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Eltmann hofft auf die Revanche

Das Hinspiel verloren, inzwischen aber mit neuem Mut: Die Heitec Volleys wollen Punkte aus der Bundesliga-Partie am Sonntag in Rottenburg mit nach Hause nehmen.
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Jonas Sagstetter und die Heitec Volleys hoffen auf Punkte gegen Rottenburg. Daniel Löb
Jonas Sagstetter und die Heitec Volleys hoffen auf Punkte gegen Rottenburg. Daniel Löb

Der 13. November 2019 hat sich eingebrannt, als sich die Heitec Volleys gegen den TV Rottenburg in der Brose- Arena in Bamberg weit unter Wert verkauft hatten. Das 0:3 ging sportlich in Ordnung, aber vergessen ist es nicht. Entsprechend heiß sind die Mainfranken auf eine Revanche am Sonntag um 17.10 Uhr aus. Und nach den sehr guten Ergebnissen in den vergangenen Wochen stehen die Zeichen dafür nicht schlecht. Der TV-Sender Sport1 überträgt die Partie live ab 17 Uhr.

Seit der Ankündigung, dass die Spielbetriebsgesellschaft Insolvenz anmelden muss, hat Eltmann in vier Spielen jede Menge Courage bewiesen. Was vorher störte, wurde unwichtig, der wirtschaftliche Schock schweißte Verein, Mannschaft und alle Beteiligte fest zusammen. Und die Siege gegen Bühl (3:0) sowie Friedrichshafen (3:2) haben zur gesteigerten Motivation und guten Laune beigetragen.

Auch das 1:3 gegen Haching war kein Dämpfer, vielmehr kann aus dem knappen 23:25 im zweiten Satz und dem gewonnenen dritten Satz eine breite Brust mitgenommen werden.

Trainer Marco Donat war zufrieden nach dem spannenden Mittwochs-Duell, aber hebt warnend den Finger: "Nach Haching ist vor Rottenburg. Der TV hat eine sehr homogene Mannschaft, die wenig Fehler macht. Dazu kommt, dass sie sehr heimstark sind, was Haching beim überraschenden Pokal-Aus im November zu spüren bekommen ha. Dennoch sind wir auf Revanche aus. Es wird ein heißer Kampf werden."

Sagstetter zuversichtlich

Auch Jonas Sagstetter freut sich auf den Fight. "Wir haben gegen Rottenburg noch eine Rechnung offen und wollen das 0:3 aus der Vorrunde ausgleichen. Wenn wir als Team eine ähnliche Leistung wie gegen Friedrichshafen oder Haching abliefern und dann die eine oder andere Chance mehr nutzen, werden wir einen Sieg einfahren."

Sagstetter lieferte am Mittwoch bei 24 Bällen starke 62 Prozent in der Annahmequalität ab, in perfekten Bällen waren es gar 38 Prozent. Besser war an diesem Abend nur der gegnerische Libero Florian Ringseis (64/45), wobei er in der Annahme nur elf Mal von Eltmann gesucht wurde. Trotz seiner exzellenten Leistung bleibt Sagstetter bescheiden: "Persönlich bin ich sehr froh, dass ich nach meiner Verletzung endlich wieder auf dem Feld gestanden habe und dem Team helfen konnte."

Für Shunsuke Watanabe, den japanischen Spieler im Team der Eltmanner, wird es wieder ein Aufeinandertreffen mit seinem "Arbeitskollegen" Taichi Kawaguchi. Beide Teams haben in ihrem Kader die einzigen japanischen Bundesliga-Liberos, zusammen mit dem Nippon-Superstar Yanagida Masahiro (Frankfurt) sind sie die "Exoten" in der deutschen Männervolleyball-Szene. Entsprechend groß ist das Interesse der Japaner an ihren drei Spielern in Deutschland, selbst die eher "unbekannten" Spieler wie Watanabe und Kawaguchi genießen die Aufmerksamkeit japanischer Medien. Auch am Sonntag.

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