Sand am Main
Fußball

Bayernliga: Mutloser Auftritt des FC Sand

Das Team von Trainer Dieter Schlereth verliert mit 0:4 gegen die DJK Don Bosco Bamberg.
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Der Bamberger Simon Allgaier schickt den Sander Torwart Markus Geier in die falsche Ecke und verwandelt einen Elfmeter zum 1:0. Zuvor hatte Schiedsrichter Manuel Steigerwald nach einem Handspiel von Johannes Bechmann auf den Punkt gezeigt.  Foto: Ryan Evans
Der Bamberger Simon Allgaier schickt den Sander Torwart Markus Geier in die falsche Ecke und verwandelt einen Elfmeter zum 1:0. Zuvor hatte Schiedsrichter Manuel Steigerwald nach einem Handspiel von Johannes Bechmann auf den Punkt gezeigt. Foto: Ryan Evans

Welch ein Unterschied zum grandiosen 5:0-Kantersieg über den TSV Karlburg in der Vorwoche, als der FC Sand trotz zweifacher Unterzahl aus einem 1:0 noch ein 5:0 machte. Die Sander an diesem Samstagnachmittag waren nicht wieder zu erkennen. Völlig mutlos, uninspiriert und komplett von der Rolle präsentierte sich die Korbmacher-Elf gegen eine hellwache und ihre Chance witternde DJK Don Bosco Bamberg. Die gewann auch in der Höhe verdient mit 4:0 und schubste den FC Sand wieder auf einen Relegationsplatz.

Sechsmal hatten die Gelb-Grünen in den elf Partien bis dahin getroffen, nun kamen gleich vier Tore hinzu. "Das liest sich schöner, wenn auf der Habenseite eine zweistellige Zahl steht", meinte ein über das ganze Gesicht strahlender Gäste-Trainer Rolf Vitzthum. Dessen Taktik, die tief stehenden Sander vor allem über die Außenbahnen früh unter Druck zu setzen, ging voll auf - wenngleich zählbar auch erst im zweiten Durchgang.

Offensiv nicht vorhanden

Bamberg war allerdings auch im ersten Abschnitt die dominierende Mannschaft, weil beim FC Sand nichts, aber auch gar nichts zusammen lief. Lediglich einen Freistoß von Johannes Bechmann aus gut 30 Metern setzten die Sander zumindest in die Richtung des gegnerischen Tores, ansonsten war die Offensive in persona von Philipp Markof komplett abgemeldet. Und auch hinten brachte sich der FC Sand mehrfach selbst in die Bredouille, verlor unkonzentriert zahlreiche Bälle schon weit in der eigenen Hälfte. Und auch die "zweiten Bälle" landeten mit schöner Regelmäßigkeit beim Gegner. Das einzig positive aus Sander Sicht: Zur Pause stand es noch 0:0.

Für die zweiten 45 Minuten stellte Dieter Schlereth um. Markof machte zur Pause Platz für Max Witchen, der in die Abwehrreihe rutschte. André Karmann, bis dahin in der Innenverteidigung, agierte nun zusammen mit Danny Schlereth als "Doppel-Sechs", vorne sollte Shaban Rugovaj die Bälle halten. Also eigentlich das Erfolgsmodell der letzten beiden gewonnenen Heimspiele gegen den Würzburger FV und eben den TSV Karlburg. Und ja: Das Sander Spiel wurde offensiv ein wenig besser, weil engagierter, die Tore allerdings schoss der Gegner. Gleich dreimal langte Bambergs Simon Allgaier hin.

Der Spielmacher (Vitzthum: "Simon hat auf der Zehn gespielt, da muss er Tore machen") war schon vor dem Wechsel der auffälligste Gästespieler und von der Sander Defensive kaum zu bremsen. Für seinen ersten Treffer brauchte Bambergs Nummer 8 allerdings einen Handelfmeter. "Ich hab ein Problem mit dieser Elfmeterregelung" kommentierte Sands Trainer Dieter Schlereth den Pfiff in der 54. Minute. "Joe wird aus zwei Metern angeschossen, dreht sich noch weg, aber okay", wollte Schlereth die Szene, als Bechmanns unbeabsichtigter Abwehrversuch mit Elfmeter geahndet wurde, nicht als entscheidend werten. Allgaier war's egal, er ließ Markus Geier keine Abwehrchance.

Entscheidend war für Schlereth eher schon den Umstand, dass seine Mannschaft in keiner Phase Zugriff auf die Partie bekam. "Das war ein ganz, ganz schwaches Spiel von uns, auf jeder Position", erkannte Schlereth den verdienten Gästesieg neidlos an, konnte sich die desolate Vorstellung seiner Mannschaft allerdings nicht erklären.

Durch die Umstellung zur zweiten Halbzeit wollte Schlereth "die Ordnung im Mittelfeld wiederherstellen, aber auch das hat nicht so richtig geklappt, weil eben der Elfmeter früh fiel. Und dann war das Spiel gelaufen". Dass nur zehn Minuten nach dem 0:1 auch das 0:2 eher unglücklich fiel, passte zum gebrauchten Nachmittag des FC Sand. Max Witchen fälschte einen Schuss von Nico Geyer unhaltbar für Schlussmann Markus Geier ab (64.). Sand gab sich nun sichtbar geschlagen, mehr als ein paar halbgare Versuche aus der zweiten Reihe waren nicht mehr zu sehen. Auf der anderen Seite zeigte dafür Simon Allgaier seine Klasse. Erst verwertete er einen Konter im zweiten Versuch (70.), dann erhöhte er mit Hilfe des Innenpfostens auf 0:4, bevor er sich bei seiner Auswechselung den verdienten Applaus der Bamberger Anhänger abholte.

Die Statistik

FC Sand: Geier - Bechmann, Karmann, Rippstein, Steinmann - D. Schlereth, T. Schlereth (71. Moser), Wagner, Gonnert, Rugovaj (79. Hart), Markof (46. Witchen) / DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu - Slawik, Jessen, Kettler, Fippl - Esparza, Baumgärtner, Allgaier (79. Eckstein), Trawally, Rosiwal (79. Pfänder), Geyer (74. Haaf) / SR: Steigerwald (Karlburg) / Zuschauer: 150 / Tore: 0:1 Allgaier (54., Handelfmeter), 0:2 Witchen (64., Eigentor.), 0:3, 0:4 Allgaier (70., 77.) / Gelbe Karten: Bechmann / Fipplmle

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