Es war ein Arbeitssieg. Zum Rückrundenauftakt der 2. Volleyballliga Süd schlagen die Heitec Volleys vor knapp 500 Zuschauer in der Eltmanner Georg-Schäfer-Halle den Aufsteiger Blue Volleys Gotha. Beim zehnten Sieg in Serie ließen die Eltmanner nur kurzzeitig ihr Können aufblitzen und müssen beim nächsten Auswärtsspiel in Mainz-Gonsenheim eine Schippe drauflegen, wenn sie weiterhin auf Erfolgskurs bleiben möchten.

Heitec Volleys - Blue Volleys Gotha 3:1

(18:25, 25:12, 25:21, 25:23)

Neben den Heitec Volleys (32 Punkte) haben jetzt in der zweiten Bundesliga Süd auch die anderen Spitzenteams TSV Grafing und Mainz-Gonsenheim elf Siege auf ihrem Konto. Die "Meenzer" führen mit 33 Punkten die Tabelle an, das Spiel des amtierenden Meisters Grafing (32 Punkte) in Unterhaching musste wegen des Schneechaos abgesagt werden.

Auch wenn sich die Ausgangslage der Unterfranken leicht verbesserte, war Cheftrainer Marco Donat mit seiner Truppe nur bedingt zufrieden. Vor allem der verlorene erste Satz ärgerte den Ruhrpottler: "Da waren wir nicht richtig da, waren zu passiv. Keiner wollte eine Führungsrolle übernehmen. Insgeheim haben sie wohl gehofft, dass Gotha für uns die Fehler macht. Doch die haben uns nicht den Gefallen getan, sondern den ersten Satz klar dominiert."

Stammkräfte starten in die Partie

Donat setzte zu Beginn mit Kolbe als Libero, mit Engel, Peta, Richter, Krüger und Wacek auf seine Stammformation der vergangenen Spiele. Bis zum 7:6 lief alles nach Plan, doch dann gingen die Gäste in Front, bauten den Vorsprung auf 15:9 aus, verteidigten einen Fünfpunkte-Vorsprung bis zum 21:16. Beim Stand von 24:16 gab es den ersten Satzball, den Engel jedoch noch abwehren konnte. Dann setzte Herrmann mit dem 25:18 den Schlusspunkt.

Erst im zweiten Satz fegten die Eltmanner die Gäste vom Feld. Mit Wut im Bauch glichen sie zuerst einen 2:4-Rückstand aus und führten schnell 8:4. Vor allem Mircea Peta gab nun Vollgas. Über 13:6 (Kellermann mit Aufsteiger), 15:7 (Richter), 17:9 (Peta) und 19:10 (Ass von Wacek) schafften die Heitec Volleys den Ausgleich zum 1:1.

Danach schalteten sie allerdings wieder in den Energiespar-Modus zurück. Nach einer 3:2-Führung im dritten Satz gerieten die Unterfranken mit 11:16 in Rückstand. Doch Engel, Peta und Wacek mit einem Ass sorgten mit dem 17:16 für die Führung, die sie nicht mehr abgaben.

Im vierten Satz waren besonders Richter und Engel für einen beruhigenden 11:5-Vorsprung verantwortlich. Doch Gotha gab sich nicht geschlagen und ging sogar mit 20:19 in Führung. Eltmanns Kapitän Basti Richter kassierte zudem beim ersten Schiedsrichter eine gelbe Karte wegen Meckerns, gab aber mit einem Block zum 23:20 genau die richtige Antwort.

Wacek hatte schließlich mit dem 24:21 den ersten Matchball. Gotha konterte durch den Kanadier Patrick Strzalkowski auf 24:23. Dann hatte Peta die Faxen dicke und sein Gewaltschlag zum 25:23 beendete das Match.

Spiel war ein "Wachrüttler"

Trotz der durchwachsenen Leistungen seiner Mannschaft legte Donat das Mäntelchen der Nächstenliebe über die Partie: "Der Erfolg ist in die Kategorie Arbeitssieg einzuordnen. Wir haben mit drei Punkten unser Soll erfüllt und konzentrieren uns jetzt auf die nächste Aufgabe. Das Spiel war sicher ein Wachrüttler für die kommenden, heißen Wochen."

Heitec Volleys Eltmann: Clay Couchmann, Johannes Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanow, Mariusz Wacek, Max Biebrack, Marko Julian Knauer, Gary House