Haßfurt
Eishockey

Falken bezwingen Wölfe im Penaltyschießen

Die Haßfurt Hawks gewinnen das Testspiel gegen den EC Bad Kissingen. Jan Trübenekr verwandelt den entscheidenden Penalty.
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Riesenmöglichkeit für den Haßfurter David Franek (links), doch der Kissinger Neuzugang Benjamin Dirksen behält die Ruhe und letztlich die Oberhand.  Foto: Ralf Naumann
Riesenmöglichkeit für den Haßfurter David Franek (links), doch der Kissinger Neuzugang Benjamin Dirksen behält die Ruhe und letztlich die Oberhand. Foto: Ralf Naumann

Das macht Lust auf mehr. Da waren sich am Freitagabend alle der offiziell 342 Zuschauer - darunter auch viele Spieler der Schweinfurter Mighty Dogs - im Haßfurter Eisstadion einig. Nicht nur, weil die Hawks gegen den klassenhöheren Lokalrivalen EC Bad Kissingen knapp mit 4:3 die Oberhand behielten. Beeindruckt hat auch die Art und Weise, wie die Mannschaft von Trainer Martin Reichert nach einer äußerst intensiven ersten Trainingswoche ihren ersten Test bestritt. ESC Haßfurt - EC Bad Kissingen n. P. 4:3

(1:2, 0:0, 2:1) "Es hat Spaß gemacht. Die Jungs haben sich gut bewegt", lautete das erste Fazit des 53-Jährigen, nachdem Jan Trübenekr, der zuvor für die beiden Ausgleichstreffer zum 1:1 (14.) und 2:2 (54.) gesorgt hatte, Garant für den 4:3-Erfolg war. Immerhin traf der junge Tscheche als einziger von insgesamt neun Schützen auf beiden Seiten beim entscheidenden Penaltyschießen ins Schwarze. Doch der Reihe nach.

Insgesamt verlief die schwungvolle Partie vom ersten Bully an sehr umkämpft und die beiden Unparteiischen Maximilian Reitz und Tim Laudenbach hatten auch aufgrund vieler versteckter kleiner Fouls mächtig zu tun. "Es war halt ein Derby. Und auch ein Derbyfreundschaftsspiel ist kein reines Freundschaftsspiel", kam für Reichert die teilweise hitzige Auseinandersetzung zwischen Hawks und den "qualitativ hochwertigen" und motivierten Kissinger Wölfen nicht überraschend.

Mächtig zu tun hatten dabei ebenso die drei zum Einsatz gekommenen Torhüter. Sowohl der Neu-Kissinger Benni Dirksen sowie die Haßfurter Martin Hildenbrand und Timo Jung (der Ex-Kissinger stand im letzten Abschnitt zwischen den ESC-Pfosten), waren stets gut beschäftigt. Natürlich waren die zahlenmäßig unterlegenen Gäste sichtlich bemüht, als Bayernligaaufsteiger und somit Favorit, das Eis als Sieger zu verlassen.

Kissingen gleicht spät aus

Doch der Landesligist, der bis auf Michal Babkovic, Georg Lang, Max Zösch und Lucas-Andreas Thebus komplett war, hielt bis zum Ende dagegen. Und hätte die Partie beinahe schon in der regulären Spielzeit gewonnen, nachdem David Franek bei einer doppelten Überzahl nach einer toll herausgespielten Kombination zum 3:2 erfolgreich war (58.). Erst Anton Seewald rettete die Wölfe mit dem Überzahlttreffer zum 3:3-Ausgleich 36 Sekunden vor der Sirene in die Overtime.

"Wir haben gut gekämpft. Auch die beiden Torhüter haben gut gehalten und die Leute, die im letzten Jahr pausiert haben, zeigten ansprechenden Leistungen. Es hat insgesamt gepasst", freute sich Martin Reichert über den Prestigeerfolg. Allerdings nur kurz, denn er dachte bereits wieder an die noch erforderliche Trainingsarbeit in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart am 7. Oktober. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Ihre nächsten Vorbereitungseinsätze haben die Hawks beim "Heim-Doppelpack" am Freitagabend gegen Pegnitz (19.30 Uhr) sowie am Sonntag im nächsten Derby gegen die Schweinfurter Mighty Dogs (18.30 Uhr).

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Marx, Rambacher, Bates - Kurz, Kinereisch, Trübenekr, Franek, Sramek, Hümmer, Dietrich, Stach, Kratschmer, Breyer, Vollert / SR: Laudenbach / M. Reitz / Zuschauer: 342 / Tore: 0:1 (6.) Eirenschmalz (Zimmer, Nold), 1:1 (14.) Trübenekr (Sramek), 1:2 (15.) Zimmer (Nemirowsky), 2:2 (54.) Trübenekr (Kinereisch, Sramek), 3:2 (58.) Franek (Hora, Sramek) 5-3, 3:3 (60.) Seewald (Freibergs) 4-5 / Strafzeiten: Haßfurt 18 / Bad Kissingen 20



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