Haßfurt
Eishockey-Landesliga

ESC feiert "völlig verdienten Sieg"

Die Haßfurther feiern mit dem 5:4 nach Penaltyschießen den dritten Erfolg in Serie, verpassen es aber, sich drei Punkte zu sichern.
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Haßfurts Neuzugang Martin Köhler hatte nach der Schlusssirene wahrlich Grund zur Freude, Nachdem Martin Hildenbrand verhindert war, trug er mit tollen Paraden maßgeblich dazu bei, dass die Hawks auch beim EHC Nürnberg als Sieger vom Eis gingen. Foto: Ralf Naumann
Haßfurts Neuzugang Martin Köhler hatte nach der Schlusssirene wahrlich Grund zur Freude, Nachdem Martin Hildenbrand verhindert war, trug er mit tollen Paraden maßgeblich dazu bei, dass die Hawks auch beim EHC Nürnberg als Sieger vom Eis gingen. Foto: Ralf Naumann
Die Siegesserie in der Abstiegsrunde der Eishockey-Landesliga geht für die Haßfurter Hawks weiter. "Völlig verdient", da waren sich Trainer Martin Reichert sowie Vorstandsmitglied Andreas Kurz einig, gewannen ESC-Kapitän Max Hildenbrand und Co. auch ihre dritte Partie mit 5:4 (1:2, 2:1, 1:1). Dass bei ihrem Gastspiel am Samstagabend in der Nürnberger Arena gegen den EHC 80 zum zweiten Mal das Penaltyschießen über den Ausgang entscheiden musste, war letztlich egal.
Zugegeben, die Hawks leisteten sich viele eigene Fehler, sonst wäre ein Drei-Punkte-Sieg möglich gewesen. Dennoch sahen die offiziell 79 Zuschauer, darunter waren etwa 60 lautstarke Haßfurter Schlachtenbummler, eine sehr aktive Gastmannschaft. Und in der feierte Neuzugang Petr Krepelka einen guten Einstand: Technisch und läuferisch präsent, stark an der Scheibe und gute Übersicht - Krepelka bot eine starke Leistung. Zudem gelang ihm noch der wichtige 4:4-Ausgleich kurz vor dem Ende der Partie (59.).
Woran lag es, dass es trotz der Überlegenheit der Hawks nicht zu einem Erfolg während der regulären Spielzeit gereicht hat? Ganz klar an der Häufigkeit der individuellen Fehler und auch zum wiederholten Male an der mangelnden Chancenverwertung. Die Stürmer der "Hawks" vergaben völlig freistehend gute Tormöglichkeiten. Es lag aber auch daran, dass die beiden Schiedsrichter keinen richtigen Spielfluss aufkommen ließen. Die Statistik der Strafzeiten - 14 für Nürnberg, 61 (!) für Haßfurt (Frederic Rambacher kassierte sogar eine Spieldauerstrafe) - spricht Bände.
Im ersten Abschnitt war die Partie recht ausgeglichen. Es dauerte aber bis zur 10. Minute, ehe der EHC 80 Martin Köhler im Tor der Hawks das erste Mal überwinden konnte. Bereits 43 Sekunden später fiel aber der Ausgleich durch den agilen Jan Slivka. Eher unglücklich für Haßfurt dann die Pausenführung der Nürnberger: Eine Hereingabe eines "Achtzgers" fälschte Marco Hildenbrand unhaltbar für Köhler ins eigene Tor ab (19.).


Reichert weckt seine Jungs auf

In der Pause gab es dann ein paar "aufweckende" Worte von Coach Reichert, die in der 24. Minute Wirkung zeigten. Hellwach verwandelte Max Hildenbrand einen Abpraller zum Ausgleich (24.). Die erstmalige Führung der Hawks fiel durch David Franek in der 33. Minute durch einen Alleingang. Allerdings mussten die Hawks kurz nach mehreren Hinausstellen das Drittel mit nur drei Feldspielern beenden, was prompt mit dem 3:3-Ausgleich bestraft wurde (36.).
Im letzten Drittel dann wiederum aus dem Nichts die erneute Nürnberger Führung. Zudem gab es erneut viele Strafen gegen die Hawks. Die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Freddy Rambacher (49.) hätte die Hawks dann fast um den Lohn der kämpferischen Topleistung gebracht. Aber Neuzugang Petr Krepelka erzielte noch rechtzeitig vor dem Ende den verdienten und vielumjubelnden Ausgleich.
Im anschließenden Penaltyschießen erzielten Petr Krepelka und David Franek bei einem gleichzeitigen Fehlschuss von Jan Slivka zwei Treffer für Haßfurt. Und auf der anderen Seite konnten die Nürnberger den im ganzen Spiel sehr gut haltenden Martin Köhler, der dem aus privaten Gründen fehlendem "Hexer" in Nichts nachstand, nicht überwinden.


Statistik des Spiels

ESC Haßfurt: Köhler - Stahl, Marco Hildenbrand, Max Hildenbrand, Marx, Rambacher, Breyer - Thebus, Krapf, Kinereisch, Potocky, Slivka, Lang, Krepelka, Franek, Dietrich / SR: Barth, Fiala / Zuschauer: 79 (60 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: 1:1 (10.) Slivka (Max Hildenbrand, Franek), 2:2 (24.) Max Hildenbrand (Krepelka, Slivka), 2:3 (33.) Franek (Marco Hildenbrand, Köhler) 5-4, 4:4 (60.) Krepelka (Franek) - entscheidender Penalty: David Franek / Strafzeiten: Nürnberg 14 / Haßfurt 21 plus jeweils Disziplinarstrafen gegen Breyer und Rambacher plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Rambacher
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