Haßfurt
Eishockey-Landesliga

ESC Haßfurt steht zweimal auf dem Prüfstand

Eishockey-Landesligist ESC Haßfurt gastiert am Freitag in Amberg und erwartet am zweiten Weihnachtsfeiertag den ESV Vilshofen.
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Trainer Martin Reichert (links) weiß um die Schwere der beiden Aufgaben der Haßfurter "Hawks" in  Amberg  und gegen  Vilshofen. Doch auch wenn die beiden Topangreifer Jakub Sramek und Michal Babkovic fehlen, soll ein weiterer Schritt Richtung Aufstiegsrunde gemacht werden.
Trainer Martin Reichert (links) weiß um die Schwere der beiden Aufgaben der Haßfurter "Hawks" in Amberg und gegen Vilshofen. Doch auch wenn die beiden Topangreifer Jakub Sramek und Michal Babkovic fehlen, soll ein weiterer Schritt Richtung Aufstiegsrunde gemacht werden.
Ein Vorweihnachtsgeschenk und vier Tage später ein nachträgliches? "Schön wär's", sagt Martin Reichert, Trainer des ESC Haßfurt (4. Platz/36 Punkte), vor den zwei anstehenden Partien in der Eishockey-Landesliga. Am heutigen Freitag (20 Uhr) treten die "Hawks" beim ERSC Amberg an, am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember (18.30 Uhr), haben sie den ESV Vilshofen zu Gast.

"Wir würden jedenfalls einen weiteren großen Schritt Richtung Aufstiegsrunde machen", sagt Reichert zu der Aussicht auf sechs Punkte. Vor allem das Auswärtsspiel beim punktgleichen Dritten ERSC Amberg hat es in sich. Aber auch beim traditionellen Weihnachts-Heimspiel am zweiten Feiertag, diesmal gegen den ESC Vilshofen (11./13), ist trotz des vorletzten Tabellenplatzes des Gegners das Wort "locker" sicher fehl am Platz.

Einerseits weiß Reichert, dass sich die "Hawks" bei aktuell noch zehn Punkten Vorsprung auf Platz 6 sowie teils mehreren Spielen weniger als die Konkurrenz immer noch in einer sehr guten Ausgangslage befinden. Deshalb stehe das Team am Freitag "keineswegs unter Druck. Natürlich wollen wir uns in Amberg gut verkaufen und zumindest nicht leer ausgehen. Andererseits sind wir selbst bei einer Niederlage noch voll im Soll". Er weist die Favoritenrolle nicht nur aufgrund der 2:5-Heimniederlage im ersten Aufeinandertreffen seinem Kollegen Alex Reichenberger zu. Die "Wilden Löwen" präsentieren sich in dieser Saison vor heimischen Fans als sehr stark. Einzig der SE Freising gelang es, beim knappen 5:4-Erfolg drei Zähler mit nach Hause zu nehmen. Ansonsten aber gab es nur Siege für die Hausherren, unter anderem gegen die unterfränkischen "Hawks"-Rivalen Bad Kissingen (2:1 nach Verlängerung) und den Schweinfurter "Mighty Dogs" (5:3), die sich beim Spitzenspiel am vergangenen Sonntag beim EHC Königsbrunn aber keine Blöße gaben und nun an der Spitze thronen.


Nur nicht ausrutschen

Fest steht, dass am Dienstag gegen den Namensvetter aus Vilshofen kein Ausrutscher passieren sollte, um sich auf der Zielgeraden nicht noch selbst unnötig unter Druck zu setzen. "Wir sind uns alle der großen Chance bewusst, weiter den Abstand auf die Abstiegsrunde vergrößern zu können", ist sich Reichert "sicher, dass die Jungs hochkonzentriert und willensstark" zu Werke gehen.

Auch, oder gerade weil er - wie schon am Freitag - neben den verletzten Jakub Sramek und Pascal Marx auch auf den privat verhinderten Michal Babkovic verzichten muss und somit das "Top-Sturmduo" fehlt, hofft er beim Weihnachtsheimspiel wie schon in den Vorjahren auf lautstarke Unterstützung von sehr gut besetzten Zuschauerrängen. "Das pusht die Mannschaft natürlich noch mehr. Ich glaube fest daran, dass wir gegen Vilshofen erneut als Sieger vom Eis gehen", zeigt er sich optimistisch, nach dem knappen Erfolg beim ersten Aufeinandertreffen Anfang November mit der fragwürdigen "Eishockeywasserschlacht" im Openair-Stadion der "Wölfe" erneut die Oberhand zu behalten.
Zwar gewann die Mannschaft seines Kollegen Trainer Peter Straka, die trotz 14 Neuzugängen ihren eigenen Erwartungen weit hinterherhinkt und bereits für die Abstiegsrunde planen kann, ihr letztes Auswärtsspiel bei den "Black Bears" in Freising überraschend deutlich mit 7:2. Doch schon gegen den ESV Burgau gab es zwei Tage später eine 6:7-Niederlage - die zehnte der Saison. "Wir haben es selbst in der Hand und sind weiterhin nicht auf andere angewiesen. Damit dies auch so bleibt, benötigen wir einen weiteren Heimsieg", umschreibt Martin Reichert seine Erwartungshaltung für Dienstagabend. Die Zuschauer dürfen sich neben Eishockey auch wieder auf die große Weihnachtstombola freuen, bei der es attraktive Preise zu gewinnen gibt.


Nachholspiel am 28. Dezember

Derweil wird die kurzfristig ausgefallene Partie das Haßfurter "Hawks" gegen die "Devils" des EC Ulm/Neu-Ulm am Donnerstag, 28. Dezember, nachgeholt. Beginn im Stadion am Großen Anger ist um 19.30 Uhr. Damit sind die Haßfurter vor dem Jahreswechsel in den Spielen gegen Vilshofen, Ulm und in Dingolfing (Samstag, 30. Dezember) innerhalb von fünf Tagen noch drei Mal gefordert.
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