Burgpreppach
Motorsport

Burgpreppacher FlorianJust und Marco Schönfelder führen

Die Burgpreppacher Rennteams mischen in Stollberg bei der Erzgebirgsrallye mit, die nach zwei Jahren Pause wieder auflebt.
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Florian Just und Marco Schönfelder mit ihrem Citroen C2R2max Foto: privat
Florian Just und Marco Schönfelder mit ihrem Citroen C2R2max Foto: privat

Die ADMV-Rallye Erzgebirge zählt zu den traditionsreichsten Rallyes in Deutschland. Erstmals 1963 ausgetragen, zählte die Motorsportveranstaltung rund um Stollberg bis 2015 viele Jahre zur deutschen Rallyemeisterschaft. Nach einer zweijährigen Pause fand sich die Rallye nun wieder im DRM-Kalender. Die Erzgebirgsrallye zog insgesamt 79 Teams nach Sachsen und war der siebte Lauf der deutschen Rallyemeisterschaft - unter Beteiligung der Just-Brüder aus den Haßbergen.

"Wir starteten bei der ,Erze‘, wie sie in Rallyefahrerkreisen genannt wird, das erste Mal und waren sehr auf die Strecken gespannt. Leider hatten die Unwetter der letzten Tage dazu geführt, dass eine Prüfung am ersten Renntag aufgrund von querliegenden Bäumen und anderen Schäden deutlich gekürzt werden musste", erklärte Tobias Just. Elf Wertungsprüfungen und 110 Kilometer Distanz waren zu bewältigen. Die ersten drei Prüfungen waren bei vollständiger Dunkelheit zu bewältigen.

Höhepunkt der Nachtprüfungen war ein Rundkurs über zweieinhalb Runden mitten in der Innenstadt von Stollberg. Die Citroen-Teams Just/Schönfelder und Just/Türk aus Burgpreppach starteten gut, ein Verbremser des jüngeren Bruders Tobias Just kostete jedoch einige Sekunden. Er lag damit hinter Florian Just auf Platz 4 in der Division 5. Vor den Just-Brüdern lagen in der Division Sepp Wiegand und Julius Tannert, die beide viel Erfahrung von der Europameisterschaft mitbringen.

"Wir sind mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. Sepp und Julius blenden wir komplett aus, da beide Fahrer uns in der Meisterschaft nicht gefährlich werden", resümierte Florian Just nach der ersten Etappe.

Der zweite Rallyetag setzte sich aus einem Rundkurs und drei Sprintprüfungen zusammen, die jeweils zweimal gefahren wurden. Während sich an der Spitze des Feldes ein harter Zweikampf zwischen Dominik Dinkel und Marijan Griebel um den Titel des deutschen Rallyemeisters abspielte, fuhren die Just-Brüder konstant und bislang ohne Fehler. Nach der Wertungsprüfung (WP) 7 riss bei Tobias Just das Kupplungsseil, was den Weg in den Mittagsservice erschwerte. Das Team schaffte es trotzdem rechtzeitig und konnte den Defekt beheben.

Ein Fahrfehler von Florian Just und Marco Schönfelder bei der WP 9 sorgte kurz vor Ende der Rallye für Spannung, als das Team auf einem Schotterstück zu schnell war und eine Bordsteinkante touchierte. Der Fahrzeugcheck stellte jedoch keine Schäden am Fahrzeug fest.

Florian Just und Marco Schönfelder fuhren bei der Rallye Erzgebirge auf Platz 3 der Division 5 sowie Rang 14 von 79 Teams im Gesamtklassement. Direkt dahinter landeten Tobias Just und Sabrina Türk auf Platz 4 der Division und Platz 16 im Gesamtergebnis. In der Meisterschaft führen Just/Schönfelder vor Just/Türk mit vier Punkten Vorsprung in der Division 5 der ADAC-Rallye-Masters. Auf Platz 3 liegt Olaf Müller mit einem Abstand von 49 Punkten. Das Finale der deutschen Rallyemeisterschaft findet am 19./20. Oktober rund um Straubing statt.



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