Eltmann

Fast erster Auswärtssieg für die Eltmanner Heitec Volleys

Die Eltmanner Heitec Volleys verlieren in Lüneburg mit 2:3.
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Auch er hätte sich über den ersten Auswärtssieg mehr gefreut als über die Auszeichnung "MVP Silbermedaille": der japanische Libero in Eltmanner Diensten, Shunsuke Watanabe. Foto: Daniel Löb
Auch er hätte sich über den ersten Auswärtssieg mehr gefreut als über die Auszeichnung "MVP Silbermedaille": der japanische Libero in Eltmanner Diensten, Shunsuke Watanabe. Foto: Daniel Löb

Trotz einer 2:1-Satzführung haben die Heitec Volleys des VC Eltmann ihre Bundesligapartie bei der SVG Lüneburg (4.) am Samstag noch mit 2:3 verloren. Im Tiebreak war schnell die Luft raus. Immerhin gelang dem Aufsteiger und Tabellenschlusslicht auswärts der erste Punkt.

Das hätte durchaus etwas werden können. Nach verlorenem ersten Satz kamen die Eltmanner in Lüneburg stark zurück, holten sich Satz 2 und 3 und hatten damit zumindest schon einmal den ersten Auswärtspunkt in dieser Saison sicher. Dass es bei diesem einen aber auch blieb, lag an den "LüneHünen", die sich noch einmal steigerten, während sich bei Eltmann zum Spielende hin immer mehr Fehler einschlichen. Im fünften Satz ging fast gar nichts mehr bei den Unterfranken, den Tiebreak verlor der VCE mit 7:15.

Trainer Marco Donat ballte die Faust, als der dritte Satz eingetütet war. Auswärts waren die Eltmanner bislang komplett leer ausgegangen, holten in sechs Partien gerade einmal drei Sätze. Und nun stand seine Mannschaft - ausgerechnet beim Tabellenvierten - nach zwei gewonnenen Sätzen dicht vor dem ersten Triumph in der Fremde. Endlich einmal zeigten die Eltmanner, dass sie auch in der "Crunch time" die Nerven behalten können. Vor allem Shunsuke Watanabe lief in den Durchgängen 2 und 3 zur Höchstform auf. Der japanische Libero holte etliche Bälle, die in die Eltmanner Hälfte flogen. Zurecht wurde der November-Neuzugang nach dem Spiel zum MVP seiner Mannschaft gewählt. Freuen konnte sich der 31-Jährige darüber letztlich aber auch nicht.

Annahme steht sicher

Die enge Halle, die niedrige Decke und der größere Druck bei den Lüneburger Aufschlägen sollten den Eltmannern dann doch zum Verhängnis werden. "Im fünften Satz haben die aufgeschlagen wie junge Götter", hatte VCE-Coach Donat den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausgemacht: den Aufschlag! Und tatsächlich: Während die Lüneburger Angaben immer schneller übers Netz flogen, hielt in puncto Aufschlaghärte auf Eltmanner Seite lediglich Carlos Antony, der insgesamt nahezu fehlerfrei agierte, dagegen. Im ersten Satz war esvor allem Eltmanns holländischer Mittelblocker Luuc van der Ent, der die Gäste auf Schlagdistanz hielt. An der Aufschlaglinie aber produzierten die Eltmanner doch wieder zu viele Fehler, der erste Durchgang ging mit 25:20 an die SVG.

Doch hatten die Unterfranken gemerkt, dass an diesem Abend eventuell etwas gehen könnte. Vor allem der Block stand nun sicher, und in der Annahme hatten "Sunshi" Watanabe und Antony mit den zu diesem Zeitpunkt noch relativ drucklosen Lüneburger Aufschlägen kaum Probleme. Die Eltmanner Führung wuchs stetig an, mit 25:21 holten die Gäste den Satzausgleich. Nun hatte Eltmann Blut geleckt, vor allem Tomas Halanda kam immer besser ins Spiel.

Der polnische Angreifer war auch verantwortlich für die vorentscheidende Drei-Punkte-Führung Mitte des dritten Satzes. Und die sollte bis zum Ende Bestand haben und zu Donats geballter Faust führen: Eltmann führte 2:1. Der vierte Satz hätte dann die Entscheidung zugunsten des VCE bringen können, der aber verzichtete auf das ganz große Risiko. Die SVG Lüneburg hingegen stellte ihr Aufschlagspiel um, wechselte den Zuspieler und war jetzt vor allem durch Blake Scheerhoorn erfolgreich - es ging in den Tiebreak.

Und in dem hielt Lüneburg den Druck beim Aufschlag hoch. Nationalspieler Anton Brehme war nicht mehr zu bremsen, er servierte die Heitec Volleys fast im Alleingang ab. Seine Aufschlagserie im finalen Durchgang sorgte dafür, dass die Anzeigetafel sich nur noch auf Lüneburger Seite änderte, von 11:7 brachte der 2,06 Meter große Mittelblocker die "LüneHünen" zum 15:7 und 3:2-Heimsieg. Die Eltmanner haben eine Woche Zeit, sich auf das "Spiel des Jahres" vorzubereiten. Am Samstag kommt mit den Volleyball Bisons Bühl (9.) ein Team der Kategorie "schlagbar" in die Bamberger Brose-Arena.

Die Statistik

VSG Lüneburg - Heitec Volleys Eltmann 3:2

(25:20, 21:25, 22:25, 25:20, 15:7) VSG Lüneburg: Koslowsky (Libero) - van Solkema, Ronkaien, Durkin, Lindberg, Brehme, Scheerhoorn, Krage, Michelau, Schlien, Thole / Heitec Volleys Eltmann: Watanabe (Libero) - Van der Ent, Krüger, Halanda, Peemüller, Prokopczuk, Werner, Jurkovicsm Hamzagic, Antony / SR: Freund (Norderstedt), Seiler (Sparrieshoop) / Zuschauer: 800 / MVP Gold: Gijs va Solkema / MVP Silber: Shunsuke Watanabe

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