Eltmann
Volleyball-Bundesliga

Eltmanner mit Libero Watanabe trotz Niederlage auf neuem Level

Die Heitec Volleys verlieren nach einem umkämpften ersten Satz in Unterhaching mit 0:3. Filho fällt mit einem Mittelhandbruch aus.
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Der japanische Libero Shunsuke Watanabe hatte am Sonntag im Auswärtsspiel in Unterhaching seinen ersten Einsatz im Trikot der Heitec Volleys. Foto: Daniel Löb
Der japanische Libero Shunsuke Watanabe hatte am Sonntag im Auswärtsspiel in Unterhaching seinen ersten Einsatz im Trikot der Heitec Volleys. Foto: Daniel Löb

Wenige Tage hatte er bisher, um sich einzugewöhnen - in einem neuen sportlichen Umfeld, in einem neuen Kulturkreis. Trotzdem zählte der japanische Libero Shunsuke Watanabe schon zu den Leistungsträgern der Heitec Volleys (11.) bei ihrem Auswärtsspiel in der Bundesliga bei den Hypo Tirol AlpenVolleys Haching (4.). Zwar verloren die Eltmanner vor rund 850 Zuschauern in 89 Minuten mit 0:3 (29:31, 15:25, 22:25), doch sind sie mit dem 31-jährigen Mann aus dem Land der aufgehenden Sonne auf einem neuen Level angekommen.

Bei den Hachingern ist womöglich nach durchwachsenem Saisonbeginn der Knoten geplatzt. Auch in Haching fehlte dem VCE Roosewelt Filho. Den brasilianischen Routinier setzt ein im Training erlittener Bruch der rechten Mittelhand bis Mitte Dezember außer Gefecht. Mutig gingen die Eltmanner den ersten Satz an, schlugen mit hohem Risiko auf - mit Erfolg. Aus einem 2:4 und 5:7 machten sie eine 9:8-Führung. Die Hachinger schienen nicht beeindruckt, es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Schnell war klar: Libero Watanabe hat mit seinem exakten, kraftvollen Wirken auf dem Feld und mit seiner Emotionalität dem Spiel des Donat-Teams neue Sicherheit gegeben. Der Japaner riss seine neuen Teamkameraden mit. Drei Satzbälle vergaben die Eltmanner in Folge, die Oberbayern verwandelten ihren dritten zum 31:29.

Der glücklich gewonnene erste Satz gab dem Gastgeber Sicherheit, beim Stand von 5:1 nahm VCE-Coach Donat nicht seine erste und letzte Auszeit. Vergebens. Die Hachinger spielten solide weiter, bei den Unterfranken machten sich Unsicherheiten und Fehler breit. Über ein 19:11 sicherte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Chrtiansky den zweiten Durchgang mit 25:15. Die Eltmanner gaben nicht auf, forderten ihren Gegener in Satz 3 wieder voll. Beim Stand von 14:12 stellte Donat sein Team neu ein. Wieder vergebens. Die Haching-Innsbrucker Mannschaft nutzte ihren zweiten Matchball und ließ sich mit 25:22 den Sieg nicht mehr nehmen. Schwacher Trost: Carlos Antony erfuhr auf Eltmanner Seite die "MVP"-Ehrung, wertvollster Hachinger war Paulo Victor Costa da Silva.

Die Analyse von VCE-Coach Donat: "Glückwunsch an Haching zum Sieg. Uns fehlte im ersten Satz das Glück bzw. die Abgezocktheit, denn wir haben zwei Chancen auf der Hand und machen den Satz nicht zu. Dann haben die AlpenVolleys den Druck erhöht und wir konnten uns die Möglichkeiten zum Punkten nicht erarbeiten. Unser Zuspiel wurde unpräzise und wir haben die Mitte zu wenig eingesetzt. Was ich sehr gut finde: Unser Team gibt sich nach dem deutlichen zweiten Durchgang nicht auf und spielt im dritten Satz wieder gut mit. Jonas Sagstetter hat heute sehr gut gespielt und die Annahmequalität unseres neuen Liberos Shunsuke Watanabe ist eine deutliche Verbesserung für uns."

Der Hachinger Trainer Chrtiansky erklärte: "Ein tolles Spiel, wir mussten uns voll ins Zeug legen. Mit unserem Aufschlagdruck haben wir Eltmann geknackt, und im Block bei den wichtigen Spielsituationen gut zugegriffen. Wenn man sich die Liga anschaut, dann ist das brutal, das alle Teams so stark sind. Das macht es aber für die Clubs und Fans sehr attraktiv."

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