Haßfurt
Eishockey

Hakws mühen sich gegen Selb zum Pflichtsieg

Der ESC Haßfurt hat gegen den VER Selb 1b mehr Probleme als erwartet, gewinnt aber mit 8:4.
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Auf und davon: Haßfurts Timo Zürcher (links) lässt seinen Selber Gegenspieler Stefan April am Boden zurück. Der Hawks-Angreifer traf zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Foto: Ralf Naumann
Auf und davon: Haßfurts Timo Zürcher (links) lässt seinen Selber Gegenspieler Stefan April am Boden zurück. Der Hawks-Angreifer traf zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Foto: Ralf Naumann

Dass die Haßfurter Hawks gegen die 1b-Vertretung des VER Selb in der Eishockey-Landesliga am Ende als Sieger vom Eis gehen, war quasi schon vor dem Anpfiff alternativlos. Und mit einem 8:4-Erfolg stellten Topscorer Jan Trübenekr - er traf drei Mal - sowie seine Teamkollegen ihre Favoritenrolle wieder einmal unter Beweis. Glanzvoll war der Auftritt am Freitagabend aber keineswegs: Die Hausherren erledigten ihre Pflichtaufgabe - nicht mehr und nicht weniger. ESC Haßfurt - VER Selb 1b 8:4 (3:2, 3:2, 2:0) "Mit Ruhm haben wir uns heute nicht bekleckert", erlebte neben den 485 Zuschauern auch Haßfurts Trainer Volker Hartmann nicht gerade ein "Eishockeyschmankerl". Vor allem in der Anfangszeit, als der Spitzenreiter scheinbar noch in der Kabine oder beim Aufwärmen weilte.

Hawks liegen mit zwei Toren hinten

Immerhin lagen die oberfränkischen Wölfe nach 13 Spielminuten mit 2:0 in Führung, weil Kevin Tausend sowie Timo Roos ESC-Schlussmann Timo Jung jeweils das Nachsehen gaben (5./13.). Dies veranlasste Hartmann dazu, der Mannschaft in einer 30-sekündigen Auszeit "wach zu rütteln". Und dies wiederum schmeckte dem Bayreuther so gar nicht. "Eigentlich brauche ich Auszeiten für etwas anderes", schimpfte er. Immerhin: Seine Worte haben gefruchtet, denn bis zum Ende des ersten Abschnittes verwandelten Michal Babkovic (17.), Timo Zürcher (19.) und Jan Trübenekr (20.) den Rückstand dank eines willigen Endspurtes in einen 3:2-Vorsprung.

Nachdem David Hornak Mitte des zweiten Drittels auf 4:2 erhöht hatte (31.), schienen die letzten Zweifel über ein Schwächeln der Hawks beseitigt. Doch sie hatten wohl nicht mit der weiteren heftigen Gegenwehr ihrer Selber Kontrahenten sowie der eigenen individuellen Schwächen gerechnet. Tatsache ist, dass erneut Kevin Tausend den Außenseiter mit einem Doppelpack wieder auf 4:4 heranbrachte (34./36.). "Ich habe ja schon im Vorfeld damit gerechnet, dass es eine zähe Angelegenheit wird", machte sich Volker Hartmann nach dem neuerlichen Ausgleich keine großen Gedanken und vertraute dem Potenzial seiner Jungs, die ihr tatsächliches Leistungsvermögen zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht abgerufen hatten.

Breyer mit dem Schlusspunkt für Haßfurt

Erst mit einem weiteren "Zwischenspurt" kurz vor der zweiten Pausensirene, nachdem wieder Jan Trübenekr und Michal Babkovic (39./40.) für einen Zwei-Tore-Vorsprung sorgten, schien der Widerstand der Gäste gebrochen. Mit seinem dritten Streich erhöhte Jan Trübenekr während der letzten 20 Minuten auf 7:4 (48.), ehe Michael Breyer acht Sekunden vor dem Ende den 8:4-Endstand markierte (60.).

"Natürlich müssen wir gegen Amberg oder andere Gegner anders auftreten und nicht so. Das ist klar", zeigte sich Volker Hartmann letztlich nur mit dem siebten "Dreier" in der siebten Partie einverstanden. "Wir haben die Punkte heimgebracht. Das war das A und O", betonte er. Gut möglich, dass der Gegner im Vorfeld vielleicht doch etwas unterschätzt wurde. "Ich appelliere zwar immer an die Einstellung. Ich weiß, dass man im Kopf bei solchen Gegnern nicht immer frisch ist. Und diesmal waren wir im Kopf einfach nicht richtig wach."

Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Jung, Dietz - Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx -Stach, Trübenekr, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Breyer / Schiedsrichter: Graf/Feist / Zuschauer: 485 / Tore für Haßfurt: Trübenekr (3), Babkovic (2), Zürcher, Hornak, Breyer / Strafzeiten: Haßfurt 8 plus Disziplinarstrafe gegen Breyer / Selb 14.

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