Sand am Main
Fußball-Bayernliga Nord

Der Sander Gast: gegen Abstieg statt um Aufstieg

Im letzten Heimspiel des Jahres hat der FC Sand mit der DJK Gebenbach den Vorjahreszweiten zu Gast. Doch die Oberpfälzer hinken ihren Ansprüchen hinterher.
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Routinier Sven Wieczorek (rechts) stand in Ansbach nach seiner langen Verletzung erstmals wieder in der Startelf. Zuvor war er bereits dreimal eingewechselt worden.  Foto: Ryan Evans
Routinier Sven Wieczorek (rechts) stand in Ansbach nach seiner langen Verletzung erstmals wieder in der Startelf. Zuvor war er bereits dreimal eingewechselt worden. Foto: Ryan Evans

38 Punkte - so groß war die Differenz in der vergangenen Bayernliga-Saison zwischen dem FC Sand (35 Punkte) und der DJK Gebenbach (73). Während die Oberpfälzer mit nur drei Punkten weniger hinter Meister TSV Aubstadt auf Platz 2 landeten, gingen die Sander als 14. in die Abstiegsrelegation.

Die Gebenbacher spielten folglich um den Aufstieg in die Regionalliga - scheiterten aber in zwei Runden am TSV Rosenheim und TSV Rain/Lech. Die Sander stellten ihre Stärke in der Relegation gegen den FSV Erlangen-Bruck wieder einmal unter Beweis und sicherten sich mit zwei deutlichen 5:1-Siegen den Klassenerhalt.

Nach wie vor hohe Qualität

Rund sechs Monate später ist die Ausgangssituation kurz vor der Winterpause zumindest bei einem Team eine gänzlich andere. Wenn die DJK Gebenbach (13. Platz) am Samstag (14 Uhr) im Sander Seestadion antritt, hat sie mit dem Aufstiegsrennen nichts zu tun. Vielmehr geht es für die Mannschaft von Trainer Faruk Maloku darum, mit dem FC Sand (15.) einen direkten Konkurrenten auf Abstand zu halten. Denn vor dem Duell liegen nur vier Punkte zwischen den Teams. Die "Korbmacher" könnten mit einem Sieg im letzten Heimspiel des Jahres den Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf einen Punkt verkürzen. Doch der Sportliche Leiter des FC Sand, Erich Barfußl warnt: "Gebenbach besitzt nach wie vor eine hohe Qualität." Diese brachten die Oberpfälzer zuletzt allerdings nicht auf den Platz. Fünfmal am Stück mussten die Gebenbacher den Platz als Verlierer verlassen. Dabei stand viermal die offensive Null.

Gegen die Topteams DJK Vilzing, SC Eltersdorf und TSV Großbardorf waren nicht unbedingt Siege zu erwarten, doch bei der 0:2-Niederlage jüngst gegen den TSV Abtswind offenbarte die DJK Gebenbach ungewohnte Schwächen. Trotz einer spielerisch anständigen Leistung strahlte die Maloku-Elf wenig Torgefahr aus. Den Abtswindern reichte ihrerseits ein langer Ball, um die DJK-Defensive zu entblößen und in Führung zu gehen. Die Entscheidung mit dem 2:0 in der Nachspielzeit war dann geschenkt.

Noch eine Rechnung offen

Deutlich mehr Bedeutung hatte da der Treffer der SpVgg Ansbach zum 2:1 in der Nachspielzeit gegen die Sander. "Das war natürlich unglücklich", weiß Barfuß. Doch der Blick richtet sich wieder nach vorne: "Wir könnten mit einem Sieg bis auf einen Punkt an die Gäste heranrücken und werden deshalb alles in die Waagschale werfen, um dieses Spiel zu gewinnen."

Eine Rechnung, die für zusätzliche Motivation Sorgen dürfte, haben die Sander Fußballer noch offen. Im Hinspiel führte die Elf von Trainer Dieter Schlereth nach Treffern von Shaban Rugovaj und Sebastian Wagner zur Pause mit 2:1, doch nach einer Roten Karte gegen Mert Topuz drehten die Oberpfälzer die Partie spät und siegten noch mit 4:2.

Hiobsbotschaft für Thomann

Noch trennen die "Korbmacher" 180 Minuten von der Winterpause. Mit Siegen über die Konkurrenten Gebenbach und Cham (10./23) könnten die Sander deutlich entspannter in die Winterpause gehen. Auf FC-Seite fehlt neben den Langzeitverletzten André Schmitt (Achillessehnenriss), Thomas Durst (Knieverletzung) und Stefan Klemm (Sehnenriss im Oberschenkel) auch Ralph Thomann. Der Außenverteidiger fällt mit einem Riss des Syndesmosebandes mindestens sechs bis acht Wochen aus. Das ergab eine MRT-Untersuchung am Montag.reu FC Sand: Geier, Zehe - Klauer, D. Schlereth, Bechmann, Topuz, Steinmann, Karmann, Wagner, Rippstein, Wittchen, Moser, Zeiß, Hart, Tscherner, T. Schlereth, Rugovaj, Wieczorek, Markof, Gonnert

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