Eltmann
Volleyball

Eltmann zeigt im Vergleich mit Herrsching Erstligaformat

Die Heitec Volleys messen sich testhalber mit Herrsching. Die Bilanz gegen den Bundesliga-Konkurrenten: Sieg und Niederlage.
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Ein Alleskönner im Eltmanner Trikot: Carlos "Kadu" Antony (links, hier beim Schmettern) glänzte mit einer Annahmequote von 76 Prozent. Foto: Daniel Löb
Ein Alleskönner im Eltmanner Trikot: Carlos "Kadu" Antony (links, hier beim Schmettern) glänzte mit einer Annahmequote von 76 Prozent. Foto: Daniel Löb

Die Heitec Volleys scheinen in der Bundesliga angekommen zu sein. In zwei Testspielen in der Vorbereitung auf die am 12. Oktober beginnende Erstliga-Saison kassierte der Aufsteiger am Samstagabend bei den WWK Volleys Herrsching eine 1:3 (25:22, 22:25, 21:25, 19:25)-Niederlage. Einen Tag später revanchierten sich die Franken in der Eltmanner Georg-Schäfer-Halle und gewannen gegen den selbst ernannten "geilsten Club der Welt" mit 3:1 (30:28, 20:25, 25:17, 25:19).

Am Ammersee erzielten Carlos "Kadu" Antony (15), Gastspieler Peter Ostwik (9), Roosewelt Filho (8) und Irfan Hamzagic (7) die meisten Punkte. Beim Rückspiel in der Georg-Schäfer-Sporthalle gehörten Irfan Hamzagic (18), Roosewelt Filho (13), Carlos "Kadu" Antony (12), Gastspieler Peter Ostwik (9) und Mircea Peta (7) zu den besten Scorern. Überragender Annahmespieler beim Match in Eltmann war der Brasilianer-Franzose Antony mit einer fantastischen Quote von 76 Prozent.

Die Volleyballer vom Ammersee stiegen in der Saison 2014/15 in die Bundesliga auf und etablierten sich im Laufe der Jahre im Oberhaus. Wie in den vergangenen vier Spielzeiten erreichten sie in der vergangenen Punkterunde die Play-offs. Doch bereits im Viertelfinale war Endstation für den Siebten nach der Hauptrunde. Im dritten und entscheidenden Spiel verlor die Mannschaft von Coach Max Hauser bei den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching mit 1:3.

Als Handicap wirkte sich beim fränkischen Erstliga-Aufsteiger besonders aus, dass er nicht in Bestbesetzung antreten konnte. In beiden Partien fehlten der slowakische Ex-Nationalspieler Tomas Halanda, der wegen Kniebeschwerden geschont wurde, sowie die Nationalspieler Mathäus Jurkovics (Österreich) und Luuc van der Ent (Niederlande). Beide Mittelblocker, die für ihre Nationalteams bei der Europameisterschaft in Belgien antreten, kommen definitiv am kommenden Mittwoch nach Franken. Sie sind also erstmals beim internationalen Turnier in Lissabon vom 27. bis 29. September dabei.

In Anbetracht der ausgeglichenen Bilanz in den ersten ernsthaften Testspielen zog Heitec-Volleys-Cheftrainer Marco Donat ein positives Fazit: "Die Ergebnisse in solchen Vorbereitungspartien sind eigentlich zweitrangig. Die Satzverläufe zeigen aber, dass wir uns einigermaßen auf Augenhöhe mit unserem Erstligakonkurrenten befinden. Mir hat vieles gut gefallen. Letztlich haben wir uns aber zu viele Fehler geleistet, sonst hätten wir schon in Herrsching gewinnen können. Ich weiß jetzt jedenfalls, an welchen Stellschrauben ich drehen muss."

Optimistisch stimmt Donat der Auftritt seiner Schützlinge in der Eltmanner Georg-Schäfer-Halle: "Unterstützt von unseren treuen Fans haben wir viel Einsatz gezeigt, teilweise hervorragend aufgeschlagen und die Bälle gut angenommen. Leider spielten wir oft zu langsam, bewegten den Ball nicht schnell genug, waren manchmal ein wenig nervös und beim Blocken zu spät dran. "

Das bestätigen die Zahlen: Herrsching gelangen in eigener Halle 14 erfolgreiche Blocks, den Heitec Volleys nur sechs. Einen Tag später lautete die Bilanz 8:3 für die Franken.

Sehr zufrieden war auch Heitec-Volleys-Manager Rolf Werner: "Das sah auf Erstliga-Niveau streckenweise schon sehr gut aus, wenn man bedenkt, dass bei uns noch drei Topspieler fehlten. Dennoch möchten wir den Ball flach halten. Unter Wettkampfbedingungen kann alles schon ganz anders aussehen. Wir wissen, was wir können, aber auch wo wir noch zulegen müssen."

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