Haßfurt
Eishockey

Haßfurt Hawks sind weiter im Höhenflug

Der ESC Haßfurt gewinnt auch sein viertes Spiel in der Landesliga und schlägt den TSV Trostberg deutlich mit 9:3. Für Trainer Volker Hartmann ist das allerdings kein Grund, abzuheben.
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Retter in höchster Not: Trostbergs Schlussmann Maximilian Kruck (von links) hatte alle Hände voll zu tun. Im Duell mit Haßfurts Lukas Kratschmer bleibt er mit der Hilfe seine Vorderleute Ralf Heid und Manfred Wanghofer Sieger.  Foto: Ralf Naumann
Retter in höchster Not: Trostbergs Schlussmann Maximilian Kruck (von links) hatte alle Hände voll zu tun. Im Duell mit Haßfurts Lukas Kratschmer bleibt er mit der Hilfe seine Vorderleute Ralf Heid und Manfred Wanghofer Sieger. Foto: Ralf Naumann

Christian Dietrich war aus der Puste und vollkommen verschwitzt. Auf der anderen Seite aber strahlte der Kapitän der des Eishockey-Landesligisten ESC Haßfurt nach der verdienten Ehrenrunde im Anschluss an den deutlichen 9:3-Erfolg gegen den TSV Trostberg.

Sicher aufgrund seiner ersten beiden Saisontore, worüber er "auf jeden Fall" sehr froh war. Dennoch: "Wir haben uns unheimlich schwer getan", meinte der 28-Jährige, von den Fans gefeiert und zum "Spieler des Abends" gewählt. ESC Haßfurt -

TSV Trostberg 9:3

(1:0, 3:0, 5:3) Damit meinte er vor allem den ersten Abschnitt, in dem er und seine Teamkollegen insgesamt 25 Mal auf den Kasten der Chiefs zielten und teilweise ein Dauer-Powerplay aufzogen, aber immer wieder an Maximilian Kruck scheiterten. Einzig David Hornak schaffte es sechs Sekunden vor dem Drittelende, den souveränen TSV-Torwart zu überwinden - dank der unfreiwilligen Mithilfe eines Abwehrspielers, von dessen Schuh der Puck letztlich ins Tor kullerte (20.).

Und auch nach dem Seitenwechsel, als die Gäste aus Oberbayern nun wesentlich besser mitspielten, brauchte es lautstarke Anweisungen von Trainer Volker Hartmann, ehe der Knoten platzte: "Schießt auf´s Tor, Jungs", schrie er während einer Überzahlsituation, die bis dato noch keinen Erfolg brachte. Daniel Hora hatte seine Worte wohl am besten verstanden, denn der Tscheche zog unmittelbar danach in unnachahmlicher Art ab und versenkte die Scheibe unhaltbar für Kruck zum 2:0 in den Maschen (33.), ehe er drei Minuten später sogar auf 3:0 erhöhte (36.). "Zuvor haben wir immer so kompliziert gespielt", bemängelte der Bayreuther die teils umständliche Vorgehensweise.

Tatsache ist: Es lief nun immer besser. Folglich fielen auch weitere Treffer: Erst sorgte Michael Stach mit seinem persönlichen "Premierentor " für den 4:0-Pausenstand, ehe Michal Babkovic zu Beginn des Schlussabschnitts nach zuvor vielen vergeblichen Anläufen zum 5:0 erfolgreich war (48.). Und auch die kleine anschließende Schwächephase der Hawks, die zum einen einer Disziplinarstrafe gegen David Hornak für zehn Minuten geschuldet war und binnen 18 Sekunden zwei Gegentreffer bedeuteten, war auch aufgrund einer von Volker Hartmann genommenen Auszeit schnell wieder beendet: Michael Stach erzielte das 6:2 (45.), ehe sich das Aufbäumen der Trostberger noch weiter verstärken konnte.

Dietrich macht alles klar

"Wir haben uns gegenseitig unheimlich motiviert. Am Ende hat es ja geklappt", betonte Christian Dietrich, der im Anschluss mit einem "Doppelpack" endgültig für Klarheit sorgte (47./54.). Georg Lang erzielte - ebenfalls mit seinem ersten Saisontreffer - noch die 9:2-Führung. Dass Christian Mamantow mit dem 9:3 in der Schlussminute noch ein wenig Ergebniskosmetik für die Chiefs betrieb, war letztlich wohl nur für die Statistiker interessant.

"Wir haben uns wirklich lange Zeit sehr schwer getan", räumte Hartmann ein und verwies auf die Schussstatistik der ersten beiden Drittel mit einem Verhältnis von 43:10. "Aber solche Spiele gibt es auch. Die Chancenauswertung war diesmal nicht so effektiv, wie es hätte sein müssen", war er mit dem vierten Sieg im vierten Spiel insgesamt zufrieden.

"Aber", wollte er die letzten Wochen nicht überbewerten, "man muss die Kirche schon im Dorf lassen. Wir hatten vier Gegner, die musst du einfach schlagen. Das haben wir gemacht. Nicht mehr und nicht weniger." Euphorie sei jedenfalls nicht angesagt. "Da kommen noch ganz andere Kaliber." Den ersten können die Fans bereits am kommenden Freitag erleben, wenn um 19.30 Uhr die Partie gegen Bayernligaabsteiger EV Pegnitz auf dem Programm steht.

Die Statistik zum Spiel

ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx, Schubert - Trübenekr, Stach, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Breyer / Schiedsrichter: Graf/Voigt / Zuschauer: 389 / Tore für Haßfurt: Dietrich (2), Stach (2), Hora (2), Hornak, Babkovic, Lang / Strafzeiten: Haßfurt 8 plus Disziplinarstrafe gegen David Hornak / Trostberg 18.

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