Sand am Main
Fußball-Landesliga

Derby beim FC Sand lockt die Fans

Das Sander Seestadion wird am Samstag (14 Uhr) Anlaufstation für viele Fußballfreunde sein. Sie alle werden dabei sein wollen, wenn im ersten Rückrundenspiel der Fußball-Landesliga Nordwest mit dem FC Sand und dem FC Augsfeld die derzeit ranghöchsten Fußballvereine des Landkreises Haßberge die Klingen kreuzen.
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Hart umkämpft war das Hinspiel in Augsfeld vor 1000 Zuschauern Die Sander (weiße Trikots) mit Dinis Ribeiro (am Boden) und Fabian Benkert (Zweiter von links) versuchen, die Augsfelder Abwehr (mit der Nummer 5 Patrick Lugert, rechts Dominik Rippstein) zu knacken.
Hart umkämpft war das Hinspiel in Augsfeld vor 1000 Zuschauern Die Sander (weiße Trikots) mit Dinis Ribeiro (am Boden) und Fabian Benkert (Zweiter von links) versuchen, die Augsfelder Abwehr (mit der Nummer 5 Patrick Lugert, rechts Dominik Rippstein) zu knacken.
Der FC Sand ist Patenverein des FC Augsfeld. Aber beim Derby werden keine Geschenke ausgetauscht. Das können sich beide nicht leisten. Nach zuletzt drei Heimniederlagen in Folge will der FC Sand (5. Platz / 30 Punkte) endlich wieder einmal auf eigenem Platz gewinnen. Der FC Augsfeld (16. / 10) steht im Abstiegskampf unter Druck.

Schon zehn Spieltage ohne Dreier

Der letzte Drei-Punkte-Erfolg des FC Augsfeld liegt schon zehn Spieltage zurück. Seit dieser Zeit kamen die Gäste nur noch zu vier Unentschieden. Zuletzt erreichte der FCA in Frammersbach ein 2:2 und daheim gegen den TSV Karlburg ein 1:1. In Frammersbach kam auch der FC Sand über ein 1:1 nicht hinaus. Gegen Karlburg verloren die "Schwarz-Weißen" sogar auf eigenem Platz mit 0:2. Also gute Vorzeichen für die "Blauen" aus Augsfeld ?
"So ist das nicht.
Da müssen wir die Kirche schon im Dorf lassen", sagt Augsfelds Trainer Dieter Schlereth, der den FC Sand zum Favoriten für das Derby stempelt. "Die Sander haben dreimal so viele Punkte wie wir. Auch das Torverhältnis spricht eindeutig für sie. Alles andere als eine Niederlage in Sand wäre für uns ein Erfolg", so Schlereth.

Allerdings gibt der Augsfelder Trainer, der in früheren Jahren das Trikot des FC Sand trug und ein pfeilschneller Außenverteidiger mit Offensivdrang war, auch zu: "Obwohl wir nach wie vor eine große Verletzten-Liste haben, war ich mit den zuletzt gezeigten Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben in Sand nichts zu verlieren. Aber wir können die Sander etwas ärgern. Auch dieses Spiel geht bei Null an, und da schauen wir mal, was wir erreichen können".

Sander stehen in der Pflicht

Etwas anders wird das Derby vom Sander Trainer Erwin Albert gesehen, der sagt: "Für mich gibt es in diesem Spiel keinen Favoriten. Lokalderbys laufen anders als normale Spiele. Ich denke da nur an das Saisonauftaktspiel in Augsfeld, das wir knapp mit 1:0 gewonnen haben. Damals waren erst wir die bessere Mannschaft, nach der Pause hatte jedoch Augsfeld mehr vom Spiel. Da hatten wir Glück. Wir brauchen uns nichts vormachen: Der FC Augsfeld ist leistungsmäßig mit vielen Mannschaften der Landesliga auf Augenhöhe".

Erwin Albert macht keinen Hehl daraus, dass seine Spieler nach drei verloren Heimspielen in der Pflicht stehen. "Dabei kommt es nicht darauf an, wie der Gegner heißt, sondern dass wir alles in die Waagschale werfen, um im Seestadion wieder einmal als Sieger vom Platz zu gehen. Ich hoffe, dass die Negativserie durch den in Unterzahl mit einer kämpferisch sehr starken Leistung erzwungenen 2:1-Sieg in Lengfeld aus unseren Köpfen ist."

Mehrere ehemalige Sander kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück

Der Augsfelder Coach Dieter Schlereth gibt offen zu, dass es für ihn sowie für seine Spieler eine "Riesensache" ist, gegen die Erste Mannschaft des FC Sand im Seestadion ein Punktspiel bestreiten zu können: "Noch vor zwei, drei Jahren hätte das niemand vorauszusagen gewagt. Viele meine Spieler kommen aus unterklassigen Vereinen und haben bestimmt von so einem besonderem Spiel nur geträumt. Da braucht es keine zusätzliche Motivation." Auf das Spiel werden sich besonders der gebürtige Sander Dominik Rippstein sowie Stefan Klemm, Stefan Greb, Sebastian Vogel und, falls er spielen kann, Dominik Waltrapp freuen, die alle schon das Sander Trikot trugen, aber nun für den FC Augsfeld auflaufen.

An Motivation wird es auch der Sander Mannschaft nicht fehlen, schließlich geht es auch ein Stück weit um die eigene Ehre und ums Prestige. Erwin Albert dazu: "Meine Spieler wissen auch, dass es in diesem Match um mehr als um die drei Punkte geht. Den sicherlich vielen Zuschauern wollen wir allein schon durch unsere Körpersprache zeigen, dass wir gewinnen und durch eine gute Leistung unser eigenes Image aufpolieren wollen".
Bei beiden Mannschaften fallen für das Derby einige Spieler aus. Beim FC Sand betrifft das den erkrankten Stefan Krines und Stefan Wasser, der wegen eines beruflichen Lehrgangs fehlt. Beim FC Augsfeld wird höchstwahrscheinlich der verletzte Dominik Waltrapp ausfallen. Thorsten Schlereth dürfte zumindest auf der Bank Platz nehmen.

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