Sand am Main
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Gonnert-Brüder: Jetzt ist alles möglich

Der FC Sand greift beim Meister TSV Aubstadt nach dem direkten Klassenerhalt - die Brüder Chris und Oliver Gonnert hoffen auf einen Dreier.
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Chris Gonnert kann Relegation: Im vergangenen Jahr verhalf er seinem FC Sand zum Sieg gegen die U23 des FC Schweinfurt 05. Archiv/Wetterich
Chris Gonnert kann Relegation: Im vergangenen Jahr verhalf er seinem FC Sand zum Sieg gegen die U23 des FC Schweinfurt 05. Archiv/Wetterich

Wer hätte gedacht, dass es beim FC Sand noch einmal so spannend werden würde? Lange sah es so aus, als wäre die Relegation unvermeidlich. Doch nach dem dritten Sieg in Folge ist der direkte Klassenerhalt in der Bayernliga wieder greifbar: Wenn die Schlereth-Elf am Samstag gegen den Meister TSV Aubstadt gewinnt und der ATSV Erlangen keinen Dreier holt, dürfen die Korbmacher jubeln. Die beiden Brüder Christopher und Oliver Gonnert glauben an ihr Team. TSV Aubstadt - FC Sand Unabhängig davon, wie es am Ende für den FC Sand ausgeht, ging für Oliver Gonnert ein Traum in Erfüllung: Der eigentliche Spieler der zweiten Mannschaft stieß als Auswechselspieler in den Kader der Bayernligamannschaft. "Es ist sehr schön, mit meinem Bruder zusammenzuspielen. Er ist eine starke Stütze, gerade wenn man neu ins Team kommt", so Oliver Gonnert. Der größere Bruder Christopher ist stolz: "Oliver ist ein super Sportler und er passt gut ins Team."

Nun kämpfen die beiden zusammen für das große Ziel. Der sichere Klassenerhalt ist nach den Siegen über Großbardorf (1:0), Hof (2:0) und dem ATSV Erlangen (1:0) wieder realistisch. "Die Siege sind die Belohnung für die harte Arbeit in den vergangenen Wochen", resümiert Sands Rechtsverteidiger Christopher Gonnert. Sein Bruder und Nachwuchstalent Oliver Gonnert sieht es ähnlich: "Der aktuelle Erfolg ist eine Teamleistung. Wir belohnen uns für unseren Aufwand. Die Ergebnisse geben uns noch mehr Selbstvertrauen, um noch mehr zu laufen und noch mehr zu kämpfen als der Gegner."

In der entscheidenden Saisonphase holen die Sander alles aus sich heraus und scheinen ihre größte Schwäche vorerst eliminiert zu haben: Die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Die Sander nutzten nicht nur ihre Chancen effizienter, sondern lieferten auch eine beeindruckende Abwehrleistung ab. In den vergangenen drei Matches kassierte das Team von Dieter Schlereth kein einziges Gegentor.

Doch die Herausforderung, die heute auf die Sander zukommt, ist gewaltig. Ein Sieg gegen den bereits feststehenden Meister aus Aubstadt stellt eine Mammutaufgabe dar. Zwei Gründe sprechen dennoch für einen Dreier in der Rhön: Zum einen ist bei den Aubstädtern die Luft raus, sie stehen bereits als Meister fest und werden wohl kaum an ihre Leistungsgrenze gehen.

Zum anderen haben die Sander bereits gezeigt, dass sie gegen Favoriten siegen können. Die Siege gegen den Tabellendritten Würzburger FV (2:1), den Vierten Großbardorf und Siebten Hof sprechen für sich. Oliver Gonnert sieht die Lage deshalb optimistisch: "Wir haben gegen die Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte immer sehr gute Spiel abgeliefert. Gegen Aubstadt können wir daher auch siegen."

ASV Vach muss helfen

Damit es am Ende für den sicheren Klassenerhalt reicht, benötigen die Sander allerdings Hilfe aus Vach. Bei einer Niederlage oder einem Remis der Erlanger daheim gegen den ASV Vach und einem gleichzeitigen Sieg der Sander wäre das große Ziel erreicht. "Jetzt ist alles möglich. Für uns ist wichtig, dass wir unsere Chancen vor dem Tor nutzen. Natürlich brauchen wir hierfür auch ein bisschen Glück, denn Aubstadt ist nicht umsonst Erster."

Fanbus fährt nach Aubstadt

Ob bereits eine Feier geplant ist, ließ der ältere der beiden Gonnerts offen: "Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, wird es sicher eine Feier geben. Aber das entscheidet sich erst kurzfristig." Christopher Gonnerts Einsatz für Samstag ist allerdings ebenfalls noch nicht sicher. Der 23-Jährige schlug sich mit einer Zerrung herum: "Ob ich dabei bin, kann ich leider noch nicht sagen. Ich wäre natürlich gerne am Start, werde es aber kurzfristig entscheiden müssen." Mit Ausnahme der bisherigen Verletzten sind alle Spieler einsatzbereit. Der Sander Fanbus fährt am Samstag um 13 Uhr nach Aubstadt. Anmeldungen nimmt Klaus Schneider entgegen (Tel. 01714482224).

FC Sand: Geier, Klemm - Bechmann, Karmann, Witchen, D. Schlereth, Rippstein, Reith, Steinmann, O. Gonnert, T. Schlereth, D. Schmitt, Wagner, Moser, Markof, Rugovaj

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