Haßfurt
Eishockey-Landesliga, Gruppe 1

Haßfurter "Hawks" erfüllen Pflichtaufgabe bei der 1b des VER Selb souverän

Trainer Volker Hartmann zeigte sich nach der Partie seiner Haßfurter "Hawks" bei der 1b des VER Selb "insgesamt zufrieden".
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Lukas Kratschmer (vorne) brachte die Haßfurter "Hawks" am Freitagabend in Selb mit 1:0 in Führung.  Foto: rn
Lukas Kratschmer (vorne) brachte die Haßfurter "Hawks" am Freitagabend in Selb mit 1:0 in Führung. Foto: rn

Sie haben die "Pflichtaufgabe souverän erfüllt" und "eine gute Reaktion nach der Niederlage in Moosburg gezeigt." Trainer Volker Hartmann zeigte sich nach der Partie in der Eishockey-Landesliga seiner Haßfurter "Hawks" am Freitagabend bei der 1b des VER Selb "insgesamt zufrieden". Hundertprozentig jedoch nicht, denn beim 9:3-Erfolg ärgerten ihn vor allem zwei Gegentore, die seiner Meinung nach nicht hätten fallen müssen. VER Selb 1b - ESC Haßfurt 3:9 (1:4, 2:1, 0:4) Dabei starteten die Gäste in ihrem "Heimspiel" - immerhin waren 60 der offiziell 80 Fans in der "Netzsch-Arena" aus Haßfurt mitangereist - sehr stark und vor allem hochkonzentriert. Lukas Kratschmer (9.) sowie zwei Mal Daniel Hora (11./15.) machten dabei schnell deutlich, wohin die Reise geht und wer unbedingt die Punkte mit nach Hause nehmen will.

Erst eine Minute vor dem Ende des ersten Abschnittes schaffte es Ricco Warkus, mit einem "äußerst zweifelhaften Treffer" für die bis dato so heimstarken Oberfranken auf 1:3 zu verkürzen. "Da wissen wir gar nicht, ob die Scheibe überhaupt drin war", war nicht nur Volker Hartmann sehr im Zweifel über den schmeichelhaften Anschluss. Jan Trübenekr aber sorgte mit dem 4:1 dafür, dass es mit einem beruhigenden Drei-Tore-Vorsprung in die Kabine ging: Exakt eine Sekunde vor der Sirene schloss der junge Tscheche eine Vorlage von David Hornak erfolgreich ab (20.).

Schlendrian schleicht sich ein

Wer gedacht hatte, dass das Tor von Georg Lang zum 5:1 (27.) die endgültige Entscheidung bedeutete, wurde im weiteren Verlauf eines Besseren belehrt. Von "zwei dummen Gegentoren" sprach der Falken-Trainer, nachdem erneut Ricco Warkus sowie kurz darauf Teamkollege Fabian Bauer den Außenseiter wieder auf 3:5 herangebracht hatten (32./36.).

"Da hat sich leider wieder etwas der Schlendrian eingeschlichen", war Hartmann "leicht verärgert". Nicht nur wegen der Tore an sich. Er wollte kurz zuvor vielmehr Ersatzkeeper Jens Dietz, der für den kurzfristig verhinderten Martin Hildenbrand auf der Ersatzbank saß, Spielpraxis geben. "Diesen Plan musste ich leider verwerfen." Außerdem sah er sich gezwungen, seine Spieler "in der zweiten Pause noch einmal wachzurütteln. Manche haben wieder gedacht, das ginge so weiter", ärgerte ihn der berühmte "Schlendrian".

Seine Mannschaft war sich aber auch so bewusst, dass sie, um nicht doch noch einmal in Gefahr zu geraten, wieder einen Zahn zulegen musste. Mit einem Doppelpack von Timo Zürcher (47./51.) Jan Trübenekr (54.) sowie David Hornak (58.) wurde das Ergebnis auf 9:3 in die Höhe getrieben und der vierte Auswärtssieg eingetütet. "Über weite Strecken waren wir klar besser. Der Sieg geht deshalb auch in der Höhe in Ordnung", lautete das Schlussfazit von Hartmann.rn ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Hornak, Stahl, Marx, Finzel, Breyer - Stach, Trübenekr, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer / Schiedsrichter: Witmann - Beigel, Zwingel / Zuschauer: 80 (60 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: Zürcher (2), Trübenekr (2), Hora (2), Kratschmer, Lang, Hornak / Strafzeiten: Selb 1b 10 / Haßfurt 6

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