Haßfurt
Eishockey-Landesliga

ESC Haßfurt siegt zu Hause ungefährdet

Der ESC Haßfurt ließ in der Eishockey-Landesliga dem Drittletzten ESC Vilshofen mit 11:0 keine Chance. Am Donnerstag kommt Vorletzter Ulm/Neu-Ulm.
Artikel drucken Artikel einbetten
In den ersten acht Minuten noch Feldspieler, danach aufgrund einer Verletzung Torwart: Der Vilshofener Joel Aretz (rechts) hatte alle Hände voll zu tun.  Haßfurts Alexander Stahl scheitert am "Wölfe"-Schlussmann, der sich auf die Scheibe geworfen hat.
In den ersten acht Minuten noch Feldspieler, danach aufgrund einer Verletzung Torwart: Der Vilshofener Joel Aretz (rechts) hatte alle Hände voll zu tun. Haßfurts Alexander Stahl scheitert am "Wölfe"-Schlussmann, der sich auf die Scheibe geworfen hat.
"Du bist der Spieler des Abends", skandierten die Haßfurter Fans anerkennend Richtung Gästetorwart. Und das, nachdem der ESC Haßfurt in der Eishockey-Landesliga sein Heimspiel gegen den ESC Vilshofen mit 11:0 (4:0, 3:0, 4:0) gewonnen hatte.

In den ersten acht Minuten der Partie der Haßfurter "Hawks" gegen die "Wölfe" aus Vilshofen spielte Joel Aretz noch im Angriff. Erst beim Spielstand von 2:0 stellte er sich zwischen die Pfosten - wenn auch nicht ganz freiwillig. Und dass er noch weitere neun Gegentreffer kassierte, spielte eigentlich keine große Rolle.


Behandlungspause hilft nicht weiter

Ihm war es zu verdanken, dass das ESC-Weihnachtsheimspiel im Stadion Am Großen Anger überhaupt regulär über die Bühne ging, schließlich musste Maximilian Mischick, der eigentliche Vilshofener Ersatzschlussmann, bereits nach dem zweiten Tor der "Hawks" durch Alexander Stahl (8.) verletzungsbedingt vom Eis. Als trotz einer fünfminütigen Behandlungspause an der bereits lädierten Schulter ein Weiterspielen nicht mehr möglich war, wollten die "Wölfe" die Begegnung zuerst mit einem sechsten Feldspieler und ohne Schlussmann fortsetzen, da kein weiterer Ersatztorwart im nur 13-köpfigen Aufgebot stand. Dann ließ sich Stürmer Joel Aretz doch überzeugen, sich in Tor zu stellen. Nach einer weiteren zehnminütigen Umziehpause wurde die Partie schließlich wieder angepfiffen.

Vermutlich aus Rücksicht verzichteten die "Hawks" im weiteren Verlauf jedoch auf allzu harte Schüsse und wollten vielmehr spielerisch zum Erfolg kommen. Dies gelang nur phasenweise. Trotzdem schraubten die hochüberlegenen "Hawks" das Ergebnis bis zum Ende auf 11:0 in die Höhe, unter anderem durch einen "Dreierpack" von Nachwuchsstürmer Fabian Vollert.


Nur zehn Strafminuten

Ein Ehrentreffer blieb den Gästen, die keine Chance mehr auf das Erreichen der Aufstiegsrunde mehr haben und auf überhartes Einsteigen verzichteten (die Schiedsrichter Thorsten Lajoje und Tim Laudenbach verteilten insgesamt lediglich zehn Strafminuten), verwehrt, wenngleich das Bemühen bis zur Schlusssirene vorhanden war. Doch ein glänzend aufgelegter ESC-Schlussmann Martin Hildenbrand, der beim 5:0 durch Manuel Kurz sogar seinen zweiten "Assist" bekam, brachte seinen zweiten "Shutout" unter Dach und Fach.

"Das war mal was Neues. Keine Verletzten, wenig Strafzeiten. Wir sind zufrieden", war der Haßfurter Trainer Martin Reichert mit der etwas ungewöhnlichen und meist sehr einseitigen Partie einverstanden. Ihm ging es nicht darum, dass seine Mannschaft aufgrund eines "Laien" im Vilshofener Gehäuse ein Schützenfest veranstaltet. "Ob neun, elf, 13 - völlig egal. Mir war wichtig, dass alle spielen und wieder in den Rhythmus kommen", machte der ESC-Trainer deutlich.


Sramek ist wieder dabei

Und nicht nur er hat sich gefreut, dass Tospcorer Jakub Sramek (der Tscheche erzielte das 6:0, 22.) nach längerer Verletzungspause wieder mit von der Partie war. Ebenso hatte David Franek seine Erkrankung auskuriert. Durch ihren zweiten zweistelligen Saisonsieg haben die "Hawks" als erste Mannschaft der Landesliga Gruppe 1 die Schwelle von 100 erzielten Toren erreicht. Viel wichtiger sind jedoch drei weitere Punkte für das Erreichen der Aufstiegsrunde.

Am Donnerstagabend könnten Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen nun mit einem weiteren Heimsieg den Sack in dieser Richtung endgültig zumachen, wenn die "Devils" des ESC Ulm-/Neu-Ulm zum Nachholspiel in Haßfurt antreten. Beginn der Partie ist um 19.30 Uhr.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren