Selb
Eishockey

ESC Haßfurt siegt mit 5:4 knapp gegen Gastgeber ERV Selb

"Wir kriegen es einfach nicht auf die Reihe, dass wir von Anfang an konzentriert spielen", ärgerte sich Frank Genßler darüber, dass für seine Haßfurter "Hawks" die Eishockey-Partie bei der 1b-Mannschaft des VER Selb scheinbar erst nach einer halben Stunde richtig begonnen hatte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit seinem ersten Tor startete David Franek (links) die Haßfurter Aufholjagd, mit seinem zweiten Treffer machte er den knappen 5:4-Erfolg beim VER Selb 1b am Freitagabend perfekt. Foto: Naumann
Mit seinem ersten Tor startete David Franek (links) die Haßfurter Aufholjagd, mit seinem zweiten Treffer machte er den knappen 5:4-Erfolg beim VER Selb 1b am Freitagabend perfekt. Foto: Naumann
Die Freunde darüber, dass am Ende ein knapper 5:4-Erfolg verbucht werden konnte, trat aufgrund der unnötigen Vorgeschichte erst lange nach dem Schlusspfiff ein.

Nachdem Selbs Neuzugang in der Landesliga Nordost, der 39-jährige Petr Polesny, in der 25. Spielminute bereits die 3:0-Führung erzielt hatte, schwante nicht nur Genßler Böses. Und wie schon bei seinem Führungstreffer (11.) sowie dem 2:0 durch Ricco Warkus (18.) nutzte der tschechische Neuzugang eine numerische Überlegenheit aus, um ESC-Schlussmann Marian Schmidt zu überwinden. Wenigstens war zu diesem Zeitpunkt noch genügend Zeit für eine Wende.

Das erste Ausrufezeichen für eine erfolgreiche Aufholjagd setzte David Franek, der nur 47 Sekunden später den Anschlusstreffer markierte (26.) während Kapitän Rafael Popek seine Mannschaft dank des 3:2 in der 32. Minute endgültig wieder ins Spiel brachte. Doch es kam noch besser: Martin Dürr erzielte kurz nach Wiederbeginn im letzten Abschnitt das 3:3-Unentschieden, erneut Rafael Popek schoss die "Hawks" schließlich nach exakt 46 Spielminuten erstmals nach vorne.

Dass Petr Polesny 38 Sekunden später mit seinem dritten Treffer wieder für einen Ausgleich sorgte, schockte die Haßfurter Puckjäger nur kurz: David Franek erzielte auf Zuspiel von Martin Dürr und Rafael Popek zehn Minuten vor der Schlusssirene abermals für die Gästeführung, die letztlich bis zum Ende Bestand hatte. "Warum wir am Anfang immer so schlafmützig sind, das kann ich noch nicht ganz nachvollziehen", machte Frank Genßler deutlich. Letztlich lobte er die "Hawks" für ihre tolle Moral nach dem deutlichen 3:0-Rückstand, sich wieder zurück ins Spiel zu kämpfen. "Eigentlich hätten wir ja schon im ersten Drittel Tore erzielen müssen", nannte der 44-Jährige unter anderem zwei Pfostenschüsse sowie den ein oder anderen Alleingang. Insgesamt sei der Sieg "auf jeden Fall in Ordnung."


Statistik des Spiels


ESC Haßfurt: Jung, Schmidt - Ankenbrand, Kinereisch, Berndaner, Schorr, Kaufmann - Zimmermann, Dürr, Freund, Popek, Franek, Stöpel, Rambacher, Bates / Zuschauer: 48 / Schiedsrichter: Dürnhöfer / Schmidt / Torfolge: 1:0 (12.) Polesny (Warkus, Roos) 5-4, 2:0 (16.) Warkus (Pecher 5-4, 3:0 (25.) Polesny (Roos, Grönke) 5-4, 3:1 (26.) Franek 4-5, 3:2 (32.) Popek (Stöpel, Dürr), 3:3 (42.) Dürr (Rambacher, Berndaner), 3:4 (47.) Popek (Berndaner) 4-5, 4:4 (47.) Polesny (Schramm, Heiantz), 4:5 (51.) Franek (Freund, Popek) / Strafzeiten: Selb 1b 22 / Haßfurt 18 plus Disziplinarstrafe gegen Dürr.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren