war unmittelbar nach der endgültigen Schlusssirene, welche diesmal erst nach 62:59 Minuten ertönte, für ihn "unheimlich schwer". Auf der einen Seite freute sich ESC-Trainer Volker Hartmann ebenso wie die zehn mitgereisten Haßfurter Schlachtenbummler über den 7:6-Erfolg bei den Isar Rats in Dingolfing.

Dass dieser auf der anderen Seite erst in der Verlängerung perfekt gemacht wurde, wurmte den Bayreuther zunächst aber sehr. Und das völlig zurecht. EV Dingolfing -

ESC Haßfurt 6:7 n. V.

(2:1, 0:5, 4:0) Lukas Kratschmer brachte die Gäste zunächst in Führung (2.), doch David Bilek drehte den Spielstand mit zwei Treffern (3./12.). Nach einem furiosen zweiten Abschnitt lagen die Hawks komfortabel mit 6:2 in Führung, weil sie innerhalb von nur acht Minuten mit fünf Treffern einen 1:2-Rückstand aus dem Anfangsdrittel mehr als wettgemacht hatten.

"Da haben die Jungs ihre Chancen eiskalt genutzt", lobte Hartmann die Kaltschnäuzigkeit von Michal Babkovic (26./34.), David Hornak (29.) und Jan Trübenekr (28./30.). Ein deutlicher Auswärtssieg, und somit eine gelungene Rehabilitation des Spitzenreiters, schien zwei Tage nach der Auswärtsniederlage beim EV Pegnitz in trockenen Tüchern. Und dies, obwohl mit David Franek, Timo Zürcher (beide krank), Kapitän Christian Dietrich (beruflich verhindert) sowie Lucas-Andreas Thebus und Bastian Schubert (jeweils noch verletzt), mehrere Akteure nicht zur Verfügung standen.

Hartmann mit ungutem Gefühl

Doch es kam anders, als die bis dato zurecht enttäuschten knapp 500 Anhänger der Isar Rats erhofften. "Schon im ersten Drittel hatten wir viele Tormöglichkeiten. Aber im zweiten Drittel haben wir sie auch verwertet und dabei auch richtig gutes Eishockey gespielt", gab Volker Hartmann zu Protokoll. Gleichzeitig hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits "ein ungutes Gefühl. Mir war irgendwie schon klar, dass das Spiel noch nicht um ist", befürchtete der 44-Jährige noch einen turbulenten Schlussabschnitt.

Er hatte den richtigen Instinkt: Nach 50 Minuten hatte sich die wie schon im ersten Aufeinandertreffen in Haßfurt vollbesetzte Mannschaft seines Trainerkollegen Billy Trew auf 5:6 herangeschossen. Ein Mitgrund dafür war die Hinausstellung von Jan Trübenekr, der nach einem hohen Stock gegen einen Dingolfinger Kontrahenten von Hauptschiedsrichter Thomas Raidl eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt (45.).

Dingolfing kommt heran

Die fünfminütige Überzahlsituation nutzen die Dingolfinger für zwei Treffer aus. Und bei einer weiteren Haßfurter Hinausstellung glich Dominik König drei Minuten vor dem Ende tatsächlich zum 6:6 aus (57.). "Gut, die haben wirklich noch einmal richtig Gas gegeben", lobte Hartmann den Willen der Hausherren in der "Marco Sturm"-Eishalle. "Aber einen Vier-Tore-Vorsprung nach dem zweiten Drittel muss ich über die Zeit bringen", überwog bei ihm doch die Enttäuschung.

Daniel Hora sorgte in der "Overtime" dafür, dass die Hawks letztlich mit einem blauen Auge davon kamen und nicht mit der ganz großen Enttäuschung nach Hause fahren konnten: Der Verteidiger, der an der Vorbereitung von fünf der sechs vorangegangenen Haßfurter Treffer beteiligt war, schloss eine Überzahlsituation mit einem satten Schlagschuss ab und sorgte mit seinem 14. Saisontreffer wenigstens für den "Zweier". Damit zeigte sich Hartmann "letztlich natürlich auch zufrieden. Ich bleibe aber dabei: Dass darf einfach nicht passieren. Da musst du cleverer spielen. Ich hoffe, dass wir daraus lernen und es beim nächsten Mal wieder schlauer machen."

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung, Hildenbrand - Hora, Stahl, Masel, Marx, Breyer - Hornak, Stach, Kohl, Trübenekr, Lang, Babkovic, Kratschmer / Schiedsrichter: Raidl - Worlitschek/van der Heyd / Zuschauer: 500 (10 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: 0:1 (2.) Kratschmer (Stach), 2:2 (26.) Babkovic (Kohl, Hora) 4-5, 2:3 (28.) Trübenekr (Hora, Stahl), 2:4 (29.) Hornak (Hora), 2:5 (30.) Trübenekr (Hora), 2:6 (34.) Babkovic (Hora, Hornak), 6:7 (63.) Hora (Babkovic) 4-5 / Strafzeiten: Dingolfing 14 / Haßfurt 19 plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Trübenekr.

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