Eltmann
Volleyball

Eltmann muss den Fluch brechen

In Mainz haben sich die Heitec Volleys in der Vergangenheit nie mit Ruhm bekleckert. Es sei wie verhext, meinen manche. Das soll sich heute ändern.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dreifacher Abwehr-Block der Heitec Volleys: Im Hinspiel in Eltmann versuchten Merten Krüger, Sven Kellermann und Georgi Stoyanow (von links) einen Schmetterball des Mainzers Frederik Mingers zu entschärfen.  Foto: Werner Haala
Dreifacher Abwehr-Block der Heitec Volleys: Im Hinspiel in Eltmann versuchten Merten Krüger, Sven Kellermann und Georgi Stoyanow (von links) einen Schmetterball des Mainzers Frederik Mingers zu entschärfen. Foto: Werner Haala

Der Mainzer Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalszeit. Und der ist in diesem Jahr erst am vierten März. Doch für die Heitec Volleys könnte bereits der kommende Sonntag zum sportlichen Rosenmontag werden. Um 16 Uhr müssen die Eltmänner im Spitzenspiel der zweiten Volleyball-Liga Süd beim aktuellen Tabellenführer TSG Mainz-Gonsenheim antreten. Bei einem Sieg der Unterfranken würde wäre Meisterschaft wieder in greifbarer Nähe.

TGM Mainz-Gonsenheim - Heitec Volleys Eltmann

Das Spiel der Heitec Volleys (3./32) bei Mainz-Gonsenheim (1./33) verspricht spektakuläre Ballwechsel und Dramatik. Die Top-Teams befinden sich auf Augenhöhe und holten in 13 Begegnungen elf Siege. Mainz verlor zu Hause 2:3 gegen den amtierenden Meister Grafing - das kann passieren. Überraschend war aber die Pleite beim Aufsteiger Mimmenhausen. Die Eltmänner patzten in Grafing und zu Hause gegen die Mainzer jeweils 0:3.

Mainz ist ein heißes Pflaster für die Donat-Truppe. In der Meistersaison 2016/17 verloren die Eltmänner nach einer 2:0-Führung noch im Tiebreak mit 2:3 und ein Jahr später glatt mit 0:3. Da verwundert es nicht, dass Kapitän Basti Richter in seinem Spieler-Profil die Frage "Was Verrücktes würdest Du gerne machen?" folgendermaßen beantwortet: "Einmal in meiner Karriere möchte ich noch in Mainz gewinnen".

Cheftrainer Marco Donat will dagegen nicht von einem bösen Fluch in der Karnevalshochburg sprechen: "Ich persönlich halte nichts von Verschwörungstheorien und Aberglauben. Für mich ist das bisherige Abschneiden eine zusätzliche Herausforderung, endlich Punkte zu holen." Donat fährt voller Zuversicht und Optimismus mit seinem Team an den Rhein: "Die Partie wird sicher ein offener Schlagabtausch. Vor eigenem Publikum sind die Mainzer auf jeden Fall Favorit. Aber wir wollen gewinnen und uns für die 0:3-Pleite im Hinspiel revanchieren."

Die Niederlage liegt Marco Donat immer noch schwer im Magen. Er räumt ein: "So klar haben wird in dieser Saison noch nicht verloren. Aber für uns kam das Spiel zu früh. Wir waren noch nicht eingespielt." Doch das änderte sich inzwischen vollkommen. Die Heitec Volleys legten danach eine beeindruckende Serie von zehn Siegen in Folge hin und möchten diese in Mainz fortsetzen. "Wir befinden uns jetzt auf einem ganz anderen Level. Wir haben uns mit aufwendigen Video-Studien akribisch auf die Partie vorbereitet. Mein Team brennt und leistet Überstunden im Training", sagt Donat. Außer Montags schwitzen die Heitec Volleys jeden Tag zwei Stunden, vormittags und abends. Auch am Samstagfrüh ist noch eine Zusatzschicht eingeplant.

In Bezug auf seine Strategie und Taktik will sich Donat nicht in die Karten blicken lassen: "Wir haben uns einige Überraschungen ausgedacht. Generell vertrauen und konzentrieren wir uns auf unsere eigenen Stärken. Wir werden versuchen unser Spiel durchzusetzen. Wir wollen agieren, nicht reagieren."

Heitec Volleys Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanow, Wacek, Bibrack, Knauer, House

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren