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Eltmann
Triathlon

Der Mainathlon mobilisiert Eltmann

Mehr als 450 Sportler treten bei der Triathlon-Premiere in Eltmann an. Ex-Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz ist der bekannteste, doch gerade in der Staffel stellen sich auch viele Freizeitsportler der Herausforderung.
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Der Eltmanner Felix Pfuhlmann (Bild) übernimmt in der "Prominenten-Staffel" mit Ex-Schwimmprofi Thomas Lurz und dem bayerischen Top-Läufer Mario Wernsdörfer die Radstrecke.
Der Eltmanner Felix Pfuhlmann (Bild) übernimmt in der "Prominenten-Staffel" mit Ex-Schwimmprofi Thomas Lurz und dem bayerischen Top-Läufer Mario Wernsdörfer die Radstrecke.
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Die "Challenge Roth" ist einer der größten Triathlon-Wettkämpfe auf der Langdistanz, der Weltkulturerbelauf in Bamberg lockt alle zwei Jahre über 10 000 Sportler an - und nun wartet Eltmann erstmals am Samstag, 18. Juli, mit dem "Mainathlon" auf. Damit wollen sich die Veranstalter im fränkischen Sportkalender etablieren. Schon bei der Premiere können sich die Zuschauer auf mehr als 450 Sportler, darunter namhafte Triathleten und Einzelsportler, freuen. Auch 100 Staffeln kämpfen um den Sieg beim Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Seit vielen Jahren Ausdauersport

Seit Jahren gibt es in Eltmann schon ein Team der SG Eltmann, das sich den Ausdauersport auf seine Fahnen geschrieben hat.
Die Langstreckler Uli und Matthias Pfuhlmann sind seit vielen Jahren auf den Laufveranstaltungen in der Region zu sehen, und auch Männer wie Jens Witthäuser, Joachim Stark und Ralf Steinhäuser waren der Meinung, dass Eltmann über den bisherigen Stadtlauf hinaus mit seinen Wettkampfstätten und seiner Vereinskultur die ideale Plattform für einen solchen anspruchsvollen Triathlon ist.

Um einen solchen Wettbewerb vorzubereiten, sind viele Helfer nötig - und der Zuspruch war sehr groß. Allein am Wettkampftag werden mehr als 150 Helfer benötigt. Ottmar und Uschi Burger aus Weisbrunn sind zwei davon. "Wir sind selbst sportlich aktiv, meine Frau läuft sehr viel, und ich fahre gerne Rad. Deswegen kennen wir auch die Szene gut, und wir wollten die Organisatoren unterstützen. So werden wir am Samstag auf dem Sportgelände in der Wechselzone vom Schwimmen zum Radfahren unseren Dienst tun", beschrieb Otmar Burger ihre Bereitschaft. Die Helferdienste reichen vom Nummern ausgeben über Kleiderbeutel aufbewahren und Verpflegung bis hin zum Trommeln und Anfeuern.

Hardrock und Spanferkel

Die Organisatoren hoffen auf viele Zuschauer. Auch besondere "Aufputschplätze" werden eingerichtet. Auf der Mainhalbinsel gibt es einen zehn Meter langen AC/DC-Tunnel mit Hardrock. Am Hotel Wallburg soll es mit Musik und Eis leichter gehen. Bei Weisbrunn soll Spanferkel und eine Party an der Waldschenke die Radfahrer das letzte Stück den Berg "hinaufschieben".

Für die Wettkämpfer wurden sehr gute Voraussetzungen geschaffen, auch wenn die Strecken etwas kürzer sind als bei vielen anderen Triathlons, nämlich 750 Meter Schwimmen, 23 Kilometer Radfahren und sieben Kilometer Laufen. Extremsportler Rainer Hofmann aus Neubrunn (LG Veitenstein) kennt viele andere Austragungsorte, "aber der Kurs in Eltmann ist schon relativ schwierig und anspruchsvoll" meint er nach einem Trainingslauf. "Bei der Laufstrecke geht es gleich 350 berüchtigte Stufen zur Wallburg hinauf." Auch die Raddistanz, zumal man sie mit dem Mountainbike zurücklegen muss, habe ihre Tücken, wie gleich fünf steile Anstiege. Man darf gespannt sein, wie sich die "Profis" schlagen. Als solcher gilt die 26-jährige Würzburger Triathletin Carolin Lehrieder, die vor kurzem erst ihre Bestzeit in Dänemark verbesserte. Aber auch auf Mario Wernsdörfer darf man gespannt sein, der in letzter Zeit durch erste und zweite Plätze in der Bayerischen Meisterschaft auf sich aufmerksam machte.

