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Sand am Main
Fußball-Bayernliga Nord

FC Sand wehrt sich in Unterzahl vergeblich

Der früh dezimierte Aufsteiger FC Sand leistet tapfere Gegenwehr, war aber der Sturmstärke der SpVgg Bayern Hof nicht gewachsen. Mit 3:1 setzte sich der Tabellendritte der Fußball-Bayernliga Nord zu Hause durch. Markus Schnitzer sah auf Sander Seite bereits in der 12. Minute die Rote Karte.
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Sven Wieczorek (rechts) erzielte den Sander Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1.
Sven Wieczorek (rechts) erzielte den Sander Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1.
Die Bayern begannen zögerlich und wenig zielstrebig, sodass der Gegner zunächst besser ins Spiel fand und auch die erste gute Torchance hatte, als der Sander Kapitän Thorsten Schlereth freistehend aus 14 Meter abzog und den Hofer Torhüter Schall zu einer Glanzparade zwang. Mitentscheidend ins Hintertreffen brachten sich die Sander dann selbst. Als der Hofer Mittelfeldspieler Rupprecht in der 12. Minute Markus Schnitzer den Ball wegspitzelte, wusste sich der Sander nur damit zu helfen, dass er den in zentraler Position allein aufs Tor zulaufenden Hofer kurz vor der Strafraumgrenze zu Boden zog. Die Rote Karte für den Sander war regelgerecht.

Dies brachte den FC aus dem Tritt. Nach Flanke von Holek erzielte in der 15. Minute Root mit links flach ins rechte Eck das 1:0. Genau dorthin traf in der 23. Minute auch Wirbelwind Maxi Krauß aus zwölf Metern mit dem Kopf zum 2:0. Der Sander Torwart Simon Mai hatte keine Abwehrchance.


Aber weder diese Treffer noch die Überzahl brachten Linie in das Hofer Spiel. Die kompakt stehende Sander Mannschaft verstand es vielmehr trotz Unterzahl immer wieder, schon im Mittelfeld zu stören. Glück hatten die Gastgeber in der 34. Minute, als Root im eigenen Strafraum Pickel attackierte und der Sander zu Fall kam, ein möglicher Elfmeterpfiff aber ausblieb.


Wieczorek trifft aus 25 Metern

Drei Minuten später fiel aber der Anschlusstreffer. Sven Wieczorek durfte völlig ungehindert aus gut 25 Metern abziehen, und der Ball schlug im langen Eck zum 2:1 ein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam der Hofer Sturm dann noch einmal zum Flanken, allerdings erreichte Holek den zu hohen Ball in der Mitte nicht. Insgesamt hatten die Hofer ihre deutliche Überlegenheit in den ersten 45 Minuten nicht konsequent zu weiteren Toren genutzt.

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag, als Krauß an den Pfosten schoss. Doch die Gäste wehrten sich, weiterhin tief stehend, nach Kräften. Die Hofer rannten teilweise ohne klares Konzept an, die Sander lauerten auf Konter. Lediglich Holek für Hof und Thorsten Schlereth für Sand hatten gute Chancen.

Der Hofer Coach Milo Janovsky reagierte deshalb und sorgte mit einem Doppelwechsel in der 67. Minute für neue Impulse: Thierauf kam für Fleischer, Stock ersetzte Root. Ein weiteres gutes Händchen bewies Milo Janovsky dann in der 80. Minute, als er Gezer für Sturm hereinnahm.


Entscheidung in der 87. Minute

Der sich daraus ergebende Wechsel von Krauß auf die rechte Seite trug schon in der 87. Minute Früchte: Der Rotschopf setzte sich fast bis zur Grundlinie durch, flankte gefühlvoll nach innen, wo FC-Torhüter Simon Mai versuchte, den Ball im Hechtsprung abzufangen. Er erreichte das Leder aber nur mit den Fingerspitzen, so dass es Gezer regelrecht vor die Füße fiel. Der technisch versierte Mittelfeldmann aus dem eigenen Nachwuchs hatte wenig Mühe, mit einem Schuss ins kurze Eck den 3:1-Endstand herzustellen.

Damit hatten die nicht nur zahlenmäßig überlegenen Gastgeber ein streckenweise hartes Stück Arbeit erfolgreich bewältigt, während der FC Sand für sich in Anspruch nehmen kann, es dem Favoriten trotz der widrigen Umstände schwer gemacht zu haben.

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