Krum
Fußball-Toto-Pokal

FSV Krum findet Spielfreude wieder

Das 3:1 in Aidhausen stärkt das Selbstvertrauen des FSV Krum im Bezirksliga-Abstiegskampf.
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Der FSV Krum versuchte es gegen den TSV Aidhausen immer wieder aus der Distanz - wie Florian Degen in dieser Szene. Ein Weitschuss-Tor gelang dem Bezirksligisten zwar nicht, er siegte aber trotzdem mit 3:1.
Der FSV Krum versuchte es gegen den TSV Aidhausen immer wieder aus der Distanz - wie Florian Degen in dieser Szene. Ein Weitschuss-Tor gelang dem Bezirksligisten zwar nicht, er siegte aber trotzdem mit 3:1.

Der FSV Krum und seine zwei Welten: In der Fußball-Bezirksliga läuft es nicht, im Toto-Pokal dagegen schon. Durch den 3:1-Erfolg beim TSV Aidhausen in Runde 6 haben die Burger-Schützlinge wieder etwas Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in der Liga gesammelt. TSV Aidhausen - FSV Krum 3:1 Spieler schonen für den Abstiegskampf? Das kam Tobias Burger nicht in den Sinn. Der Trainer des FSV schickte seine beste Elf ins Rennen. Eine Maßnahme, die er für unumgänglich ansah. "In unserer Situation gebietet es sich nicht, irgendwen auf die leichte Schulter zu nehmen. Einen Kreisligisten schon gleich gar nicht", sagte der Trainer nach dem 3:1 - und sah sich schon nach 30 gespielten Sekunden in seiner Annahme bestätigt. Max Frank umspielte Keeper Florian Weinmann und legte quer - Leon Winheim verstolperte den Ball aber vor dem leeren Tor. Das hätte die Aidhäuser Führung sein müssen, das wusste auch Burger: "Die Szene war sinnbildlich für unsere derzeitige Verunsicherung."

Außenseiter geht in Führung

Der Fast-Rückstand lähmte den FSV in den folgenden Minuten ein wenig, Aidhausen witterte seine Chance - und ging nach 16 Minuten in Führung. Weil ein Krumer verletzt am Boden lag, war das Zentrum entblößt. Der TSV kombinierte sich über die Außenbahn in den Strafraum, den Querpass knallte Waldemar Knaus zum 1:0 in die Maschen. Spätestens jetzt war jedem klar, dass es kein Selbstläufer für Krum werden würde. Das verinnerlichten auch die Gäste, erhöhten das Tempo und attackierten Aidhausen früher. "Da muss ich ein Kompliment an mein Team aussprechen, wir haben die richtige Reaktion gezeigt", so Burger.

Krum schaltete in den Attacke-Modus, Aidhausen sah sich in Bedrängnis. Die Belohnung folgte, als Fabian Schmitt eine Kombination im 16er mit dem Ausgleich krönte (26.). Weil Aidhausen bei einer Ecke von Felix Hart pennte und Joshua Stiltner am langen Pfosten viel Zeit und noch mehr Raum hatte, segelte sein Kopfball zur 2:1-Führung ins lange Eck (41.). "Das hat er gut gemacht", lobte Burger.

FSV Krum am Drücker

Gut war es auch, was seine Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit ablieferte: Krum ging weiterhin ein hohes Tempo und drückte auf das nächste Tor. Noch waren die Abschlüsse aber zu ungenau. Das änderte sich jedoch, als Felix Hart einen Freistoß auf das Tor zog, den TSV-Keeper nur mit dem Fuß parierte und Thomas Durst per Abstauber zum 3:1 keine Mühe mehr hatte (66.). Die weitere Richtung für die Partie schien vorgegeben, in der Folge mangelte es Krum aber am nötigen Einsatz.

"Uns hat die Konzentration in den letzten 20 Minuten gefehlt. Es war sicher auch eine Kraftfrage, man hat gemerkt, dass die Jungs müde wurden." Aidhausen bekam dagegen die zweite Luft und hätte die Partie noch einmal spannend machen können - etwa in der 85. Minute, als Stefan Göller eine Doppelchance vergab.

"Ich habe nicht unbedingt erwartet, dass meine Mannschaft auf das 4:1 geht. Ich erwarte aber, dass wir das 3:1 sauber und sicher nach Hause bringen. Letztendlich bin ich aber sehr zufrieden damit, wie wir über 70 Minuten aufgetreten sind", so Burger.

Ob seine Mannschaft die Leistung im Pokal nun auch in der Liga abrufen kann, ist natürlich eine andere Frage. Beantwortet wird diese am Sonntag um 15 Uhr im Heimspiel gegen den TSV Bergrheinfeld. FSV Krum: Weinmann - Fösel, Degen (79. Barth), Hart, F. Schmitt (51. Pasquot), Durst, J. Schmitt, Räth, Stößlein, Rippstein (68. Wittchen), Stiltner



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