Haßfurt
Eishockey-Landesliga

ESC Haßfurt verliert noch nach Penaltyschießen

"Ein Punkt ist ein Punkt. Wer weiß, wofür der noch gut ist", sagte Vorstandsmitglied Andreas Kurz. Für ihn war es wichtig, dass der ESC Haßfurt in der Eishockey-Landesliga Gruppe 1 beim VER Selb 1b nicht ganz leer ausging, sondern "nur" nach Penaltyschießen mit 3:4 (1:0, 1:2, 1:1) unterlag.
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Ilja Kinereisch, der für eine zwischenzeitliche 2:0-Führung sorgte, konnte am Ende beim VER Selb 1b ebenso wenig über einen Sieg jubeln wie seine Teamkollegen. Immerhin gab es bei der 3:4-Penaltyniederlage einen weiteren Punkt für die Haßfurter "Hawks".
Ilja Kinereisch, der für eine zwischenzeitliche 2:0-Führung sorgte, konnte am Ende beim VER Selb 1b ebenso wenig über einen Sieg jubeln wie seine Teamkollegen. Immerhin gab es bei der 3:4-Penaltyniederlage einen weiteren Punkt für die Haßfurter "Hawks".
Natürlich ärgerte er sich aber ebenso wie Trainer Lubos Thür, dass die "Hawks" trotz zwischenzeitlicher 2:0- und 3:2-Führung das Rückspiel beim VER Selb 1b nicht mit dem fünften Sieg in Folge beendet haben. Im ersten Penaltyschießen der Saison zogen sie den Kürzeren. "Wir haben eigentlich zwei Punkte verloren", war die Gemütslage bei Thür unmittelbar nach der Schlusssirene im Selber Eisstadion etwas düster. Er habe zwar geahnt, dass die Oberfranken im Gegensatz zur 2:11-Schlappe beim ersten Aufeinandertreffen anders auftreten werden. Williger, bissiger, aggressiver. Doch trotz des sehr veränderten Kaders von VER-Trainer Sascha Grögor, dem gleich sechs weitere Spieler zur Verfügung standen, wäre mehr möglich gewesen.


Doppelschlag tut weh

Immerhin sorgten David Franek (10.) und Ilja Kinereisch (24.) für eine 2:0-Führung, die fast bis zur zweiten Drittelpause hielt - aber nur fast: Durch einen Doppelschlag kamen die "Wölfe" binnen 47 Sekunden und vor allem noch vor dem Beginn des letzten Abschnitts wieder zurück ins die Partie, denn Jesper Hilbig sowie Rico Warkus waren jeweils in der 39. Spielminute erfolgreich. "Wir haben am Anfang sehr gut gespielt. Zumindest 38 Minuten", sagte Thür. Die zwei schnellen Gegentore waren aber ein herber Rückschlag. "Zuvor haben die Selber nichts gemacht. Die hatten keine Chance. Und dann zwei Schüsse aufs Tor, die leider drin waren", erklärte der Trainer.

Trotzdem gab seine Mannschaft weiterhin Vollgas. David Franek stellte mit seinem neunten Saisontreffer die Führung für die Haßfurter schnell nach dem Beginn der letzten 20 Minuten wieder her (43.). Doch ließ die Antwort nicht lange auf sich warten, denn Petr Polesny war exakt eine Minute später für den erneuten Ausgleich zum 3:3 zuständig (44.). Trotz guter Möglichkeiten und einer fünfminütigen Überzahlsituation, bei der die "Hawks" aufgrund einer Spieldauerstrafe von Selb mit einem oder sogar zwei Spielern mehr auf dem Eis waren, gelang bis zur Schlusssirene kein weiteres Tor mehr.

"Schade. Diesmal haben wir in Überzahl sehr schlecht gespielt", sagte der ESC-Trainer. Polesny, der mittlerweile 42-Jährige Routinier, der viele Jahre in der 2. tschechischen Liga sowie beim EV Pegnitz aktiv war, verwandelte den entscheidenden Penalty für die Oberfranken. Dabei waren auch hier die "Hawks" zunächst mit 2:0 in Führung gegangen.


Immerhin gekämpft

Nach anfänglicher Enttäuschung zeigte sich Thür mit dem einen Zähler dann doch einverstanden: "Die Jungs haben gekämpft, da kann ich nichts sagen. Und wenigstens haben wir es geschafft, einen Zähler mit nach Hause mitzunehmen. Jeder Punkt ist gut für uns."

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