Haßfurt
Eishockey-Landesliga

Haßfurter Rumpftruppe ist chancenlos

Die ersatzgeschwächten "Hawks" verlieren beim Landesliga-Spitzenreiter EV Pegnitz klar mit 1:7.
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Max Zösch (Mitte, rechts Fabian Kohn) und die restlichen Haßfurter "Hawks" waren bei den "Ice Dogs" des EV Pegnitz (links Stefan Hagen) letztlich chancenlos. Foto: rn
Max Zösch (Mitte, rechts Fabian Kohn) und die restlichen Haßfurter "Hawks" waren bei den "Ice Dogs" des EV Pegnitz (links Stefan Hagen) letztlich chancenlos. Foto: rn
Lediglich elf Feldspieler standen Haßfurts Trainer Lubos Thür für das Auswärtsspiel des ESC in der Eishockey-Landesliga in Pegnitz noch zur Verfügung. Weil auch noch der wieder blendend aufgelegte Topscorer David Franek, mit durchschnittlich 3,45 Punkten pro Spiel effektivster "Hawk", krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel, stand die Partie beim EV Pegnitz von vornherein unter keinem guten Stern. Der Favorit behielt folglich völlig verdient mit 7:1 die Oberhand und steht jetzt wieder an der Tabellenspitze.
EV Pegnitz - ESC Haßfurt 7:1
(2:0, 3:0, 2:1)
"Pegnitz hat heute auch wirklich gut gespielt", gratulierte Haßfurts Sportlicher Leiter Martin Reichert der Mannschaft von EVP-Coach Vaclav Drobny und bedauerte gleichzeitig, dass "wir heute leider nicht getroffen" haben. "Am Erfolg für Pegnitz hätte das aber nichts geändert, wir hätten nicht gewonnen.
Wir hatten dazu eigentlich keine Chance."

Gegenwehr war freilich schon vorhanden, doch Stefan Hagen (5.) und Stefan Ramoser (11.) sorgten für eine 2:0-Führung nach dem ersten Drittel. Stefan Schmidt (26.), der Bayreuther Topneuzugang Florian Müller (30.) sowie Routinier Markus Schwindl (33.) schraubten das Zwischenergebnis auf 5:0 in die Höhe. Dass die überlegenen "Ice Dogs" zu diesem Zeitpunkt nicht noch höher führten, lag in erster Linie an "Hexer Martin Hildenbrand. Der ESC-Schlussmann, der phasenweise unter Dauerbeschuss stand, stellte des Öfteren seine Klasse unter Beweis.

Erst beim Stand von 6:0 (Torschütze für Pegnitz war erneut Müller, 43.) markierte der Neu-Haßfurter Michael Rister in der letzten Sekunde einer Überzahlsituation an alter Wirkungsstätte den Ehrentreffer für die tapferen "Hawks" (49.), was wiederum Großchancen für weitere Treffer nach sich zog. Hildenbrands Gegenüber Maximilian Müller, ebenfalls schon in Haßfurt aktiv, machte mit tollen Paraden aber deutlich, dass auch er ein Meister seines Fachs ist und hielt seinen Kasten sauber. Für den Schlusspunkt sorgte dann zum zweiten Mal Markus Schwindl mit dem 7:1 (52.).

"Die Niederlage ist zwar ärgerlich, aber ich sehe sie jetzt nicht dramatisch", gab Reichert anschließend zu Protokoll. "Wir haben immerhin bei einem Aufstiegsanwärter verloren, der - so vermute ich - das Titelrennen mit dem ESV Vilshofen unter sich ausmacht. Das Spiel war für mich jetzt kein Problem." Erst recht nicht, da Haßfurt mit Frederic Rambacher und Marcel Schorr erneut nur zwei gelernte Verteidiger an Bord hatte, nachdem auch Florian Ziegler (beruflich verhindert) und Pascal Marx (noch erkrankt) fehlten. Die Angreifer Eugen Nold, zum besten Spieler des ESC gewählt, sowie Kapitän Phillip Bates mussten demnach wieder in der Abwehr aushelfen und taten dies ihren Möglichkeiten entsprechend ordentlich.

Der Fokus der ESC-Verantwortlichen richtet sich nun auf das wichtige Gastspiel beim Tabellenschlusslicht EV Regensburg 1b am Freitagabend. Mit ihrem zweiten Auswärtssieg der Saison wollen die "Hawks" das Thema Abstieg bei noch sechs zu absolvierenden Partien endgültig beenden.

Die Statistik

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Platten - Schorr, Rambacher - Kohn, Zösch, Eller, Max Hildenbrand, Bates, Dietrich, Stelcich, Nold, Rister / SR: Schmidt, Scholl / Zuschauer: 375 (70 aus Haßfurt) / Tor für Haßfurt: 6:1 Rister (49., Zuspiel Eller) / Strafzeiten: Pegnitz 12 / Haßfurt 18


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