Eine großzügige Bescherung ist am Samstag bei den Heitec Volleys angesagt. Im letzten Zweitliga-Spiel des Jahres gegen den Tabellensechsten FT Freiburg (19.30 Uhr) möchten die Eltmänner zuerst ihre Fans für die Unterstützung mit einer Gala-Vorstellung und drei Punkten beschenken. Zudem wollen sie sich selbst durch den neunten Sieg in Serie belohnen.

Nach den Heimsiegen über Mimmenhausen und Friedrichshafen hatte Cheftrainer Marco Donat gefordert: "In den restlichen Wochen des Jahres ist verlieren verboten. Ich erwarte bis zum Ende der Vorrunde insgesamt neun Siege in neun Partien."

Jetzt versuchen die Eltmänner, die Vorgaben ihres Chefs zu realisieren. "Wir befinden uns kurz vor dem Ziel", erklärt Kapitän Basti Richter: "Jetzt lassen wir uns auch von Freiburg nicht in die Suppe spucken. Jeder weiß, um was es geht."

Vor allem nach dem glanzvollen 3:0 bei Vizemeister SV Schwaig strotzen die Unterfranken vor Selbstbewusstsein. "Wir glauben an uns, ohne übermütig zu werden und den Boden unter den Füßen zu verlieren", verdeutlicht Johannes Engel.

Dass die Lobeshymnen den Eltmännern nicht zu Kopf steigen, dafür sorgt der Coach. "Trotz der Siegesserie muss uns immer bewusst sein, dass wir überhaupt noch nichts erreicht haben. Das ist eine Momentaufnahme", wiederholt er gebetsmühlenartig, "wir haben das klare Ziel, Meister zu werden. Wir wollen es sportlich aus eigener Kraft schaffen und uns den Aufstieg redlich verdienen."

Gleichwohl warnt Donat vor den unberechenbaren Freiburgern, die sich wegen ihres Maskottchens selbst Affenbande nennen: "Die Breisgauer gehören zu den etablierten Mannschaften in der zweiten Liga und können an einem guten Tag jeden schlagen. Vor der Saison haben sie ihr Team ziemlich verjüngt. Sie betreiben eine gute Nachwuchsarbeit und bringen immer wieder Talente heraus."

Natürlich weiß der Cheftrainer um die Rollenverteilung: "Normalerweise müssen wir klar gewinnen. Aber Freiburg spielt erfrischenden Volleyball mit großem Risiko. Wenn sie sich in einen Rausch spielen, sind sie kaum zu bremsen. Wir sind der Favorit. Aber der Gegner kann unbeschwert aufspielen."

In dieser Saison verloren die Freiburger zuletzt 1:3 in eigener Halle gegen den SSC Karlsruhe sowie bei den Alpen Volleys Unterhaching II glatt mit 0:3. Insgesamt holten sie aus bisher elf Partien sechs Siege.

Für einige Eltmänner gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Max Meuter, der im Oberhaus zwei Jahre das Trikot der VSG Coburg/Grub trug. Im Rahmen seines Studiums hatte es ihn nach Südamerika gezogen, wo er den Ball zwei Jahre ruhen ließ. Jugendfreund und FT-Trainer Jakob Schönhagen hatte Meuter im vergangenen Jahr nach Freiburg gelotst. "Max ist ein cleverer Spieler, der das richtige Verhältnis zwischen risiko- und druckvollem Angriffsspiel kennt", betont Schönhagen. Er sei stark in der Ballannahme und besitze die Fähigkeit, "die Spieler um sich herum besser zu machen."

Eltmann: Clay Couchman (Mittelblocker), Johnny Engel (Außenangriff), Mircea Peta (Diagonal), Sebastian Richter (Kapitän, Diagonal), Max Kolbe (Libero), Daniel Schmitt (Zuspiel), Merten Krüger (Zuspiel), Sven Kellermann (MB), Georgi Stojanov (AA), Tobi Werner (Libero), Mariusz Wacek (MB), Max Bibrack (AA), Marco Knauer (MB), Gary House (Universal)