Eltmann
Volleyball

Dem Jubel folgt der Wehmut

Die Heitec Volleys sind Derbysieger - vor euphorischen Fans bezwingen sie den TV/DJK Hammelburg. In Gotha folgt das überraschende Aus im Pokalwettbewerb.
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Da war die Welt noch in Ordnung: Die Eltmanner Volleyballer bejubeln den Derbysieg in Hammelburg.  Foto: Werner Haala
Da war die Welt noch in Ordnung: Die Eltmanner Volleyballer bejubeln den Derbysieg in Hammelburg. Foto: Werner Haala

Die Heitec Volleys feierten im prestigeträchtigen Unterfranken-Duell beim TV/DJK Hammelburg einen ganz wichtigen Triumph. Nach etwa zwei Stunden Spielzeit und dramatischem Kampf siegten die Eltmanner vor über 600 frenetischen Zuschauern im Hexenkessel Saaletal-Halle verdient. Durch den Erfolg kletterten die Schützlinge von Cheftrainer Marco Donat auf den sechsten Tabellenplatz und liegen nur noch einen Punkt hinter dem Tabellendritten Rüsselsheim II. Zu den wertvollsten Spielern (MVP) wurden nach der Partie Merten Krüger (Heitec Volleys) und Moritz Rauber (Hammelburg) gewählt. TV/DJK Hammelburg - Heitec Volleys Eltmann 1:3

(28:30, 25:22, 25:21, 25:11) Völlig losgelöst jubelte Chefcoach Marco Donat nach dem Volleyball-Krimi: "Das war der bisher wertvollste Sieg in der noch jungen Saison. Die Hammelburger haben erbitterten Widerstand geleistet und keinen Ball verloren gegeben. Aber meine Jungs haben ohne mit der Wimper zu zucken voll dagegen gehalten und die Hammelburger zermürbt."

Besonders bedankte sich Donat bei den zahlreichen mitgereisten Fans für die Unterstützung: "Das war das entscheidende Quäntchen Energie, das von der Tribüne kam. Dadurch sind wir über uns hinausgewachsen und haben fast wie im Rausch gespielt. Ein richtiges Hammerspiel von uns."

Manager Rolf Werner ist zufrieden

Auch Manager Rolf Werner verfolgte die spannende Begegnung mit großer Genugtuung: "Der Sieg wird uns zusätzlichen Auftrieb geben und unser Selbstbewusstsein weiter verbessern. Uns wurde nichts geschenkt. Deshalb ist dieser Erfolg so großartig."

Das Unterfranken-Derby war schon im ersten Satz, der über insgesamt 40 Minuten ging, kaum an Dramatik zu überbieten. Kein Team gab nur einen Millimeter nach. 16:20 lagen die Eltmanner hinten, konnten aber zum 21:21 ausgleichen. Danach schaffte es keine Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen. Erst beim 30:28 hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite.

Ihren Lauf setzen die Hammelburger zunächst im zweiten Satz fort, als sie schnell 6:3 und 8:5 führten. Doch nun bliesen die Heitec Volleys zur Aufholjagd. Nach einer Stunde gingen sie erstmals mit 14:13 in Führung und hatten anschließend das Momentum auf ihrer Seite. Mit 25:22 glichen sie zum 1:1 aus.

Eltmann dominiert Hammelburg

Danach ließen sich die Eltmanner das Spiel nicht mehr abnehmen. Sie lagen zwar im dritten Satz noch einmal mit 4:6 hinten, aber nach dem 8:8 demonstrierten sie eindrucksvoll, wer Herr in der Saaletal-Halle ist. Über 13:10, 20:16 und 22:18 bogen sie auf die Siegesstraße ein. Im vierten Satz war der Widerstand der Hammelburger schnell gebrochen. Nach dem 2:2 zogen die glänzend aufgelegten Donat-Schützlinge über 9:7 auf 17:7 unaufhaltsam davon und machten schließlich mit 25:11 den Sack zu. Heitec Volleys: Clay Couchmann, Johannes Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanow, Mariusz Wacek, Max Bibrak, Marko Knauer

Dem Derbysieg folgt Pokal-Aus

Die Heitec Volleys sind am Sonntagabend als Bayerischer Pokalsieger im Pokalwettbewerb nach einer 2:3-Niederlage (25:21, 25:21, 29:31, 21:25, 13:15) bei den Blue Volleys Gotha überraschend ausgeschieden. Im dritten Satz ließen sie mehrere Matchbälle ungenutzt liegen. Damit vergaben sie die Chance auf ein Heimspiel im Achtelfinale des DVV-Pokals gegen den Erstligisten Helios Grizzlys Giesen.



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