Haßfurt
Eishockey-Landesliga, Gruppe 1

Haßfurter Falken wollen ihr erstes Heimspiel gewinnen

Der ESC Vilshofen ist beim ESC Haßfurt zu Gast.
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Michael Breyer hofft, dass er und seine Teamkollegen der Haßfurter "Hawks" sich am Sonntag im ersten Punktspiel zu Hause gegen den ESC Vilshofen steigern. Foto: rn
Michael Breyer hofft, dass er und seine Teamkollegen der Haßfurter "Hawks" sich am Sonntag im ersten Punktspiel zu Hause gegen den ESC Vilshofen steigern. Foto: rn

Eine Steigerung ist notwendig und möglich: Wenn die "Hawks" des ESC Haßfurt ihr Konto in der Eishockey-Landesliga, Gruppe 1, im ersten Heimspiel der Saison auf sechs Punkte erhöhen wollen, braucht es am Sonntag (18.30 Uhr) gegen die "Wölfe" aus Vilshofen gegenüber dem mühsam erkämpften Auftakterfolg beim Aufsteiger EHC Bayreuth 1b "eine noch konsequentere Defensivarbeit beziehungsweise konsequenteres Zweikampfverhalten und ein besseres Aufbauspiel, denn oft war unser erster Pass nicht gut", macht Michael Breyer deutlich. ESC Haßfurt - ESC Vilshofen Für den 23-jährigen Beyer, der gegen die Niederbayern zum 118. Mal ins ESC-Trikot schlüpft, seit er vor drei Jahren an den Main gewechselt ist, ist es zudem wichtig, sich nicht zu viel mit dem Gegner zu beschäftigen. "Wir sollten lieber auf uns schauen und uns auf unser Spiel konzentrieren", betont er. Gleichzeitig hofft Breyer, der als dualer Student der Sportökonomie in der Geschäftsstelle des ESC Haßfurt beschäftigt ist und sich dort unter anderem um die Betreuung der digitalen Kanäle und die Nachwuchsarbeit kümmert, erneut auf die lautstarke und zahlreiche Unterstützung der Fans wie bereits in Bayreuth. "Das hat uns am Ende sicher auch geholfen."

Er ist sich sicher, dass auch die Partie gegen die "Wölfe", die bereits am Freitag in Moosburg im Einsatz sind, wieder harte Arbeit bedeutet. Richtig einschätzen kann er die Stärke der Gäste um Neu-Trainer Robert Suchomski, der seine aktive Laufbahn beendet hat, freilich nicht. Sieben Akteure haben das "Rudel" verlassen, zehn neue wurden verpflichtet.

Mit dem Urteil, dass jeder Verein selbst bestimmen darf, wie viele EU-Ausländer er einsetzt, ist der gebürtige Schongauer zufrieden. "Ich glaube nicht, dass das der Tod des Amateureishockeys ist. Diese Debatte gibt es ja schon immer, dass Ausländer angeblich das Amateureishockey kaputtmachen", erklärt er und stellt klar: "Dann müsste man ja auch ehemalige DEL-Profis in den unteren Ligen verbieten, weil die von der Leistungsstärke her genauso gut sind." Für ihn mache es "keinen Unterschied, ob jemand Deutscher ist oder nicht". Breyer hält es für "sinnvoll", eine Regelung zu finden, um junge Spieler an das Herreneishockey heranzuführen. "Wenn es Mannschaften mit einem Altersdurchschnitt mit über 30 Jahren gibt, hat man in letzten Jahren wohl nicht gut im Nachwuchs gearbeitet. Ich denke, da benötigt es andere Ansätze, die auch vom DEB und BEV kontrolliert werden."

Eine bestimmte Anzahl an Plätzen für Spieler unter 23 Jahren (U23-Regel) könnte eine Lösung sein. Junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs sowie aus anderen Vereinen sollen die Chance bekommen - nicht nur auf dem Papier, sondern auf dem Eis. "Das ist doch sinnvoller, als irgendwelche Verbote." Breyer, selbst Trainer der U11 des ESC Haßfurt, setzt sich jedenfalls ein, dass jungen Leuten sportliche Perspektiven aufgezeigt werden.

Von den 13 deutschen "Hawks", die in Bayreuth im Kader standen, waren neun (davon immerhin noch Sechs aus der eigenen ESC-Talentschmiede) höchstens 23 Jahre alt. Die vier Kontingentspieler Michal Babkovic (30), Daniel Hora (28), David Hornak (26) sowie Jan Trübenekr (25) treiben den aktuellen Altersdurchschnitt nicht übertrieben in die Höhe. Routinier ist mit 34 Jahren David Franek, der seit 13 Jahren, abgesehen von einer Saison in Bad Kissingen (2011/12), im "Falken"-Trikot aufläuft. ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx, Finsel - Krein, Trübenekr, Stach, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Breyer

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