Sand am Main
Fußball-Bayernliga Nord

Der FC Sand holt einen Punkt: Geier hält und Rugovaj trifft

Der FC Sand spielt 1:1 beim ASV Cham: Der Torhüter lässt keine weiteren Gegentore zu und der Stürmer markiert den späten Ausgleich in der 89. Minute.
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Shaban Rugovaj bescherte dem FC Sand mit seinem Tor in der 89. Minute den 1:1-Ausgleich und einen Punkt beim ASV Cham. Foto: Ryan Evans
Shaban Rugovaj bescherte dem FC Sand mit seinem Tor in der 89. Minute den 1:1-Ausgleich und einen Punkt beim ASV Cham. Foto: Ryan Evans

Die Fußballer des FC Sand (15.) haben das Jahr in der Bayernliga Nord am Samstag mit einem glücklichen 1:1 (1:0)-Unentschieden beim Aufsteiger ASV Cham (10.) abgeschlossen. Über weite Strecken der Partie gaben die Oberpfälzer den Ton an, verpassten es mehrfach, die 1:0-Pausenführung auszubauen. Kurz vor dem Ende war es Shaban Rugovaj, dem noch der umjubelte 1:1-Ausgleich gelang (89.). Cham blieb damit im dritten Heimspiel in Folge sieglos. Sand konnte nach zwei Niederlagen noch einmal punkten, beendet 2019 mit 18 Zählern auf dem drittletzten Platz.

Die Gastgeber, trainiert vom früheren Bundesliga-Ersatztorwart des VfL Bochum, Andreas Lengsfeld (33), hatten Startschwierigkeiten. Die Sander fanden besser ins Spiel, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Der ASV, der 1963 bei Einführung der "alten" Bayernliga Gründungsmitglied war, nach nur einem Jahr abstieg und nun nach 55 (!) Jahren Abwesenheit in die Bayernliga zurückgekehrt ist, übernahm immer mehr die Initiative. Die Oberpfälzer bestimmten nach zehn Minuten das Geschehen weitgehend.

Doch es dauerte bis zur 31. Minute, ehe die Hausherren in Führung gingen. Friedrich Lieder, der Topspieler des ASV, servierte eine Ecke, und die köpfte Michael Plänitz wuchtig in die Maschen zum 1:0. Nun waren die Gastgeber beflügelt, doch die "Korbmacher" konnten sich im Kasten auf einen sehr gut aufgelegten Schlussmann Markus Geier verlassen, der sein Team im Spiel hielt. Angesichts der zahlreichen Hochkaräter der Oberpfälzer schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann der zweite Treffer fallen würde. Bis zur Pause hielten die Unterfranken den knappen Rückstand.

Sander werden aktiver

Immerhin war die Riege aus Sand nach dem Seitenwechsel etwas aktiver, ließ sich nicht mehr so wie in Teil eins in die eigene Hälfte drängen. Aber so richtig klare Torchancen hatte Sand bislang nicht gehabt. Vielmehr war es Stefan Meyer, der auf Chamer Seite zwei Großchancen vergab. Johannes Bierlmeier, diesmal Kapitän und mit 21 Treffern in der vorigen Saison Garant für die Vizemeisterschaft in der Landesliga Mitte, hatte gleich drei Bretter. Aber entweder zielte der 24-Jährige, der es erst auf zwei Tore in dieser Saison gebracht hat, vorbei oder fand in Geier seinen Meister.

Immer wieder rannten die Hausherren an, konnten Geier aber nicht bezwingen. Zweimal hatte Christopher Gonnert die Chance zu einem Treffer, einmal Shaban Rugovaj. Aber so richtig gefährlich war das nicht, was die beiden vortrugen. Rugovaj schien sich sein Schussglück für die Endphase aufgehoben zu haben. Denn da kam ein Flankenball von Thorsten Schlereth in den Strafraum. Der 23-Jährige lief ein und versenkte die Kugel aus zwölf Metern unhaltbar für den ehemaligen Unterhachinger Drittliga-Torwart Stefan Riederer zum 1:1-Ausgleich (89.). Für Rugovaj war es der elfte Treffer in dieser Runde. Genauso oft hatte der 23-Jährige in der ganzen vorigen Saison für die Mainfranken getroffen.

Bei diesem Unentschieden blieb es, das aus Gästesicht doch einigermaßen glücklich zustande gekommen ist. Doch danach fragt schon am heutigen Montag niemand mehr. Viel wichtiger ist, dass der FC Sand einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte. Das reichte zwar in der Tabelle nicht für eine bessere Platzierung, denn da ist es weiterhin Platz 15. Aber der Rückstand auf die DJK Don Bosco Bamberg beträgt nur einen Punkt. Und bis zum rettenden Ufer mit dem TSV Abtswind fehlen gerade einmal drei Zähler bei einem Spiel weniger. Für die elf noch in der Restrückrunde 2020 auszutragenden Spiele ist damit für die Sander noch alles drin.

FCS-Trainer Dieter Schlereth erklärte: "Der Punktgewinn für uns ist sehr glücklich. Denn die Chamer hatten über weite Strecken mehr vom Spiel. Sie haben es versäumt, den Vorsprung auszubauen. Da können wir uns bei unserem Torhüter Markus Geier bedanken, der uns mit schönen Paraden im Spiel gehalten hat. Am Schluss war es natürlich noch erfreulich, dass uns noch der Ausgleich gelungen ist."

Sein Chamer Kollege Andreas Lengsfeld meinte: "In den ersten zehn Minuten hatten wir Probleme. Wir sind dann aber immer besser ins Spiel gekommen und haben die Partie weitestgehend bestimmt. Die Pausenführung war verdient. Allerdings haben wir es mehrfach versäumt, den Vorsprung auszubauen, und daher war das späte Gegentor sehr ärgerlich, weil wir damit zwei Punkte verschenkt haben."

Die Statistik

ASV Cham: Riederer - Plänitz, Tahir, Kufner, Faltermeier, Meyer (80. Brandl), Lamecker, Lieder, Zollner, Bierlmeier, Engl (63. Kordick) / FC Sand: Geier - Topuz, Steinmann, Karmann, Gonnert, Wagner, Moser (59. Neundörfer), Wieczorek, Rippstein (74. Witchen), T. Schlereth, Rugovaj / SR: Gitopoulos (München) / Zuschauer: 250 / Tore: 1:0 Plänitz (31.), 1:1 Rugovaj (89.) / Gelbe Karten: Lieder / Rugovaj, Topuz, Wagner

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