Sand am Main
Fußball-Bayernliga Nord

Die Sander spielen mit beim Ersten in Seligenporten

Der SV Seligenporten muss kämpfen, um die Mannschaft von Trainer Dieter Schlereth mit 2:1 zu schlagen.
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Mergim Bajrami (rechts) vom SV Seligenporten kommt zu spät, um den Sander Kapitän André Karmann noch am Abspiel hindern zu können. Foto: Ryan Evans
Mergim Bajrami (rechts) vom SV Seligenporten kommt zu spät, um den Sander Kapitän André Karmann noch am Abspiel hindern zu können. Foto: Ryan Evans

Eine Woche nach dem wichtigen 4:1-Erfolg gegen den Würzburger FV haben sich die Fußballer des FC Sand am Samstag in der Bayernliga Nord beim neuen Tabellenführer SV Seligenporten mit 1:2 (1:0) geschlagen geben müssen. Allerdings machten die Kicker von Trainer Dieter Schlereth dem Favoriten das Leben mächtig schwer und durften bis weit in die Schlussphase hinein sogar auf einen Zähler hoffen.

"Wir haben gekämpft, sehr gut umgeschaltet, alles reingehauen und vor allem in der ersten Halbzeit sehr wenig zugelassen. Nach der Pause wurde der Druck dann immer größer, so dass wir schließlich die Tore bekommen haben", ließ Schlereth hinterher in seine zwiespältige Gefühlswelt blicken. Auch sein Gegenüber Gerd Klaus lobte den Auftritt des Gastes aus Unterfranken und meinte, dass "wir ein richtig schweres Stück Arbeit verrichten mussten, unser Sieg aber in Ordnung geht."

Abgesehen von Torhüter Markus Geier, der Stefan Klemm ersetzte und sein Saisondebüt feierte, schickte der FCS-Coach dieselbe Startformation wie gegen Würzburg ins Rennen. Wie allseits erwartet, kontrollierte der SVS auch sofort das Spiel und führte den Ball zumeist in seinen Reihen. Dass diese optische Überlegenheit nicht fruchtete, lag zum einen dran, dass den Hausherren zunächst die richtige Spielfreude fehlte, der FC Sand aber auch seinerseits die Räume sehr gut dicht machte. So dauerte es fast eine Viertelstunde, ehe Seligenporten das erste Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte, als Geier einen Schuss von Raffael Kobrowski nicht festhalten konnte, David Ekern die Kugel aber nicht unter Kontrolle brachte.

Die Sander gehen in Führung

In der Folge wurde den 253 Zuschauern wenig Konstruktives geboten. Vielmehr leisteten sich beide Teams etliche Ballverluste und versuchten ihr Glück mit langen Bällen, die dann überwiegend beim falschen Abnehmer landeten. Bis dato also eher eine laue Partie, ereignete sich in der 35. Minute dann doch Zählbares. SVS-Torhüter Jan Kowalewski vermochte einen eigentlich nicht allzu gefährlichen 35-Meter-Freistoß von Johannes Bechmann nicht festzuhalten, so dass der goldrichtig stehende Shaban Rugovaj keine Mühe hatte, um aus kurzer Distanz zum 1:0 für den FCS abzustauben.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs nahm SVS-Trainer Klaus mit Nico Moos einen defensiven Akteur vom Feld und brachte dafür Stürmer Bernd Rosinger. Diese Einwechslung, gepaart mit den nun auf Seiten des Gastes aufgrund der vielen Laufarbeit allmählich nachlassenden Kräften, veränderte die Statik des Spiels nachhaltig. Nun packten die "Klosterer" und insbesondere der bislang fast komplett abgemeldete Mergim Bajrami ihre Spielfreude aus und entfachten mächtig Druck. Köpfte Ekern einen Bajrami-Freistoß noch knapp daneben (49.), klingelte es fünf Zeigerumdrehungen später im Kasten von Geier. Eine halbhohe Flanke des sich auf rechts energisch durchspielenden Kobrowski lenkte Christian Knorr mit einer schönen Direktabnahme ins Netz - 1:1.

Der FC Sand aber brach nun nicht zusammen, sondern kreierte, nicht zuletzt dadurch bedingt, dass sich der SVS immer wieder überflüssige Ballverluste leistete, so manchen gefährlichen Konter, verstand es jedoch nicht, diese gewinnbringend abzuschließen. So zielten Sebastian Wagner sowie André Karmann (71.) jeweils aus guter Position vorbei.

Dazwischen hätte Knorr das Spiel drehen können, schob aber die Kugel völlig frei stehend am rechten Pfosten vorbei ins Aus. Diesen Ärger münzte die Nr. 9 der "Klosterer" wenig später in eine wunderbare Einzelaktion um, als sie in Arien-Robben-Manier von links an der Strafraumlinie in die Mitte zog und nach zweimaligem Antäuschen die Kugel zum 2:1-Siegtreffer ins lange Ecke dirigierte. Nach der siebten Saisonniederlage und den Ergebnissen der Konkurrenz hat sich die Situation für den FC Sand wieder verschärft. Die bei einem Spitzenteam der Liga dargebotene Leistung aber lässt dennoch für die Zukunft hoffen.

Die Statistik

SV Seligenporten: Kowalewski - Strobel (86. Crow), Moos (46. Rosinger), M. Janz, Loo - Olschewski, Wiedmann - Kobrowski, Bajrami (90.+1 Zander), Knorr - Ekern / FC Sand: Geier - Thomann (88. Hart), Topuz, Bechmann, Steinmann - Katmann, D. Schlereth - Gonnert, Wagner, T. Schlereth (80. Markof) - Rugovaj / SR: Nouhoum (Mammendorf) / Zuschauer: 253 / Tore: 0:1 Rugovaj (55.), 1:1, 2:1 Knorr (53., 86.) / Gelbe Karten: Bajrami, Moos, Kobrowski, Ekern, Rosinger / Topuz, T. Schlereth, Karmann, Markof

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