Haßfurt
Eishockey-Bayernliga

ESC Haßfurt darf in Germering nur kurz hoffen

Die sportliche Talfahrt beim ERC Haßfurt geht weiter, während die "Wanderers" Germering ihren Abwärtstrend stoppten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Eugen Nold (rechts) gelangen bei der 3:8-Niederlage in Germering seine Saisontreffer acht und neun. Im Weihnachtsheimspiel gegen Miesbach (Donnerstag, 18.30 Uhr) möchte der Angreifer am liebsten auch wieder jubeln.
Eugen Nold (rechts) gelangen bei der 3:8-Niederlage in Germering seine Saisontreffer acht und neun. Im Weihnachtsheimspiel gegen Miesbach (Donnerstag, 18.30 Uhr) möchte der Angreifer am liebsten auch wieder jubeln.
Nachdem beide Kontrahenten jeweils die letzten sieben Spiele verloren hatten, gewannen die Münchener Vorstädter mit 8:3 (1:0, 4:1, 3:2) das direkte Duell in der Eishockey-Bayernliga

Wie die Begegnung im mit 123 Zuschauern nur schwach gefüllten "Polarium" ausgegangenen wäre, wäre das "Bauerntrick"-Tor von Eugen Nold beim Stand von 6:3 für die Hausherren zehn Minuten vor dem Ende anerkannt worden, bleibt hypothetisch. Dass der Puck "eindeutig im Tor" war, dessen zeigte sich Peter Vogel sicher.

Vogel sieht einen Aufwärtstrend

Trotz der achten Pleite in Folge spricht der Abteilungsvorstand dennoch von einem "kleinen Aufwärtstrend. Man merkt schon, dass es anders wird." Das zeige auch die Tatsache, dass die Mannschaft um Germerings Trainer Sebastian Wanner die ersten 20 Minuten nur knapp mit 1:0 für sich entschied und die "Hawks" durchaus Möglichkeiten für ein besseres Abschneiden hatten. Und nachdem der Ex-Haßfurter Martin Dürr Mitte des zweiten Drittels erhöht hatte, markierte Verteidiger Dennis Friedberger auf Zuspiel von Pavel Weiß nur 19 Sekunden später den 2:1-Anschluss (jeweils 30.).

Danach aber setzte wieder der bereits nach der Schlappe gegen Sonthofen von ESC-Interimscoach Martin Reichert angesprochene Schlendrian ein, was die Germeringer zu drei weiteren Treffern nutzten (34., 36., 40.). Nachdem Maximilian Vater im letzten Abschnitt auf 6:1 erhöht hatte (47.), schien die Niederlage besiegelt. Doch mit einem Doppelpack binnen 45 Sekunden brachte Eugen Nold die Haßbergler nochmals auf 6:3 heran (48., 49.).

Der Gegner nutzt die Enttäuschung aus

Den vermeintlichen vierten ESC-Treffer, den die 20 mitgereisten Haßfurter Schlachtenbummler bereits feierten, erkannte Hauptschiedsrichter Marc Paitzies aber wie oben erwähnt nicht an. Den Haßfurter Frust über den nicht gegebenen Treffer nutzten erst Christian Czaika (51.) und später Benedikt May (56.), um auf 8:3 zu erhöhen.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist der TEV Miesbach zu Gast

Zumindest am Heiligabend können sich die Spieler der "Hawks" ganz ihren Familien widmen, doch bereits am ersten Weihnachtsfeiertag bittet Interimstrainer Martin Reichert am Morgen zu einem lockeren Training für die traditionelle Weihnachtspartie am zweiten Feiertag (18.30 Uhr). Nach den jüngsten teils deprimierenden Niederlagen hängen aber auch gegen den TEV Miesbach (4. Platz / 40 Punkte) am Donnerstag zu Hause "sehr, sehr hoch", wie Peter Vogel einräumt. "Zusammen mit Memmingen, Sonthofen, Waldkraiburg und Lindau ist das ein weiterer echter Kandidat für den Aufstieg in die Oberliga", sagt er und hat "ganz großen Respekt" vor den Oberbayern.

Zwar habe die Mannschaft von Trainer Michael Lehmann aufgrund des stark besetzten Kaders "nur ganz wenig Schwächen". Doch unschlagbar seien die Miesbacher nicht. "Dass auch ein krasser Außenseiter Chancen hat, hat der EHC Nürnberg bewiesen", verweist Vogel auf die überraschende 1:2-Penaltyniederlage des Tabellenvierten bei den Mittelfranken. "Und gegen die anderen Topfavoriten Lindau und Memmingen haben unsere Hawks ihre besten Spiele gemacht." Auf die Zuschauer wartet eine große Weihnachtsverlosung mit vielen Preisen.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren