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Haßfurt
Eishockey

Das 15. Tor bringt die Entscheidung

Der ESC Haßfurt bleibt weiter im Geschäft: Lukas Kratschmer sorgte am Freitag für den 8:7-Erfolg beim EV Dingolfing.
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Lukas Kratschmer (M.) erzielte für den ESC Haßfurt den Treffer zum 8:7-Sieg in der Dingolfinger "Marco- Sturm-Eishalle". Es war bereits der elfte Saisontreffer des 19-jährigen Eigengewächses. Ralf Naumann
Lukas Kratschmer (M.) erzielte für den ESC Haßfurt den Treffer zum 8:7-Sieg in der Dingolfinger "Marco- Sturm-Eishalle". Es war bereits der elfte Saisontreffer des 19-jährigen Eigengewächses. Ralf Naumann

Können sie den knappen Vorsprung jetzt über die Ziellinie retten? Das war wohl die am meisten gestellte Frage der 50 mitgereisten Schlachtenbummler, die beim Aufstiegsrundenspiel des ESC Haßfurt am Freitag beim EV Dingolfing dabei waren. Die Kreisstädter schafften es im Duell zweier meist gleichwertiger Kontrahenten tatsächlich: Der Treffer von Eigengewächs Lukas Kratschmer zur 8:7-Führung knapp zehn Minuten vor der Schlusssirene war tatsächlich der letzte in einer turbulenten und torreichen Partie.

Landesliga, Aufstiegsrunde

EV Dingolfing -ESC Haßfurt 7:8 (4:4, 3:2, 0:2)

Doch das Wichtigste für die Mannschaft um Trainer Volker Hartmann: Sie ist, auch weil zeitgleich der ERSC Amberg sowie der ESC Kempten verloren, mit weiteren drei Punkten auf der Guthabenseite, wieder ein Stück näher an die Top 4 herangerückt. Wobei: "Die Abwehrarbeit auf beiden Seiten wurde teilweise schon arg vernachlässigt", war der 43-Jährige, dessen Nerven "wieder einmal ganz schön strapaziert" wurden, nur mit dem vierten ESC-Sieg in Folge zu 100 Prozent zufrieden. "Die Defensivarbeit hatte zumindest in den ersten 40 Minuten mit Eishockey weniger zu tun. Aber für mich zählt nur der Dreier."

Die offiziell 361 Zuschauer sahen eine sehr abwechslungsreiche Begegnung mit vielen Toren binnen kürzester Zeit und vielen Führungswechseln. Stand es nach gerade einmal 54 Sekunden bereits 1:1 (Michal Babkovic beantwortete den schnellen Rückstand nach 38 Sekunden nur 16 Sekunden später mit dem Ausgleich), mussten die Torhüter auf beiden Seiten auch in der letzten Minute des ersten Abschnittes noch drei Mal hinter sich greifen: 3:3 für die Hausherren bei 19:06 Minuten, 4:3 nur 20 Sekunden später. Für den Drittelstand von 4:4 war wieder Babkovic verantwortlich, der weitere 18 Sekunden später Dennis Jedrus zum zweiten Mal bezwang.

Im Mitteldrittel gab es dann "nur" sechs Tore zu bestaunen, darunter ein Penalty von "Rückkehrer" David Franek zum 4:5 (26.) sowie der Anschluss von Daniel Hora zum 7:6 (37.) Mit diesem knappen Ein-Tor-Vorsprung gingen die "Isar Rats" auch in die zweite Pause. Dass Hauptschiedsrichter Stefan Stauber davor innerhalb einer Minute gleich drei "Hawks" auf die Strafbank schickte (30.), wobei David Hornak zudem eine Disziplinarstrafe erhielt, konnte Hartmann nicht nachvollziehen. "Das waren schon komische Entscheidungen und alles sehr fragwürdig", drückte er sich sehr zurückhaltend aus.

Tatsache ist, dass auch Dingolfing Überzahlsituationen zu nutzen wusste und zwei Mal zuschlug.

Umso mehr lobte der "Hawks"-Dompteur das engagierte Auftreten seiner eigenen Mannschaft während der letzten 20 Minuten. Sowohl, dass der ab dem zweiten Abschnitt zwischen den Pfosten stehende "Hexer" Martin Hildenbrand ("Das hatte nichts mit der Leistung von Timo Jung zu tun. Ich wollte nach dem ersten Drittel einfach für frischen Wind sorgen") keine weiteren Gegentreffer einstecken musste. Besonders aber, dass dessen Vorderleute mit zwei eigenen Toren die Partie nochmals zu ihren Gunsten drehten: Ein Doppelschlag von Jan Trübenekr und Lukas Kratschmer binnen 19 Sekunden machte den 8:7-Auswärtserfolg perfekt (jeweils 51.). "Wir haben einfach mehr Druck gemacht und diesen Abschnitt verdient mit 2:0 gewonnen", betonte Hartmann, der zugleich die nun "deutlich bessere Defensivarbeit " seiner Mannschaft lobte. "Wir wussten, dass wir einen Dreier brauchen, um weiter im Geschäft zu bleiben. Das ist uns gelungen", freute er sich über den knappen, "aber verdienten Sieg" gegen den direkten Konkurrenten."

ESC Haßfurt: Jung, Hildenbrand - Hora, Thebus, Stahl, Köder, Cypas, Faust, Breyer - Hornak, Stach, Persch, Trübenekr, Masel, Babkovic, Franek, Dietrich, Kratschmer Schiedsrichter: Stauber - Weinzierl/Kammer Zuschauer: 361 (50 davon aus Haßfurt) Tore: 1:1 (1.) Babkovic (Franek, Masel), 2:2 (15.) Masel (Babkovic, Franek) 4-5, 2:3 (20.) Hornak (Hora, Dietrich), 4:4 (20.) Babkovic (Dypas, Breyer), 4:5 (26.) Franek, Penalty, 7:6 (37.) Hora (Franek, Babkovic), 7:7 (51.) Trübenekr (Hora, Babkovic) 4-5, 7:8 (51.) Kratschmer (Hornak, Trübenekr) Strafzeiten: Dingolfing 16 + 10 gegen Schänder / Haßfurt 18 + 10 gegen Hornak.

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