Haßfurt
Eishockey-Bayernliga

ESC Haßfurt fällt früh aussichtslos zurück

Der ESC Haßfurt wartet weiter auf seine ersten Punkte in der Eishockey-Bayernliga. Gegen den TSV Peißenberg kassierte der Aufsteiger mit 1:6 (1:4, 0:2, 0:0) vor rund 250 Zuschauern die dritte Heimniederlage der Saison. Trainer Kacharvich war mit dem Einsatz seiner Spieler nicht zufrieden.
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Haßfurt Topscorer Eugen Nold (Zweiter von rechts) schnappt sich den Puck und läuft aufs Peißenberger Tor. Die "Eishackler" Valentin Hörndl (links) und sein Teamkollege Dominik Ebentheuer können ihn daran nicht hindern. Im Hintergrund Patrik Dzemla.
Haßfurt Topscorer Eugen Nold (Zweiter von rechts) schnappt sich den Puck und läuft aufs Peißenberger Tor. Die "Eishackler" Valentin Hörndl (links) und sein Teamkollege Dominik Ebentheuer können ihn daran nicht hindern. Im Hintergrund Patrik Dzemla.
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Diejenigen, die sich am Sonntagabend für den "Tatort" im Ersten und gegen das Heimspiel des ESC Haßfurt entschieden haben, lagen in einem Punkt sicher richtig: Sie erlebten mehr Spannung. Im Haßfurter Eisstadion dagegen war nach dem ersten Drittel (1:4) bereits alles entschieden, und am Ende gewann der TSV Peißenberg mit 6:1 (4:1, 2:0, 0:0) die Begegnung in der Eishockey-Bayernliga klar.

Immerhin kassierten die Haßfurter Puckjäger, die nach nunmehr sechs Spieltagen weiterhin mit null Punkten am Tabellenende stehen, in den letzten 40 Spielminuten nur noch zwei Gegentreffer, so dass sich die sechste Niederlage, wie schon zuvor in Miesbach, noch einigermaßen in Grenzen hielt. Ein echter Trost für die enttäuschten Fans war dies freilich nicht.

Anschlusstreffer sorgt nur kurz für Hoffnung

"Wir müssen einfach lernen, drei Drittel zu spielen", sagte der ebenfalls geknickt wirkende Doug Kacharvich. Damit meinte er vor allem den ersten Spielabschnitt, als Daniel Lenz (8.) und Teamkollege Marco Mooslechner (11.) relativ einfach und ohne echte Gegenwehr ein 0:2 herausschossen. Und die Freude darüber, dass Christian Dietrich mit seinem zweiten Saisontreffer nur 31 Sekunden später für den Anschluss sorgte, währte nicht lange: Florian Barth (17.) sowie der ehemalige Haßfurter ERCler Sebastian Buchwieser (18.) erhöhten auf 1:4, was für die "Hawks" an diesem Abend so gut wie uneinholbar war.

Als Martin Hinterstocker im zweiten Abschnitt mit einem Doppelschlag das Ergebnis sogar auf 1:6 in die Höhe schraubte (28., 31.), bahnte sich ein weiteres Schützenfest gegen den Aufsteiger an. Kacharvich nahm daraufhin eine Auszeit, richtete einige deutlich Worte an die Mannschaft mit der Forderung nach Einsatz und ersetzte den bedauernswerten ESC-Schlussmann Timo Jung, der oftmals sehr im Stich gelassen wurde, durch Martin Hildenbrand. "Das war nicht gegen Timo. Aber ich musste etwas tun. Es war der einzige für mich mögliche Wechsel. Und danach wurde es auch ein bisschen besser", urteilte der Kanadier, fügte aber hinzu: "Richtig geholfen hat es uns letztlich nicht."

Im Schlussdrittel steigern sich die "Hawks"

Wenigstens hielt Hildenbrand seinen Kasten sauber. Richtig Eishockey spielten die Haßfurter Puckjäger dann während der letzten 20 Minuten, die zumindest torlos blieben. "Da hat die Mannschaft gekämpft", zeigte sich Kacharvich, der sich längst mit der dritten Heimpleite in Folge abgefunden hatte, einverstanden.

Der 66-Jährige musste auf der einen Seite die spielerische Überlegenheit der Peißenberger anerkennen. Mit der kämpferischen Einstellung über weite Strecken, die selbst ein Spieler der eigenen Mannschaft als "luschenhaft" bezeichnete, war er freilich keineswegs zufrieden. "Wenn wir in dieser Liga gewinnen wollen, dann brauchen wir nicht nur Punkte von Eugen", sagte Doug Kacharvich und sprach damit die Leistung von potenziellen weiteren Leistungsträgern an. Doch sowohl der noch torlose Ales Stribny als auch Martin Oertel, Patrik Dzemla oder Zoltan Revak, die bislang jeweils nur ein Mal in Schwarze trafen, blieben bislang weit hinter den in sie gesetzten Erwartungen zurück.

Am Freitag steht das Gastspiel beim ESC Dorfen auf dem Spielplan, bevor am Sonntag dann der EV Moosburg an den großen Anger kommt.




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