Sand am Main
Fußball-Relegation

FC Sand bleibt nach 1:0 im Aufstiegsrennen

Jetzt "nur" noch zwei Spiele bis zur Bayernliga! Der FC Sand, Vizemeister der Fußball-Landesliga Nordwest, bleibt im Aufstiegsrennen. Er gewann am Samstag das Rückspiel beim FSV Erlangen-Bruck mit 1:0, nachdem er schon im Hinspiel mit 3:0 erfolgreich gewesen war. Wieczorek erzielte den entscheidenden Treffer.
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Der ehemalige Profi des 1. FC Nürnberg, Tomas Galasek (am Boden), packt gegen den Sander Torschützen Sven Wieczorek (vorne rechts) die Grätsche aus. Dahinter der Sander André Karmann.
Der ehemalige Profi des 1. FC Nürnberg, Tomas Galasek (am Boden), packt gegen den Sander Torschützen Sven Wieczorek (vorne rechts) die Grätsche aus. Dahinter der Sander André Karmann.
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Mit dem 3:0-Polster, das sich der FC Sand am Mittwoch im Seestadion im ersten Spiel der Relegation zugelegt hatte, war im Grunde genommen schon alles klar. Nächster Gegner der Sander wird am morgigen Dienstag, 2. Juni, um 18.30 Uhr im Seestadion die SpVgg Selbitz sein. Der Vizemeister der Landesliga Nordost setzte sich gegen den TSV Neudrossenfeld auf Grund der Auswärtstorregel durch (1:1 und 2:2).

Um den FC Sand noch aus der Relegation zu werfen, hätte es für den FSV Erlangen-Bruck schon ein kleines Fußballwunder geben müssen. Doch die sind selten, und so half es den Gastgebern auch nicht, dass sie diesmal mit dem 42-jährigen Tomas Galasek einen Routinier in ihrer Anfangsformation hatten. "Es hat Spaß gemacht", sagte der Ex-Profi des 1. FC Nürnberg zu seinem 45-minütigen Einsatz.

Zu Beginn war von Resignation beim FSV Erlangen-Bruck nichts zu spüren.
Die Hausherren waren sehr kämpferisch eingestellt, wovon die Gelbe Karte für Jan Sperber bereits in der 1. Minute Zeugnis gibt. In der von beiden Mannschaften hektisch und nervös, aber temporeich geführten Begegnung gab es zu Beginn sehr viele Nickligkeiten, so dass kein rechter Spielfluss aufkam.

Sander werden überlegen

Nach einer Viertelstunde tat der FC Sand etwas mehr für den Spielaufbau und erspielte sich eine Überlegenheit. Sebastian Götz probierte sich mit zwei Freistößen (17. und 33. Minute), die aber nichts einbrachten. Auf der anderen Seite setzte Nuhi Sylemani, neben Tim Basener der spielstärkste Brucker, ebenfalls einen Freistoß neben das Sander Tor. Ansonsten zerschellten die Offensivversuche der Hausherren immer wieder an der sattelfesten Sander Hintermannschaft. Torhüter Dominik Biemer und seine Vorderleute Rene Finnemann und Dominik Leim in der Innenverteidigung sowie Andre Schmitt und Danny Schlereth auf den Außenposten ließen den Gastgebern kaum Möglichkeiten.

Abpraller trocken verwandelt

Für den FC Sand setzte sich in der 41. Minute der aufopferungsvoll kämpfende André Karmann gut in Szene, schoss aber über den FSV-Kasten. Vier Minuten später führte ein gelungener Spielzug aber doch zum 0:1. Florian Gundelsheimer passte nach seinem Flankenlauf von der rechten Seite nach innen, wo es zwischen Florian Pickel und dem Erlangener Jan Sperber zu einer Art Pressschlag kam. Den Abpraller versenkte Sven Wieczorek aus zwölf Metern unhaltbar flach im langen Eck. Nach dieser Sander Führung unmittelbar vor der Pause hätte der FSV Erlangen-Bruck im zweiten Durchgang schon fünf Treffer erzielen müssen, um den "Schwarz-Weißen" das Weiterkommen streitig zu machen.

Nach der Pause kam beim FC Sand für den verletzten André Karmann Lucas Wirth ins Spiel, der sich nahtlos ins Mannschaftsgefüge einbrachte. Obwohl die Brucker trotz des Rückstandes noch immer aggressiv spielten, hatte die Eigner-Truppe alles im Griff und die besseren Torgelegenheiten. Sven Wieczorek (51.) und Rene Finnemann (54.) vergaben jedoch aus aussichtsreicher Position. Als der Erlanger Jan Sperber in der 52. Minute auch noch wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah, war die Begegnung praktisch entschieden. In Überzahl ließ sich der FC Sand das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen, wobei Lucas Wirth in der 56. Minute mit einem schönen Freistoß den guten FSV-Schlussmann Markus Pröll zu einer Glanzparade zwang. Auf der Gegenseite musste Dominik Biemer einen Freistoß von Nuhi Sylemani wegfausten.

Stammspieler geschont

Um seine Stammspieler Rene Finnemann und Florian Pickel zu schonen, wechselte Trainer Bernd Eigner bei Sand Thorsten Schlereth und Dinis Ribeiro ein. Beide hatten auch gleich dicke Gelegenheiten, konnten Pröll aber nicht überlisten.

Für die Hausherren hätte der nie aufsteckende Tim Basener in der 72. Minute noch den Ausgleich erzielen können, doch traf er aus halbrechter Position nur das Außennetz. In der 75. Minute handelt sich der Sander Sven Wieczorek wegen eines zu früh ausgeführten Freistoßes die zweite Verwarnung und somit die Gelb-Rote Karte ein. Auf das Spiel hatte dies keinen Einfluss mehr.

Der Sander Trainer Bernd Eigner sagte: "Nach dem 3:0-Vorsprung aus dem Hinspiel waren die Vorzeichen für uns gut. Wir mussten nochmals Einsatz und Kampfgeist zeigen, um die Taktik der Hausherren, zu einem schnellen Gegentor zu kommen, zu durchkreuzen. Dank unserer guten Defensivabteilung ist uns dies auch gelungen. Wichtig für uns war dann der Führungstreffer von Wieczorek kurz vor der Pause. Nach der Gelb-Roten Karte gegen den Brucker Jan Sperber hätten wir uns in Überzahl cleverer anstellen und die Chancen besser ausspielen müssen. Insgesamt bin ich aber zufrieden, weil wir erneut zu Null gespielt haben."
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