Laden...
Eltmann

VC Eltmann muss trotz 3:0-Sieg hart kämpfen

Die Eltmanner mussten vor allem im ersten Satz gegen den TSV Grafing richtig kämpfen, gewannen in der 2. Volleyball-Liga Süd aber mit 3:0.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit brachialer Gewalt setzt Thiago Welter (hinter dem Netz) den Ball zwischen Antenne und gegnerischem Blockversuch von Fabian Wagner (links) ins Grafinfger Feld, sehr zur Freunde von Trainer Milan Maric und der Auswechselspieler (im Hintergrund).
Mit brachialer Gewalt setzt Thiago Welter (hinter dem Netz) den Ball zwischen Antenne und gegnerischem Blockversuch von Fabian Wagner (links) ins Grafinfger Feld, sehr zur Freunde von Trainer Milan Maric und der Auswechselspieler (im Hintergrund).
+8 Bilder
Das Ziel, gegen den TSV Grafing den 50. Gewinnsatz und damit den 16. Saisonsieg nach 18 Spielen zu holen, haben die Oshino Volleys des VC Eltmann erreicht. Mit 3:0 (25:23, 25:18, 25:21) untermauerten sie am Samstagabend ihre Tabellenführung in der 2. Volleyball-Liga Süd. Die Eltmanner haben damit 47 Punkte erreicht, und das Ziel für das nächste Spiel in Stuttgart wird sein, den 50. Gewinnpunkt einzufahren.

Beim Rotationssystem von VCE-Trainer Milan Maric pausierten diesmal Kapitän Sebastian Richter, Chris Novak und Johnny Engel, der bekannt dafür ist, dass er immer spielen möchte.Die Grafinger starteten stark, zogen bis auf 4:9 und 5:10 davon. Merten Krüger machte dann den sechsten Oshino-Punkt, und Sven Kellermanns erhobene Faust deutete an, dass sich der VCE nicht unterkriegen lassen wollte. Dennoch hielt der Gast den Vorsprung bis zum 10:15. Doch Timon Schippmann kämpfte um jeden Ball und erzeugte neben Thiago Welter und Kellermann den größten Druck. Besonders der Punkt zum 16:18 war eine echte Kampfaktion von Schippmann. Die Eltmanner kamen durch Welter beim 23:23 zum Gleichstand, Schippmann besorgte nach herrlichem Zuspiel von Merten Krüger die Führung, ehe die Grafinger die Netzantenne anschlugen, womit der Satz an den Favoriten ging.

Im zweiten Satz waren die Eltmanner vor 390 Zuschauern, angesichts des Faschingsballs in der Stadt und auch in benachbarten Orten eine beachtliche Zahl, dann auf Betriebstemperatur. Zwar kam Grafing nochmals zu einer 5:3-Führung, doch dann drehte Eltmann auf, und bei Grafing verfingen sich die Hammeraufschläge von Gürzing zunehmend im Netz. Kellermann nutzte dann einen weiteren "Aufsteiger" zum 16:10, und die Oshino Volleys zogen auf 18:10 und 20:12 davon. Beim 20:16 hatte der Gast wieder verkürzt, doch Welter und Peta, von Krüger gut in Position gebracht, punkteten weiter, und Welter verbuchte den Satzball zum 25:18.


Mircea Peta lässt es krachen

Der dritte Satz begann mit einigen Glanzlichtern. Krüger, ansonsten mit kontrollierten Aufschlägen, setzte ein Ass zum 2:0, es gab einige herrliche Ballwechsel, die mit viel Beifall belohnt wurden, und Peta drehte mächtig auf. Sein Ass zum 15:12 war ein Knaller, wie man ihn eigentlich nur von internationalen Stars aus dem Fernsehen kennt.

Doch erneut kamen die Oberbayern heran, und nach einem erstligareifen Ballwechsel glichen sie zum 16:16 aus. Während die Antennen Verbündete der Oshino-Volleys waren, half die Hallendecke den Grafingern, die mit dieser Hilfe nochmals zum 20:19-Anschlusspunkt kamen. Doch eine Schippmann-Aktion und ein weiteres Ass von Peta sicherten den Hausherren den entscheidenden Vorsprung. Alle, die an diesem Abend lange oder auch zeitweise spielten, oder im Aufgebot standen, hatten ihren Anteil an der letztlich doch geschlossenen Mannschaftsleistung.

Die Grafinger werden sich dafür nichts kaufen können, doch der erste Matchball löste nochmals einen herrlichen, von Beifall begleiteten Ballwechsel aus, der einerseits den Oshinos den Sieg bescherte, aber die Hochklassigkeit des Matches trotz des 3:0-Ergebnisses unterstrich. Deshalb sagte Milan Maric nach dem Match auch: "Unser Respekt vor Grafing war gerechtfertigt, der erste Satz war echt eng. Es war ein Spiel mit hochklassiger Komponente."


Die nächste Begegnung steigt in Stuttgart

Während Voggenreiter die MVP-Medaille als wertvollster Spieler bei Grafing bekam, heimste sie bei Eltmann zum dritten Mal im Jahr 2017 Mircea Peta ein, der bemerkte: "Das Wichtigste heute war, dass wir Spaß hatten und mit dem 3:0 daheim ungeschlagen bleiben. Aber es gibt noch wichtige Spiele, die wir erst gewinnen müssen, wie beispielsweise in Freiburg und Delitzsch."

Nächste Woche geht es nach Stuttgart ins Schwäbische, und dort, in seiner Heimatstadt dürfte Timo Schippmann besonders motiviert sein. Rolf Werner, Manager und Vorstand des VCE, hielt sich etwas im Hintergrund, da in den nächsten beiden Wochen wohl die Entscheidung fallen wird, ob die Sponsoren den Erstliga-Aufstieg wirtschaftlich absichern können.
VC Eltmann: Poluga, Kolbe, Welter, Kellermann, Schippmann, Quero, Novak, Engel, Richter, Nürnberger, Werner, Bitsch
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren