Sand am Main
Fußball-Bayernliga

FC Sand holt Maximum heraus

Nach drei Erfolgen am Stück musste der FC Sand beim U23-Team der Würzburger Kickers zwar ein Remis hinnehmen, kann aber zufrieden sein.
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Zwar nicht der vierte Sieg in Folge, aber ein weiter Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt: Die Spieler des FC Sand klatschen sich in dieser Szene nach dem Treffer zum 2:2-Endstand durch Thorsten Schlereth ab.Ryan Evans
Zwar nicht der vierte Sieg in Folge, aber ein weiter Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt: Die Spieler des FC Sand klatschen sich in dieser Szene nach dem Treffer zum 2:2-Endstand durch Thorsten Schlereth ab.Ryan Evans

Der vierte Sieg am Stück blieb zwar aus, der FC Sand hat in der Fußball-Bayernliga seine gute Form aber auch bei den Würzburger Kickers II unter Beweis gestellt und darf das 2:2 als weiteren Schritt in die richtige Richtung ansehen. Aufgrund von Verletzung und Platzverweis müssen zwei Stützen des FC aber vorerst pausieren. Würzburger Kickers II - FC Sand 2:2 Gegen die blutjunge Elf der Gastgeber mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 19,27 Jahren versuchten die Gäste, das Spiel von Beginn an sich zu reißen. Nicht erst abwarten, sondern direkt agieren. Man spürte, dass die vergangenen Auftritte das Selbstvertrauen der Sander gestärkt hatten.

Und die Gäste hatten bereits nach sechs Minuten den Torschrei auf den Lippen: Sven Wieczorek eroberte 25 Meter vor dem Tor den Ball und spitzelte durch zu Shaban Rugovaj. Dieser marschierte noch ein paar Meter, setzte das Spielgerät im Fallen aus zwölf Metern aber knapp neben den Pfosten.

Würzburg blieb vorerst blass und hatte Schwierigkeiten, gegen die bissigen Sander den Ball zu behaupten.

Als es schien, dass die Kickers besser ins Spiel kommen würden, schlug es auf der anderen Seite ein: Nach einem Eckball stieg Johannes Bechmann in die Luft und nickte zum 1:0 (16.) ein - der zögernde Keeper machte dabei nicht die beste Figur. Ein Tor, das allerdings die Lebensgeister der Hausherren weckte. Würzburg forcierte das Spiel über die Flügel und setzte sich dort öfter durch, als es FC-Trainer Dieter Schlereth lieb sein konnte.

Eine solche Szene führte auch zum Ausgleich, als sich Dominik Meisel über links in den Strafraum tankte und seine halbhohe Hereingabe unglücklich von der Brust von Andre Karmann zum 1:1 ins eigene Tor abgelenkt wurde (30.). Sand schaffte es kaum noch, offensive Akzente zu setzen.

Hochkaräter hatten die Kickers zwar auch nicht, hätten aber beinahe das 2:1 bejubeln können. Ein harmloser 12-Meter-Schuss wurde von einem Sander Wadenbein abgefälscht und dadurch erst gefährlich. Der Ball mogelte sich aber gerade noch am Pfosten vorbei (38.).

Bechmann am Rücken verletzt

Bitter war für Sand die Verletzung von Bechmann: Der 1:0-Schütze krachte nach einem Foul in die Bande und musste ins Krankenhaus, die Rückenmuskulatur hat etwas abbekommen, die Wirbelsäule glücklicherweise aber wohl nicht. Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, konnte am Abend noch niemand sagen. "Das sah übel aus, er hatte große Schmerzen", schilderte FC-Spielleiter Erich Barfuß.

Würzburg suchte nach Wiederbeginn die Offensive. Und der Gastgeber nutzte direkt seine erste Chance zur Führung: Zwar parierte Markus Geier den Abschluss von Dominik Meisel aus spitzem Winkel, der Stürmer brachte den abgewehrten Ball aber in die Mitte zurück - aus vier Metern musste Mike Ebui nur noch einschieben (48.). Der Rückstand lähmte die Sander nicht, er stachelte sie vielmehr an. Kurz darauf hätte Sand ausgleichen können, nach einem weiten Freistoß traf Thorsten Schlereth die Direktabnahme aus zehn Metern aber nicht ideal (53.). In der 67. Minute monierten die Hausherren vergeblich ein Handspiel, als Sand im Mittelfeld den Ball eroberte und Thorsten Schlereth auf die Reise geschickt wurde. Der Routinier behauptete im 16er die Kugel und schloss überlegt ins lange Eck zum 2:2 ab. Knapp zehn Minuten später kam Schlereth aus identischem Winkel zum Abschluss, diesmal tauchte der Keeper aber rechtzeitig ab. Der FC Sand schnupperte nun an der 3:2-Führung.

Spätestens mit Anbruch der Schlussphase klappten beide das Visier nach oben, jedes Team wollte gewinnen: Der Sekunden zuvor erst eingewechselte Janis Häuser nahm einen Pass in die Schnittstelle mustergültig mit, Geier brachte die Beine aber gerade noch zusammen und verhinderte den Tunnel zum 2:3 (80.). Als sich aber Sven Wieczorek auf Höhe der Eckfahne zu einem harten Einsteigen entschied, das der Schiedsrichter mit glatt Rot sanktionierte, war Sand darauf bedacht, zumindest den einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. "Wenn man Rot für dieses Foul gibt, muss es zehn Platzverweise im Spiel geben", bewertete Barfuß die Entscheidung grundlegend anders. Weil Würzburg nun aber Kraft und Ideen ausgingen, schaukelten die Korbmacher das Remis über die Zeit und dürfen den Punktgewinn als weiteres Etappenziel zur Mission Klassenerhalt verbuchen. "Wir können mit dem Spiel zufrieden sein und sind es auch", sagte Barfuß.

Die Statistik zum Spiel

Würzburger Kickers II: Humpenöder - Staudt, Kutzop, Saleh, Imgrund, Ebui, Meisel (80. Häuser), Langhans, Mazagg, Usta (76. Burghard), Ünlücifci / FC Sand: Geier - Karmann, Bechmann (46. Flachsenberger), Gonnert, Wieczorek, D. Schlereth, Steinmann, Schmitt, T. Schlereth, Rugovaj (89. Wagner), Reith / SR: Simon Heß (FC Heppenheim) / Tore: 0:1 Bechmann (16.), 1:1 Eigentor (30.) / 2:1 Ebui (48.), 2:2 T. Schlereth (67.) / Rote Karte: Wieczorek (83.)



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