Eltmann

VC Eltmann II verliert unglücklich

Gegen Tabellenführer Donaustauf sah es für die Bayernliga-Volleyballer des VC Eltmann zunächst nach einer Überraschung aus.
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Im dritten Satz ließen die Eltmanner Volleyballer (weiße Trikots) nach und kamen beim Block - wie hier gegen die TS Lichtenfels - oft einen Moment zu spät. Foto: Archiv/Uwe Gick
Im dritten Satz ließen die Eltmanner Volleyballer (weiße Trikots) nach und kamen beim Block - wie hier gegen die TS Lichtenfels - oft einen Moment zu spät. Foto: Archiv/Uwe Gick
Durch die Siege der direkten Konkurrenten Eibelstadt und Lichtenfels/Coburg/Grub stand der VC Eltmann II in der Bayernliga der Volleyball-Herren trotz deutlicher Außenseiterrolle gegen Tabellenführer SV Donaustauf etwas unter Zugzwang.

SV Donaustauf - VC Eltmann II 3:2

Mit einer Siegesserie hatten die Unterfranken zum Ende der Hin- und Anfang der Rückrunde brilliert und sich auch beim Tabellenführer einiges vorgenommen. Nach zwei dominanten Sätzen des VCE und einer äußerst bitteren Schlussphase blieb den Akteuren nichts anderes übrig, als dem SVD zu gratulieren, der in den heißen Phasen der Partie ruhiger blieb und den knappen Heimsieg einfuhr, um die Tabellenführung weiter zu untermauern.

Alles Begann nach dem Geschmack der Gäste.
Die Spieler des VC Eltmann II zeigten sich unbeeindruckt von der Kulisse in Donaustauf, spielten druckvoll in Aufschlag und Angriff und hielten den Ball auch nach starken Aktionen des Gegners durch eine besonders starke Abwehrleistung häufig im Spiel. Die so neu erspielten Angriffschancen wussten die Angreifer fast immer zu nutzen und der gegnerische Block schien an den Schmetterbällen des VCE zu verzweifeln.

Der Tabellenführer fand trotz Auszeiten keine Mittel, Eltmann in seinem Spielfluss zu stören, und musste den 25:20-Satzerfolg des VCE II mit Anerkennung hinnehmen.

Auch im zweiten Spielabschnitt ließ sich der VCE nicht einschüchtern, obwohl der Gastgeber nun selbst einige spektakuläre Aktionen zeigte, zu einem Vorsprung für die Hausherren reichte dies jedoch nicht. Eltmann fand stets eine gute Antwort auf Punkterfolge des SVD und setzte häufig seinerseits noch einen drauf in Sachen konzentrierter Block- und Abwehrarbeit und strukturiertem Angriffsspiel.

Eltmann schien sich teilweise in einen Rausch gespielt zu haben und zeigte attraktiven Volleyball. "Was wir in den ersten beiden Sätzen gespielt haben, war wahnsinnig gut. Man hat gesehen, dass jeder einzelne sich während dieser Saison unglaublich gut weiterentwickelt hat", so Trainer Cornel Closca. Mit dem erneuten 25:20 zum 2:0 nach Sätzen war der Coach sichtlich zufrieden.

Im dritten Satz erlebte man jedoch einen immer stärker werdenden Gegner, dem man anmerkte, dass er nichts mehr zu verlieren hatte und nun volles Risiko ging. Damit kam Eltmann zunächst nicht zurecht, produzierte deutlich mehr Eigenfehler und musste früh einen Rückstand hinnehmen.
Im vierten Spielabschnitt begann das Team aus Eltmann engagierter. Allerdings hatten die Gastgeber Morgenluft gewittert. Der Tabellenführer fand zur Form der bisherigen Saison zurück. Eltmann hatte es zunehmend schwer und unterlag 19:25.

Die Entscheidung musste also im fünften Satz fallen. "Im Tiebreak wollten wir von Null anfangen und alles für die zwei Punkte tun", so Closca. Belohnt wurde seine Mannschaft für den nötigen Einsatz mit zwei roten Karten. Doch nicht nur an diesen zwei zusätzlichen Punkten lag es, dass die Hausherren am Ende mit 15:8 den fünften Satz und somit die Partie mit 3:2 für sich entschieden. Auf VCE-Seite war man nach dem Spiel geknickt, da man so kurz vor der Überraschung stand. "Das war schon sehr bitter nach zwei überragenden Sätzen", so Felix Müller. Doch sein Trainer fand auch Positives in der Niederlage: "Ich bin mir sicher, dass es uns als Mannschaft wieder ein Stück vorangebracht hat."

Zu den Sanktionen durch die Schiedsrichter wollte sich der Trainer nach der Partie nicht äußern - er begnügte sich damit, dass er in dieser Hinsicht Zuspruch von der gegnerischen Mannschaft und den Zuschauern erhielt, die sein Team auch für die gute Vorstellung lobten. Ob eine solche Leistung gegen den Zweiten aus Eibelstadt reicht, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass der TSV als Favorit anreist, steht er doch mit sieben Punkten vor dem VCE auf Tabellenplatz 2. jw

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