Haßfurt
Eishockey

Haßfurt Hawks geben den Schweinfurt Mighty Dogs erneut das Nachsehen

Der ESC Haßfurt gewinnt sein letztes Testspiel gegen die Schweinfurter Mighty Dogs mit 7:2.
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Michal Babkovic hatte gut Lachen: In seinem ersten Spiel für Haßfurt in der Vorbereitung gelang dem Slowaken ein Treffer.  Foto: Ralf Naumann
Michal Babkovic hatte gut Lachen: In seinem ersten Spiel für Haßfurt in der Vorbereitung gelang dem Slowaken ein Treffer. Foto: Ralf Naumann

"Die Schweinfurter tun mir ja fast schon leid." Selbst ESC-Edelfan Manfred Licha war die 5:1-Führung der Haßfurter Hawks nach dem zweiten Spielabschnitt im zweiten Vorbereitungsderby am Freitagabend gegen die Mighty Dogs nicht ganz geheuer. Doch wie er sahen alle der 768 Zuschauer im guten gefüllten Eisstadion einen noch höheren Sieg. ESC Haßfurt -

ERV Schweinfurt 7:2

(1:1, 4:0, 2:1) Der Landesligist behielt zum vierten Mal in Folge die Oberhand über den Bayernligisten - und das "vollkommen verdient", wie Schweinfurts Michael Dippold seinem Haßfurter Trainerkollegen und Freund Volker Hartmann fair gratulierte.

Sicher war der 50-Jährige maßlos enttäuscht, schließlich hatte er nach zuvor drei Derbyniederlagen wieder einmal ein Erfolgserlebnis des Favoriten gefordert. Die Hauptursache für die neuerliche Pleite hatte Dippold schnell parat: "Mit einem Wort: Chancenverwertung", sagte er und verwies vor allem auf den zweiten Abschnitt, als seine - zugegebenermaßen etwas dezimierte - Mannschaft nach nur zwölf Minuten ein Übergewicht von 15:3 Torschüssen aufwies. Ins Schwarze trafen Kapitän Andreas Kleider und Co aber nicht.

Sowohl das eigene Unvermögen als auch ein überragender Timo Jung im ESC-Gehäuse machten einen Treffer unmöglich. "Dann habe ich mein Statistikbuch in die Ecke geschmissen. Es war wie vernagelt." Und die zweite Seite der Medaille? "Wir haben uns auch zu dumm angestellt. Und wenn eine gute Mannschaft auf dem Eis ist wie Haßfurt, nutzen die das halt aus."

Recht hat er, denn während die ersten bereits hartumkämpften und völlig offenen 20 Minuten noch mit einem 1:1 endeten - Viktor Ledin (6.) brachte die Gäste in Führung, während Jan Trübenekr (9.) die passende Antwort hatte - sahen die Zuschauer ab Mitte des zweiten Abschnittes im Vergleich zu Diez/Limburg-Klatsche völlig veränderte Hausherren, die neben dem langzeitverletzten Adrian Persch auch auf den erkrankten David Franek verzichten mussten. Dennoch spielten sie sich kurzzeitig in einen Rausch und kauften ihrem Gegner den Schneid ab. Bis zur zweiten Schlusssirene sorgten erneut Jan Trübenekr (31.) sowie Michal Babkovic bei seiner diesjährigen ESC-Premiere (32.), Georg Lang (38.) und der getestete Ex-Kissinger Christian Masel (40.), der laut Hartmann "einen sehr guten Eindruck hinterlassen" hat, mit tollen Kombinationen für eine 5:1-Führung. Wobei: Mit "sehen" hatte das Ganze über weite Strecken nur wenig zu tun, denn teils dichter Nebel machte es nicht nur den beiden Fanlagern schwer, das turbulente Geschehen auf der Eisfläche zu verfolgen.

Zu diesem Zeitpunkt stand ohnehin schon das lautstarke Feiern der Hawks-Anhänger an erster Stelle. Und das änderte sich auch nicht im Schlussdrittel, denn nachdem Daniel Hora den Puck bei eigener Überzahl zum 6:1 in die Schweinfurter Maschen gehämmert hatte (50.), betrieb Jonas Manger mit dem 6:2-Anschluss lediglich etwas Ergebniskosmetik (51.). Den Schlusspunkt zum 7:2-Endstand setzte David Hornak (53.), der Mighty Dogs-Schlussmann Philipp Schnierstein erneut das Nachsehen gab. "Wir haben im zweiten Drittel zum richtigen Zeitpunkt die Führung herausgeschossen", analysierte Hartmann. "Er fiel allerdings etwas zu hoch aus."

Für den Bayreuther war es eine gelungene Generalprobe vor dem Ligaauftakt am 5. Oktober bei seinem Heimatverein EHC Bayreuth, der für ihn klare Priorität hat. "Das zählt für mich, denn erst da geht es um Punkte." Hauptschiedsrichter der Partie war der ehemalige Verteidiger Stephan Bauer, in der Saison 2001/2002 für die damaligen Sharks des ERC Haßfurt im Einsatz. Der 46-Jährige hatte keine Probleme bei seinem Einsatz. Kein Wunder: Er leitete zusammen mit drei weiteren Kollegen am Dienstag noch die DEL-Partie zwischen den Adlern Mannheim und den Berliner Eisbären.

Die Statistik

ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx - Deske, Krein, Trübenekr, Lang, Babkovic, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Breyer, Masel / Schweinfurt Mighty Dogs: Pohlmann, Schnierstein - L. Kleider, Köder, Cypas, A. Kleider, Faust - Schlick, Manger, Seibel, Ledin, Murray, Tratz, Grüner, Kouba, Fröhlich / Schiedsrichter: Bauer - Schnabel/Beigel / Zuschauer: 768 / Tore: 0:1 (6.) Ledin (Kouba, Murray), 1:1 (9.) Trübenekr (Hora, Zürcher), 2:1 (31.) Trübenekr (Babkovic), 3:1 (32.) Babkovic (Hornak, Trübenekr), 4:1 (38.) Lang (Zürcher, Breyer) 5-4, 5:1 (40.) Masel (Zürcher, Lang), 6:1 (50.) Hora (Hornak, Trübenekr) 5-4, 6:2 (51.) Manger (Grüner, Köder), 7:2 (53.) Hornak (Hora, Babkovic) / Strafzeiten: Haßfurt 10 / Schweinfurt 14.

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