Haßfurt
Eishockey-Landesliga

Haßfurter "Hawks" fahren Pflichtsieg ein

Die Freisinger müssen sich am Großen Anger in Haßfurt mit 4:6 geschlagen geben.
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Der Haßfurter Christian Dietrich (links) im Duell um den Puck mit dem Freisinger Manuel Kühnl; rechts Lukas Kratschmer. Fotos: Ralf Naumann
Der Haßfurter Christian Dietrich (links) im Duell um den Puck mit dem Freisinger Manuel Kühnl; rechts Lukas Kratschmer. Fotos: Ralf Naumann
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"It was a little bit boring." Petr Krepelka grinste bei seiner Spielanalyse. Doch der ehemalige Topstürmer der Haßfurter "Hawks", der seit seinem Wirbelbruch vor knapp zwei Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, hatte mit seiner "Langweilig"-Einschätzung bei seinem zweiten Besuch Recht. Zwar gewannen seine einstigen Teamkollegen die Partie gegen Außenseiter SE Freising mit 6:4. Doch Krepelka sowie 602 weitere Zuschauer im gut gefüllten Stadion Am Großen Anger sahen einen glanzlosen Pflichtsieg. ESC Haßfurt - SE Freising 6:4 (4:1, 1:1, 1:2) Der tolle Empfang für Petr Krepelka, der bei der Mannschaftsvorstellung von David Franek aufs Eis begleitet und lautstark begrüßt wurde, war schon vor dem Anpfiff der Höhepunkt. Und der 24-jährige Tscheche, der zusammen mit seinem Vater aus seiner Heimatstadt Kladno in die Kreisstadt gekommen war, war sichtlich gerührt. "Unglaublich. Ich kann den Fans einfach nur danken", strahlte die ehemalige Nr. 28.

Eigengewächs Michael Stach, zum "Spieler des Abends gewählt", und seine Teamkollegen sorgten dafür, dass am 15. Geburtstag des am 22. Dezember 2004 als Nachfolgeverein des insolventen ERC gegründeten ESC Haßfurt die blütenweiße Heimweste mit ins neue Jahr genommen werden kann. "Falken"-Trainer Volker Hartmann rechnete schon vor dem Anpfiff mit einer zähen Angelegenheit gegen die kleine Freisinger Delegation, die gerade einmal 13 Spieler mit zum Spitzenreiter gebracht hatte.

Vom schnellen 0:1-Rückstand durch Christian Mitternacht (5. Minute) erholten sich die "Hawks", die auf den bereits zum Weihnachtsurlaub in seine slowakische Heimat abgereisten, leicht angeschlagenen Michal Babkovic verzichten mussten, schnell. Timo Zürcher (8.) Christian Dietrich (10.), Lukas Kratschmer (13.) und David Hornak (15.) stellten eine 4:1-Führung her. In den weiteren 40 Minuten plätscherte die Partie jedoch vor sich hin. Und während die Hausherren gerade noch zweimal ins Schwarze trafen (Michael Breyer zum 5:2/35., Michael Stach zum 6:4/57.), machten die Freisinger zwischenzeitlich die Angelegenheit sogar noch einmal richtig spannend.

Alexander Braun (43.) und Pavel Hanke (48.) verkürzten auf 4:5. Den zum letzten Drittel für Timo Jung eingewechselten Ersatzkeeper Jens Dietz traf an diesen beiden Gegentreffern keine Schuld. "Das Spiel in Amberg vor zwei Tage hat sicher viel Kraft gekostet. Aber ich muss trotzdem die Einstellung mitbringen", konnte Hartmann das mühsame Ringen um die Punkte "nicht ganz verstehen. Ja, die Jungs haben sich richtig schwergetan. Wenigstens haben wir weiterhin keine Heimniederlage kassiert und unsere weiße Weste behalten. Gegen andere Gegner in der nächsten Runde können wir uns das aber nicht erlauben."

Angesichts der zahlreichen Gegentreffer der oftmals sehr durchlässigen ESC-Hintermannschaft kündigte Hartmann bis zum letzten Heimspiel der "Hawks" in dieser Runde am 5. Januar gegen den EHC Bayreuth noch Verstärkungen an. "Das kommen noch Zwei für die Abwehr, und dann sind wir eventuell noch ein bisschen sattelfester", sagte er. Namen wollte er noch nicht nennen.

Und Petr Krepelka? "Wenig Tempo. Ich glaube, die Jungs waren in Gedanken schon bei Weihnachten und nicht beim Hockey." Dies wollte er der Mannschaft bei seinem Kabinenbesuch auch mitteilen. Sein Grinsen verriet aber, dass er wohl nicht zu hart mit dem "Weihnachtsspitzenreiter" ins Gericht gehen wollte. Derweil seien weitere Besuche in Haßfurt fest anvisiert. "Natürlich komme ich wieder", strahlte der junge Tscheche, der - so bekräftigte es der Sportliche Leiter Martin Reichert nochmals - weiter zum Team gehört. ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Stahl, Masel, Marx, Breyer - Hornak, Stach, Kohl, Trübenekr, Lang, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer / SR: Feist - Beigel, Graf / Zuschauer: 602 / Tore für Haßfurt: 1:1 (8.) Zürcher (Hornak, Trübenekr) 5-4, 2:1 (10.) Dietrich (Hora, Trübenekr) 5-4, 3:1 (13.) Kratschmer (Stach, Hora), 4:1 (15.) Hornak (Breyer), 5:2 (35.) Breyer (Trübenekr, Hornak), 6:4 (57.) Stach (Kohl) / Strafzeiten: Haßfurt 12 / Freising 10

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