Haßfurt
Eishockey

Ersatzgeschwächter ESC erkämpft einen Punkt

Die Haßfurter geben sich im Topspiel der Landesliga in Amberg erst in der Verlängerung mit 3:4 geschlagen. Mit Jan Trübenekr läuft ein neuer Stürmer auf.
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Immerhin zwei Assists steuerte Michael Breyer (links) zum Punktgewinn der Haßfurter "Hawks" beim ERSC Amberg bei.  Foto: Ralf Naumann
Immerhin zwei Assists steuerte Michael Breyer (links) zum Punktgewinn der Haßfurter "Hawks" beim ERSC Amberg bei. Foto: Ralf Naumann
Nein, die personellen Voraussetzungen waren gar nicht gut. Neben den verletzten Jakub Sramek und Pascal Marx, dem aus privaten Gründen fehlenden Michal Babkovic oder den beruflich verhinderten Ilja Kinereisch und Philipp Bates musste ESC-Trainer Martin Reichert auch noch auf den erkrankten David Franek verzichten. Und so konnte der Haßfurter Trainer für das Topspiel beim ERSC Amberg gerade einmal zwölf Feldspieler aufbieten. Die Gegenwehr der restlichen "Hawks" reichte trotzdem, um zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.
Die knappe 3:4-Niederlage besiegelte Ambergs Thomas Schreier immerhin erst in der Verlängerung - und das in Überzahl, als Jan Trübenekr auf der Strafbank saß. "Jan wer", fragten sich die mitgereisten Haßfurter Schlachtenbummler bereits beim Aufwärmen, als sie einen neuen Spieler bei den "Hawks" entdeckten. "Das hat sich kurzfristig ergeben", erklärte Martin Reichert die schnelle Verpflichtung des 23-jährigen Tschechen, der wie Daniel Hora in der Jugend des HC Litvinov groß geworden, ein Freund von Jakub Sramek ist und auf dessen Empfehlung nach Haßfurt wechselte. Nach erfolgreichem Probetraining unter der Woche sowie besonders aufgrund des Ausfalls der drei Topscorer ging die Verpflichtung von Trübenekr dann rasch über die Bühne.


Neuzugang Trübenekr trifft

Der flinke Mittelstürmer, der zuletzt beim Zweitligisten HC Most unter Vertrag stand und an den Drittligisten HC Draci Bilina ausgeliehen war, führte sich gut ein und brachte die Kreisstädter in der 14. Minute sogar mit 2:1 in Front. "Das ist genau das, was wir als Mittelstürmer noch gesucht haben", freute sich Reichert.
Eine halbe Minute zuvor sorgte derweil Georg Lang mit dem zweiten Überzahltreffer an diesem Abend für den Ausgleich (13.), nachdem David Rybak die "Wild Lions", die sich kurz zuvor von Trainer Alex Reichenberger getrennt hatten und überraschend den ehemaligen Spieler Dirk Salinger als seinen Nachfolger präsentierten, frühzeitig mit 1:0 in Führung geschossen hatte (3.). Und auch der 2:2-Ausgleich der Oberpfälzer durch Felix Köbele (36.) sowie die erneute Führung zum 3:2 (Torschütze war Dominik Schopper, 51.) brachten den unbändigen Kampfeswillen der Gäste durcheinander.


Hildenbrand sicherer Rückhalt

Dank des enormen Einsatzes nutzte ESC-Kapitän Christian Dietrich erneut eine Überzahlsituation aus, um den 3:3-Ausgleich zu erzielen (54.). Diesen retteten er und seine Teamkollegen über die Zeit. Großen Anteil daran hatte bis zu diesem Zeitpunkt wieder "Hexer" Martin Hildenbrand, der zahlreiche Großchancen der überlegenen Amberger zunichte machte. Eine Strafzeit gegen Jan Trübenekr elf Sekunden vor der Schlusssirene gab letztlich den Ausschlag, dass die erschöpften "Hawks" in der Verlängerung nach 47 Sekunden das 4:3 kassierten. Dennoch war Reichert zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft, die "einfach überragend gespielt" habe. "Der Sieg für Amberg war sicherlich verdient. Aber das, was meine Jungs heute gezeigt haben, verdient vollsten Respekt."
ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Dietz - Hora, Thebus, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand - Kurz, Trübenekr, Lang, Hümmer, Dietrich, Breyer, Vollert / SR: Grech / Graf, Voigt / Zuschauer: 612 / Torfolge: 1:0 (3.) Rybka (Schreier, Troglauer), 1:1 (13.) Lang (Breyer, Hora) 4-5, 1:2 (14.) Trübenekr (Hora, Breyer) 4-5, 2:2 (36.) Köbele (Bartel, Schönberger), 3:2 (51.) Schopper (Heilman, Hampl), 3:3 (54.) Dietrich (Hora) 4-5, 4:3 (61.) Schreier 4-3 / Strafzeiten: Amberg 10 / Haßfurt 14
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