Sand am Main
Fußball

Bayernliga: FC Sand empfängt SpVgg Bayern Hof

Der FC Sand empfängt mit der SpVgg Bayern Hof ein Team, das bereits einen Trainerwechsel hinter sich hat.
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Der Sander Routinier Thorsten Schlereth (links) hatte im letzten Heimspiel gegen die DJK Don Bosco Bamberg um Timo Slawik einen schweren Stand. Foto: René Ruprecht
Der Sander Routinier Thorsten Schlereth (links) hatte im letzten Heimspiel gegen die DJK Don Bosco Bamberg um Timo Slawik einen schweren Stand. Foto: René Ruprecht

Es läuft nicht jedes Spiel wie vor zwei Wochen, als der FC Sand zu Neunt noch vier Treffer gegen den TSV Karlburg erzielte. In der Vorwoche beendeten die "Korbmacher" die Bayernliga-Partie gegen die DJK Don Bosco Bamberg mit elf Mann, kassierten aber eine 0:4-Niederlage. Nun steht das dritte Spiel im heimischen Seestadion nacheinander an. Zu Gast ist am Samstag (16 Uhr) die SpVgg Bayern Hof, die als Tabellenzehnter in Reichweite für das Team von Trainer Dieter Schlereth ist.

"Nach der deftigen Niederlage gegen Bamberg gilt es nun, den Schalter wieder umzulegen", sagt der Sportliche Leiter Erich Barfuß. Gegen die Wildensorger präsentierten sich die Sander offensiv harmlos und brachten sich in ihrer eigenen Hälfte mit Unkonzentriertheiten immer wieder selbst in Bedrängnis. Das Schlereth-Team ist wieder auf einen Relegationsplatz abgerutscht und benötigt dringend Punkte. "Dafür müssen wir unsere Lethargie aus dem Bamberg-Spiel schnellstmöglich ablegen und wieder unser wahres Gesicht zeigen", betont Barfuß.

Verzichten müssen die Sander verletzungsbedingt auf André Schmitt (Achillessehnenriss), Sven Wieczorek (Beinbruch), Thomas Durst (Knieverletzung), Luca Zeiß (Bänderriss) und Torwart Stefan Klemm (Muskel- und Sehnenriss im Oberschenkel). Mert Topuz fehlt noch eine Partie rotgesperrt. Ralph Thomann muss dagegen noch dreimal zuschauen.

Spindler schmeißt hin

Die Hofer haben bereits einen Trainerwechsel in der laufenden Saison hinter sich. Nach drei Spieltagen trat Alexander Spindler zurück. Der Ex-Coach machte aber nicht die sportliche Situation für seinen Rücktritt verantwortlich. Stattdessen stimmte es im zwischenmenschlichen Bereich mit dem Präsidium nicht mehr.

Für Spindler übernahm der Sportliche Leiter Fulvio Bifano zunächst als Interimslösung. Der 56-Jährige landete prompt den ersten Heimsieg gegen den Würzburger FV (3:2). Schließlich entschieden sich die Hofer dazu, Bifano bis zum Saisonende zur Dauerlösung zu machen. Zuletzt überzeugten die Saalestädter mit zwei Unentschieden bei den Topteams DJK Vilzing und TSV Großbardorf, ehe in der Vorwoche ein 3:2-Sieg gegen den TSV Abtswind gelang.

Fulvio Bifano setzt auf Kontinuität

Bifano stellt eine Art Vaterfigur für die jungen Hofer dar und warb nach Amtsübernahme für viel Geduld beim kritischen Publikum. Der erfahrene Chefanweiser erkannte die defensiven Schwächen und feilte sofort an der Stabilität. Er setzt dabei auf Kontinuität in der Aufstellung. Er demonstriert klare Vorstellungen, verfolgt ein straffes System und favorisiert eine Stammelf, deren Akteure einen soliden Vertrauensvorschuss genießen. Bifano setzt auf eine Dreier-Abwehrkette, in der immer wieder junge Spieler wie Nico Schmidt (22), Alexander Seidel (19) und Yannick Frey (18) zum Einsatz kommen. Von der jungen Garde sind auch Elia Bifano (20), Tom Feulner (21) und Keeper Jonas Lang (18) in der Startelf zu erwarten.

Die Verantwortlichen treiben trotz Ergebnisdrucks ihr Projekt, konsequent auf den Nachwuchs zu setzen, voran. Dass dies ohne Erfahrung nicht realisiert werden kann, weiß der Coach. Daher kommt Kapitän Christian Schraps, Sturmtank Adam Hajek, Torjäger Martin Holek sowie den Außenbahnspielern Patrik Kavalir und Adam Sevcik eine besondere Führungsaufgabe zu.

Aufgebot: Geier, Zehe - Klauer, D. Schlereth, Bechmann, Steinmann, Karmann. Wagner, Rippstein, Wittchen, Moser, Hart, Tscherner, T. Schlereth, Rugovaj, Markof, Gonnert.

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