Haßfurt
Eishockey

ESC Haßfutrt siegt gegen ungemütliche Sharks

Haßfurt gewinnt das Heimspiel gegen Kempten. Weil die Gäste immer ruppiger spielten, wurde es kuschelig auf der Strafbank: Dort saßen bis zu sechs Spieler.
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Haßfurts Alexander Stahl (rechts) hat den Kemptener Patrick Weigant genau im Auge. Dahinter Haßfurts Daniel Hora. Foto: Ralf Naumann
Haßfurts Alexander Stahl (rechts) hat den Kemptener Patrick Weigant genau im Auge. Dahinter Haßfurts Daniel Hora. Foto: Ralf Naumann

Spätestens am kommenden Wochenende steht der ESC Haßfurt in der offiziellen Tabelle des BEV wieder mit null Punkten am Tabellenende. Der Eishockey-Landesligist darf sich aber über die inoffizielle Tabelle der Verzahnungsrunde Gruppe B freuen. Mit 14 Zählern (63:50 Tore) stehen sie auf Platz 4 und somit voll im Kampf um den Aufstieg in die Bayernliga. Im Heimspiel gegen den ESC Kempten holten sich die Hawks einen weiteren wichtigen Dreier.

ESC Haßfurt - ESC Kempten 9:2

(2:0, 3:1, 4:1)

Zwei Tage nach dem ersten Auswärtserfolg beim Spitzenreiter Schongau legte die Mannschaft von Trainer Martin Reichert am Sonntagabend im Stadion Am Großen Anger eindrucksvoll nach und scheiterte beim 9:2-Kantersieg nur knapp am dritten zweistelligen Heimsieg in Folge

.

Dass Reichert einen weiteren Erfolg erwartet hat, ist die eine Sache. Diesen Wunsch umzusetzen, die andere. Doch die Hawks wurden den Forderungen ihres Trainers gerecht. Überraschend deutlich: "Es war nicht damit zu rechnen, dass wir die Partie so deutlich für uns entscheiden", sagte Reichert. Mit ein Grund für die gelungene Revanche nach der 10:7-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen war sicher die personelle Situation der Allgäuer, die auf ihren beiden Kontingentspieler verzichten mussten: Sowohl der Schwede Adrian Kastel-Dahl sowie der Slowake David Hornak waren krankheitsbedingt nicht mitgereist. "Da haben ihnen natürlich zwei wichtige Leute gefehlt. Für uns war trotzdem wichtig, dass wir heute gewinnen. Das haben wir und damit können wir alle sehr zufrieden sein", zog Reichert ein positives Fazit. "Fünf Punkte in zwei Partien. Viel besser geht es nicht."

Michal Babkovic, bereits in der "Alpen-Solar-Arena" dreifacher Torschütze, trug erneut mit einem Dreierpack maßgeblich zum Erfolg bei. Mit einem verwandelten Penalty eröffnete der 29-jährige Slowake in der 12. Minute eines mäßigen Drittels den Torreigen, während David Franek via Abstauber vier Minuten später auf 2:0 erhöhte.

Erst beim Stand von 5:0 (die Torschützen waren erneut Babkovic sowie Daniel Hora und Georg Lang, 21./26./30.) verkürzte Patrick Weigant im Mitteldrittel auf 5:1 (31.). Und auch während der letzten 20 Minuten, in denen Timo Jung für den ausgewechselten Martin Hildenbrand zwischen den Pfosten stand, waren überwiegend die Hawks am Drücker.

Daniel Hora, Fabian Vollert, Michal Babkovic sowie Philipp Bates (42./46./49./50.) schraubten das Ergebnis bis auf 9:1 in die Höhe, ehe Kevin Steiner noch der zweite Treffer für Kempten gelang (54.). Chancen zum zehnten Treffer gab es noch genug, in der Schlussminute standen fünf Haßfurter drei Kemptenern gegenüber. Doch alles Anrennen war letztlich vergeblich.

Viel Arbeit hatten derweil die drei Unparteiischen um Hauptschiedsrichter Philipp Sintenis im Schlussabschnitt. Während er auf Haßfurter Seite immerhin noch acht der insgesamt 16 Strafzeiten verhängte, schickte er zudem sechs Kemptener Spieler in die Kühlbox. Die Gäste provozierten die Haßfurter zunehmend mit offenen und versteckten Fouls. Bei der Schlusssirene sahen vier Sharks und zwei Hawks gleichzeitig von außerhalb zu. "Das passiert im Eishockey, wenn eine Mannschaft kommt, die sich mehr erwartet hat. Das war jetzt nichts Schlimmes", sagte Reichert. "Noch haben wir offiziell null Punkte, aber mit inoffiziell 14 schaut es ganz gut aus", sagte Verteidiger Max Hildenbrand. Der vierte Heimsieg ginge in Ordnung. "Wir haben gut gekämpft und haben es uns verdient, zu gewinnen", so der ESC-Verteidiger.

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Stahl, Max Hildenbrand, Ribarik, Marx, Rambacher, Bates - Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Zösch, Kratschmer, Breyer, Vollert / Schiedsrichter: Sintenis - Voit, Weinzierl / Zuschauer: 422 / Tore: 1:0 (12.) Babkovic (Penalty), 2:0 (16.) Franek (Babkovic, Breyer) 5-4, 3:0 (21.) Babkovic, 4:0 (26.) Hora (Sramek) 5-4, 5:0 (30.) Lang, 5:1 (31.) Weigant (Pichler), 6:1 (42.) Hora, 7:1 (46.) Vollert (Hora, Trübenekr), 8:1 (49.) Babkovic (Ribarik), 9:1 (50.) Bates (Dietrich, Breyer), 9:2 (54.) Steiner (Oppenberger) / Strafminuten: Haßfurt 16/Kempten 26



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