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A5 Schweinfurt: Vierkampf um die Meisterschaft

Lußberg, Augsfeld, Zeil und Stettfeld ringen in der A-Klasse Schweinfurt 5 um den Titel. Doch welche Mannschaft macht das Rennen? Gute Gründe hat jede.
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Drei Punkte trennen den Tabellenführer vom Viertplatzierten der Fußball-A-Klasse Schweinfurt 5. Dahinter hat die SG Fürnbach/Dankenfeld durchaus noch Chancen, muss ihre nicht absolvierten Spiele aber erst einmal gewinnen. In Interviews halten sich Spieler und Trainer bedeckt, schieben die Favoritenrolle den gegnerischen Mannschaften zu und beteuern, überhaupt nicht an die Meisterschaft zu denken. Dabei hat sowohl Stettfeld als auch Augsfeld, Zeil und Lußberg gute Gründe, das Rennen für sich zu entscheiden.

Die Techniker: SC Stettfeld

Qualität setzt sich immer durch. Und davon hat der SC Stettfeld genug: Mit der Mittelfeldachse um Franz Melber, Johannes Spath und Christopher Hümmer kann der A-Klassist Bayern-, Landes- und Bezirksligaerfahrung vorweisen. Diese Drei ziehen die Strippen im Mittelfeld, mit Dominik Lang hat das Team von Marco Wagner einen kantigen Strafraumspieler in der Spitze.

Nur wenn diese Kombination nicht greift, stolpert der SCS. So geschehen beim SC Koppenwind (1:2) oder der Kerwa-Niederlage zu Hause gegen den FC Augsfeld (1:2). Das war bis zur Winterpause drei Mal der Fall, keines der anderen Topteams verlor so häufig. Weil die Stettfelder aber aus diesen Spielen gelernt haben, stehen sie am Saisonende an der Tabellenspitze.

Defensivspezialisten: FC Zeil

Das Prunkstück im Kader des FC Zeil ist die Defensivabteilung. Wer in 13 Spielen nur neun Gegentore kassiert, macht in der Abwehr einiges richtig. Die einzige Pleite fingen sich die "Nullachter" im Heimspiel gegen den SV Neuschleichach ein, der die Zeiler mit 2:1 bezwang. Die restlichen Ergebnisse dürften ganz nach dem Geschmack des Trainers Frank Lerch sein. Acht Mal verließen die Zeiler den Rasen ohne Gegentor.

Dass sie in der Offensive so abhängig von Fabian Amend sind, tritt dabei in den Hintergrund - solange er fit ist. Amend führt die Torschützenliste der Liga mit 18 Treffern an, in der vereinsinternen Liste kommt nach ihm lange nichts, dann Levin Weinkauf mit drei Toren. Aber schon Jupp Heynckes wusste: "Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften." Deswegen holt sich der FC Zeil den Titel.

Die Gelassenen: FC Augsfeld

Der FC Augsfeld punktet mit Erfahrung und Gelassenheit. Dass sich die Truppe um Spielertrainer Johannes Derra nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt, beweist der Saisonstart: Nach zwei Niederlagen in drei Spielen zum Rundenbeginn schüttelten sich die Augsfelder einmal kräftig und legten danach eine saubere Serie hin: Es folgten fünf Siege, eine Niederlage gab es seitdem nicht mehr.

Das Trio Timo Hußlein (10 Tore), Julian Griebel (8) und Felix Zeiß (7) bildet die Abteilung Attacke - und das erfolgreich: Keine Mannschaft erzielte mehr Tore als der FCA. Seit dem Abstieg in die A-Klasse sind vier Jahre vergangen, abgesehen vom Premierenjahr in der niedrigeren Klasse hat der FCA seine Leistungen stetig verbessert und ist reif für die Kreisklasse. Deswegen holt sich der FC Augsfeld den Titel.

Die Konstanten: SC Lußberg

Ausrutscher gibt es nicht beim Tabellenführer. Der SC Lußberg-Rudendorf ist in dieser Saison der einzige Verein der A-Klasse, der noch nie ohne Punkte aus einer Partie ging. Wenn das Team von Spielertrainer Manfred Backert Zähler liegenließ, waren es meist Unentschieden gegen andere Topmannschaften. Gegen vermeintlich schwächere Gegner erlaubte sich der SC keinerlei Fehltritte.

Dafür sorgte, ähnlich wie beim FC Augsfeld, ein Dreiergespann in der Offensive. Sven Bergmüller (14 Tore), Christoph Pflaum (8) und Sebastian Will (7) machen vorne die Buden, die Abwehr steht mit 15 Gegentoren ebenfalls stabil. Weil sich das auch nach der Winterpause nicht ändern wird, holt sich der SC Lußberg den Meistertitel.

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