Haßfurt
Eishockey

"Babo" bleibt - Regelung bei TK-Spielern weiter unklar

Michal Babkovic verlängert seinen Vertrag beim ESC Haßfurt. Immer noch unklar ist die Regelung bezüglich der transferkartenpflichtigen Spieler.
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Michal "Babo" Bakovic bleibt dem ESC Haßfurt treu. Der 30-jährige Slowake verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr und geht ab Herbst wieder auf Torejagd. In seinen bisherigen 72 Einsätzen erzielte Babkovic 107 Tore und markierte 186 Scorerpunkte. Foto: Ryan Evans
Michal "Babo" Bakovic bleibt dem ESC Haßfurt treu. Der 30-jährige Slowake verlängerte seinen Vertrag um ein Jahr und geht ab Herbst wieder auf Torejagd. In seinen bisherigen 72 Einsätzen erzielte Babkovic 107 Tore und markierte 186 Scorerpunkte. Foto: Ryan Evans

72 Mal trug er in den vergangenen beiden Spielzeiten das Trikot der Haßfurter Hawks. Dabei traf Michal Babkovic 107 Mal ins Schwarze und markierte insgesamt 186 Scorerpunkte für den Eishockey-Landesligisten ESC Haßfurt. In der letzten Verzahnungsrunde war der 30-Jährige zudem Toptorjäger der Mannschaft. Kein Wunder, dass sich die Verantwortlichen beim ESC sehr darüber freuen, dass der Slowake auch in der Saison 2019/2020 für die Hawks auf Torejagd geht.

"Mit Michal können wir einen wichtigen Spieler am Großen Anger halten, deshalb sind wir äußerst zufrieden mit der Verlängerung", sagt der Sportliche Leiter Martin Reichert. Auch deshalb, weil "so ein Spieler auch Begehrlichkeiten bei den anderen Vereinen, nicht nur aus den oberen Ligen weckt". Damit geht Babkovic, der bereits in mehreren Vereinen seines Heimatlands, in Finnland, in Frankreich und in Deutschland aktiv war, ab Herbst in seine dritte ESC-Saison. Dagegen werden mit Michael Stach sowie Kilian Hümmer zwei Stürmer den Verein "aus Gründen zunehmender zeitlicher Belastung" verlassen. "Wir wünschen beiden privat und sportlich alles Gute", sagt Reichert und bedauert den Abgang von weiteren zwei ESC-Eigengewächsen, nachdem schon Fabian Vollert sowie Max Zösch andere Wege gehen.

Neben der Besetzung des ESC-Kaders für die anstehende Saison interessiert die Fans natürlich vor allem das Thema Kontingentspielerregelung. Konkrete Ergebnisse gibt es diesbezüglich noch immer nicht. Erst vor einer Woche reichten der ESV Burgau (Klageführer) und der ESV Waldkirchen zusammen mit dem ESC Haßfurt ihre finale Klagefassung ein. Ein Ergebnis auf der ersten Ligentagung am Wochenende in Ingolstadt, an der sowohl Vertreter der Bayernliga- wie auch der beiden Landesligen teilnahmen, lautet deshalb: Sowohl Verband als auch Vereine wollen erst die Entscheidung des Landesgerichts abwarten, ehe sie sich mit einer neuerlichen Regelung befassen beziehungsweise zustimmen.

Tatsache ist, dass sich bis auf die drei "Abtrünnigen" wieder alle Vereine dafür aussprachen, mit nur zwei transferkartenpflichtigen Spielern in die Runden zu starten. "Wir warten jetzt ab, wie schnell das durchgeht und dann sollte das Thema ein für alle Mal geklärt sein", sehnt Reichert eine Entscheidung nach vielen Monaten herbei. Sollten die drei klagenden Vereine Recht bekommen mit ihrer Einschätzung, auch in ihren Mannschaften unbegrenzt EU-Bürger einsetzen zu können, dann wäre eine neuerliche Selbstverpflichtung sozusagen wirkungslos.

Reichert macht aber deutlich, dass der ESC Haßfurt "kein Interesse daran hat, beliebig viele Ausländer zu beschäftigen. Wir wollen einfach so viele einsetzen können, wie notwendig. Wir haben uns ja auch nicht in der Aufstiegsrunde nochmals Verstärkung geholt, um aufzusteigen."

Eine Veränderung gab es aber auch, denn die Verzahnung nach den jeweiligen Vorrunden zwischen Bayern- und Landesliga steht nach dem Willen des Bayerischen Eishockeyverbands (BEV) vor dem Aus. Stattdessen ist geplant, dass die jeweils ersten Fünf der zwei Landesligagruppen erneut eine komplette Einfachrunde austragen. Am Ende sollen die "Top 4" im Play-off-Modus (Erster gegen Vierter, Zweiter gegen den Dritten) zwei Aufsteiger sowie den Landesligameister ausspielen.

"Ich finde das in Ordnung", kommentiert Reichert. "Ich persönlich fand die Verzahnungsrunde immer etwas unschön, weil zwei verschiedene Klassen gegeneinander spielen. Normalerweise hat die untere Klasse immer Nachteile und man hat weniger Chancen, aufzusteigen." Eine endgültige Entscheidung über den Modus für die Saison 2019/2020 soll nun möglichst schnell getroffen werden.

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