Bramberg
Motocross

Auf der Bramberger Alm dröhnt es

Der BMC Bramberg hat wieder einmal ein erfolgreiches Motocross-Event auf die Beine gestellt und erhält von Zuschauern und Fahrern viel Lob. Auf der Strecke geht es spektakulär zu, einen Fahrer erwischt es schlimmer.
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Spektakulär ging es wieder einmal beim Seitenwagenrennen zu. Die am Ende drittplatzierten Volker und Moritz Barrabas (Nummer 26) hatten viel Mühe, auf ihrem Gespann zu bleiben.
Spektakulär ging es wieder einmal beim Seitenwagenrennen zu. Die am Ende drittplatzierten Volker und Moritz Barrabas (Nummer 26) hatten viel Mühe, auf ihrem Gespann zu bleiben.
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Fast 50 Jahre ist es nun her, dass der BMC Bramberg mit einem ersten Geschicklichkeitsrennen im Motorsport auf sich aufmerksam machte. Der kleine Ort in den Haßbergen war am vergangenen Wochenende wieder Anziehungspunkt für viele Motocross-Fahrer, die um Punkte bei der "Nordbayern-Thüringen-Motocross-Challenge" kämpften. Mehr als 220 Fahrer gingen in den verschiedenen Klassen und Altersgruppen an den Start.

Wochenlang haben die fleißigen Helfer um Vorsitzenden Michael Weidner, seinen Stellvertreter Matthias Huppmann, Sportleiter Matz Bortenlänger und Pressewart Tobias Huppmann alles vorbereitet und viele Arbeitsstunden investiert. Die Strecke "auf der Alm" bot sich den Fahrern in einem erstklassigen Zustand. Bei hochsommerlichem Wetter war nur die Staubentwicklung für die Sicht der Fahrer, aber auch für die Zuschauer zum Verfolgen des Rennens hinderlich.

Die Bramberger Motorsportler sind aber mittlerweile erfahrene Organisatoren und wissen damit umzugehen. So standen zwischen den Rennen immer wieder Traktoren mit großen Fässern bereit, welche die "staubigen Stellen" bewässerten und damit für sichere Rennen sorgten. Viele Cross-Fahrer schätzen die Strecke in Bramberg. Das Fahrerlager, das für zwei Tage inzwischen zu einem kleinen "Fahrerdorf" heranwächst, ist ein beliebter Treffpunkt für die Fans, wo sie abseits des Geschehens auf der Strecke die Fahrer mit ihren Monteuren zum Anfassen erleben und ihnen beim Schrauben an den Maschinen zusehen können.

Los ging es auf der Strecke mit dem freien Training und dem Pflichttraining. In der 50-ccm-Klasse war der Nachwuchs zahlreich vertreten und stellte sein Können unter Beweis. Der BMC Bramberg kann selbst derzeit nur auf wenig aktive Fahrer zurückgreifen - wegen Beruf und Familie fehlt die nötige Zeit zum Trainieren. Im letzten Moment musste "Lokalmatador" Matthias Huppmann auf das Rennen verzichten, so dass nur Nils Reuner, David Seits, Marco Haas, Bodo Luhn und Christian Krämer in den Kampf um die Punkte eingriffen.

Der Stadionsprecher erinnerte vor den Rennen an die großen Zeiten des Rennsports am jeweiligen 1. Mai in Bramberg, als in der Seitenwagenklasse Fahrer aus der Schweiz, den Niederlanden, England, Tschechien und sogar aus Lettland am Start waren. Es ist aber eine tolle Sache für den "Veteranen-Cup", der vor 14 Jahren von Dirk Prill ins Leben gerufen wurde, dass Bramberg zu den Austragungsorten zählt.

Plätze an den Hügeln sind beliebt

An beiden Tagen zog es zahlreiche Zuschauer an die Strecke. Sie hatten die Plätze an den Hügeln und Spitzkehren ausgewählt, um die Höchstleistungen der Fahrer bestens beobachten zu können. Immer wieder wurde gestaunt, wie die Fahrer mit ihren Maschinen über die Hügel und in die Kurven gehen. Bei ihrer wilden Fahrt über die 1300 Meter lange Strecke waren waghalsige Sprünge mit quergestelltem Zweirad keine Seltenheit. Zudem müssen die Fahrer extrem ihr Gewicht verlagern. Wie wichtig das ist, sah man in der ersten Runde, als ein Seitenwagen das Gleichgewicht verlor und umstürzte. Beide Fahrer blieben unverletzt und setzten ihr Rennen umgehend fort. Ein weiterer Teilnehmer zog sich einen Oberschenkelhals- und Schlüsselbeinbruch zu.

Trotz dieses Unglücks zeigte sich BMC-Vorsitzender Michael Weidlich bei der Siegerehrung zufrieden. Dies galt sowohl für die Rennen und den sportlichen Teil als auch für das Rahmenprogramm, für das die Veranstalter von allen Seiten viel Lob bekamen.

Ergebnisse

Seitenwagenrennen (Klasse 9):

1. Platz: Dietmar Schmid/Bruno Kälin (Eberhardzell/Wilen) , 50 Punkte

2. Alexander Seubert/Thorsten Seubert (Haibach/Goldbach), 44 Punkte

3. Volker Barrabas/Moritz Barrabas (Welzheim), 40 Punkte

Klasse 8 (Hobby):

1. Kevin Fischer (Grettstadt), 50 Punkte

2. Christian Beyersdörfer (Eisfeld), 44 Punkte

3. Christian Chmiel (Greußen), 40 Punkte

9. Nils Reuner (Maroldsweisach), 19 Punkte

22. Christian Krämer (Hildburghausen)

24. David Seits (Ditterswind)

Klasse 7.1 (MX 35):

1. Steven Hausdörfer (Immelborn), 47 Punkte

2. Tino Eißner (Zedtlitz), 47 Punkte

3. Ronny Kerst, Günzach, 38 Punkte

18. Marco Haas (Königsberg)

19. Christian Krämer (Hildburghausen)

Klasse 7.2 (MX 45):

1.Mike Schunke (Ranis), 45 Punkte

2.Uwe Kerschbaum (Neustadt a.d.Aisch), 45 Punkte

3. Bodo Luhn (Hildburghausen), 40 Punkte

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