Staffel mit einiger Prominenz

Im Staffelwettbewerb werden sicherlich alle Augen auf die Mannschaft mit Ex-Schwimmprofi Thomas Lurz, Läufer Mario Wernsdörfer (LG Bamberg) und dem 20-jährigen Eltmanner Radler Felix Pfuhlmannn (SG Eltmann) gerichtet sein. Seit mehr als fünf Jahren hat sich Felix Pfuhlmann, der Sohn von Matthias Pfuhlmann, auf Rad- und speziell auf Mountainbike-Rennen verlegt. Er ist schon jetzt begeistert von der Strecke. "Sie ist landschaftlich sehr schön, und man kann auf den Höhepunkten teilweise die Altenburg und den Dom von Bamberg sehen. Das Besondere an der Strecke ist, dass sie sehr hügelig ist und man bei der eigenen Abfahrt schon wieder den Anstieg des Konkurrenten davor sieht. Das spornt an und macht den besonderen Reiz aus."

Für den 36-jährigen Frank Fischer aus Eltmann ist "nicht der Sieg, sondern das Dabeisein alles. Dabei werde ich meine persönliche Bestmarke auf jeden Fall aufstellen." Die Radstrecke sei eigentlich für jeden zu schaffen und er hat schon ein wenig dafür trainiert, während er sonst nur ab und zu joggt. "Aber wenn schon das Motto ,Eltmann bewegt' ist, dann will auch ich mich bewegen." Die 31-jährige Katharina Wright hat von der Veranstaltung in Missouri/USA erfahren und war von der Idee sofort begeistert. "Ein solches überregionales sportliches Ereignis wird Eltmann sicher gut zu Gesicht stehen. Zurzeit bin ich wieder in der Heimat und kann deswegen diese Teilnehme verwirklichen. Ich habe mich in den USA mehrmals in der Woche auf das Laufen vorbereitet. Ich sehe dies heuer als Einstieg an und habe die Absicht, im nächsten Jahr in allen Disziplinen zu starten", sagt sie.

Eine außergewöhnliche Staffel kommt aus dem Hause Pfister in Eltmann mit Vater Detlef, Mutter Andrea und Tochter Jaqueline. Der Anstoß, sich an dem Staffelwettbewerb zu beteiligen, kam von Tochter Jaqueline, die ein Sportstudium absolviert. "Anfangs habe ich darüber nachgedacht, ob ich nicht mit weiteren Studienkolleginnen in den Wettbewerb gehe. Aber vielleicht wäre dies dann doch zu leistungsfähig gewesen. Da dachte ich an die eigene Familie: Meine Mama schwimmt gerne, und Papa fährt gerne Rad. Damit war die Idee geboren." Die Begeisterung ist also durchaus auf viele Eltmanner übergesprungen, und es soll ja auch ein richtiges Familienfest werden.

Möglichst viele Staffeln

Aber nicht nur Eltmanner haben sich von diesem "Fieber" anstecken lassen und starten als Staffel unter Namen wie "Team Rotkäppchen", "die Gummibären", "Weltauswahl" oder "Die drei Froschkönige".
Aus allen Altersgruppen kommen laut Starterliste die Sportler. Aus Schonungen ist zum Beispiel Klaus Wissmüller dabei, der von Kindergartenleiterin Ellen Steinhäuser aus Limbach angesprochen wurde. Ihr Ziel war es, möglichst viele Staffeln auf die Beine zu stellen. "Und das ist ihr in vollem Umfang gelungen. Ich hatte schon immer Spaß an Sport und Bewegung und fahre auch gerne mit dem Rad. Bei der Zusage wusste ich aber noch nicht, was auf mich zukommt. Inzwischen bin ich die Strecke zweimal gefahren und halte sie mit ihrem Rauf und Runter oder dem Anstieg auf den Schlossberg für sehr anspruchsvoll", sagt er.

Der Zeitplan des Mainathlons

10 Uhr Beginn mit der Stadtkapelle und Weißwurstfrühstück auf dem SGE-Gelände, Start des Kinder-Mainathlons im Städtischen Freibad
11 Uhr Fortsetzung Kindermainathlon am Sportgelände
12 Uhr Ausgabe der Startunterlagen
13 Uhr Check an der Wechselzone
13.30 Uhr Siegerehrung für die Kinder mit Olympiasieger Thomas Lurz und Europameisterin Carolin Lehrieder sowie Bürgermeister Michael Ziegler
15.15 Uhr Wettkampfunterweisung vor der Tribüne am Fußballplatz
15.30 Uhr Startschuss für die Schwimmer der Staffeln
15.50 Uhr Startschuss für die Einzelstarter
20.30 Uhr Siegerehrung
21 Uhr After-Race-Party

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