Die Eltmänner Heitec Volleys haben die fast dreiwöchige Spielpause gut überstanden. Mit einem couragierten Auftritt besiegten sie vor über 500 Zuschauern Aufsteiger TSV Mimmenhausen mit der Basketballlegende Christian Pampel hochverdient mit 3:0 (25:23, 25:21, 25:13).

Dadurch klettern die Schützlinge von Cheftrainer Marco Donat in der zweiten Volleyball-Liga Süd auf den dritten Platz. Die Tabellenführung eroberte sich Meister Grafing zurück, der in einem Krimi beim bisherigen Spitzenreiter Mainz-Gonsenheim gewann (3:2). Zu den wertvollsten Spielern des Matches (MVP) wurden Merten Krüger (Heitec Volleys) und Ex-Nationalspieler Christian Pampel gewählt. Heitec Volleys - TSV Mimmenhausen 3:0

Vor allem im ersten und zu Beginn des zweiten Satzes war bei den Heitec Volleys noch ein wenig Sand im Getriebe, fehlte der Rhythmus und musste ein Fünf-Punkte-Rückstand aufgeholt werden. Doch Coach Marco Donat war mit seinem Team dennoch zufrieden: " Mimmenhausen hat sehr stark aufgeschlagen und Pampels fantastische Diagonalschläge waren kaum zu verteidigen. Er war ein Weltklassespieler und ist immer noch sehr sehr gut. Er hat uns Probleme bereitet. Wenn er den perfekten Ball bekommt, kann er noch immer machen, was er will." Gleichwohl bewiesen die Eltmänner Charakter, blieben geduldig und glaubten selbstbewusst an ihr Können. Zudem hatte sich Donat gegen Pampel etwa besonderes einfallen lassen. Er schickte die sprunggewaltigen Mariusz Wacek und Georgi Stoyanov immer wieder zum Block gegen den ehemaligen Volleyballer des Jahres ans Netz. Das zeigte Wirkung. Das bulgarisch-polnische Duo entnervte Pampel zunehmend, der nach dem Spiel angefressen bilanzierte: "Wir haben stark angefangen, aber schlecht aufgehört."

Noch eine andere Donat-Taktik, die vorher intensiv trainiert worden war, zeigte besondere Wirkung. Er ließ vermehrt Bälle aus dem Hinterfeld schlagen. So kamen Mircea Peta, Mariusz Wacek, Georgi Stoyanov und Johannes Engel immer wieder zu überraschenden, knallharten Schmetterbällen. Als fleißiger Punktesammler glänzte auch der Zwei-Meter-Riese Sven Kellermann. Mit seinen angeschnittenen Aufschlägen bereitete er Mimmenhausen große Probleme. Aber auch am Netz verwertete er gekonnt zahlreiche Lobs und Schmetterbälle.

Aus diesen Gründen zog auch Manager Rolf Werner ein erfreuliches Fazit: "Es dauerte zwar ein wenig, bis wir auf Betriebstemperatur kamen. Aber danach dominierten wir die Gäste eindruckvoll. Jetzt wünsche ich mir eine kleine Serie. Vielleicht erlauben sich die beiden Teams an der Spitze einige Ausrutscher. Die müssen wir dann eiskalt ausnutzen. Wir sind auf jeden Fall gewappnet und haben mit Gary House eine Allzweckwaffe in der Hinterhand." Der US-Boy feierte gegen Mimmenhausen seine Heimpremiere und demonstrierte in der Schlussphase seine Dynamik und Entschlossenheit.rom Heitec Volleys: Clay Couchmann, Johannes Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanov, Mariusz Wacek, Max Bibrak, Marko Knauer, Gary House